Sonntag, 6. Januar 2013

Rezension: Irgendwo ist immer jemand, der dich liebt


Autor: Pierre Szalowski
Verlag: Bertelsmann
Seitenzahl:  288
Preis:  
16,99 Euro
ISBN:  978-3570101568


Bildquelle und Informationen: *HIER*


Das Cover passt super zur Geschichte. Es zeigt einen einsamen Menschen, der im Schnee auf ein beleuchtetes Haus zugeht. Da das Cover hauptsächlich weiß ist, zieht es den Blick richtig an und der Titel sorgt zusätzlich dafür, dass man es einfach in die Hand nehmen muss.

„Der Eishockeyprofi Ladouce kehrt nach einer Zwangspause zu seinem Club nach Montréal zurück. Es ist Weihnachten, und er checkt als einziger Gast in das Hotel ein, in dem Jahre zuvor die ausschweifende Party stattfand, wegen der er seine Karriere unterbrechen musste. Dort trifft er auf den sechsjährigen Sohn des Zimmermädchens Louise. Ladouce erobert die Zuneigung des Jungen und richtet ihm mit viel Fantasie ein zauberhaftes Weihnachtsfest aus. Je näher sie sich kommen, umso mehr wächst in Ladouce die Überzeugung, dass der Junge sein eigener Sohn sein könnte, Spross jener Partynacht vor sieben Jahren …
Als dann doch alles anders kommt, erkennt Ladouce, wie wichtig Familienbande sind, besinnt sich darauf, das Verhältnis zu seinem eigenen Vater zu klären, und ist endlich bereit, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen.“



Martin Ladoucer ist ein berühmter Eishockeyspieler, dem sein Ruhm vor sieben Jahren etwas zu Kopf gestiegen ist und der sich ziemliche Eskapaden geleistet hat. Daraufhin wurde er „versetzt“, doch jetzt ist er zurück und hofft auf einen Neuanfang.

Doch er muss schnell feststellen, dass er aufgrund seiner Ausschweifungen nicht mehr so beliebt ist und sich auch einstige Freunde abgewandt haben. Im Hotel trifft er auf einen siebenjährigen Jungen, der sofort sein Herz gewinnt und beginnt sich mit diesem anzufreunden. Je mehr Zeit er mit ihm verbringt, desto mehr fragt er sich, ob es nicht sein könnte, dass seine Ausschweifungen vor sieben Jahren Folgen gehabt haben. Ist es möglich, dass dieser Junge vielleicht sein Sohn ist?

Durch diese Erkenntnis aufgerüttelt beginnt Ladouce über sein Leben nachzudenken und ist sogar bereit für diesen kleinen Jungen sein Leben von Grund auf zu verändern. Doch dann kommt alles ganz anders … .

Martin Ladoucer gefiel mir sofort sehr gut. Anfangs ist er eher noch der verschrobene Kautz und man weiß nicht so recht, wie man ihn einschätzen soll. Als er zurück nach Montreal kommt, will er nichts, als alte Freunde treffen und in sein ruhmreiches Leben zurückkehren. Doch seine Freunde weisen ihm die Tür und er erkennt, dass er eigentlich niemanden mehr hat, der sich über seine Anwesenheit freut. Als er den Jungen kennerlernt und sich mit ihm anfreundet, sieht man, dass er im Grunde ein netter Kerl ist und je mehr Zeit er mit dem Kind verbringt, desto mehr schließt man ihn in sein Herz.

Der kleine Martin war auch absolut authentisch dargestellt, so, wie Kinder einfach sind. Er ändert von einem Moment zum anderen seine Meinung, ihm ist langweilig und er malt Wände voll. Er ist so richtig herrlich erfrischend und bringt ganz schön Schwung in die Geschichte um den Eishockeystar.

Sehr gut gefiel mir auch der Page Charles-David. Zuerst dachte ich ja, er wäre ein kleiner Schleimer, aber je näher man ihn kennenlernt, desto sympathischer wird er einem.

Und dann ist da noch der Taxifahrer Pierre-Léon. Er hilft Ladouce immer wieder aus der Patsche uns steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. 

Dieses Buch ist wirklich voll mit wundervollen und einzigartigen Charakteren, die man alle mit jeder Seite besser kennenlernt.




Das Buch beginnt damit, dass Martin Ladoucer im Hotel eincheckt. Durch Erinnerungen des Protagonisten erfährt man immer wieder, was in der Vergangenheit passiert ist. So wird man darüber informiert, was vor sieben Jahren passiert ist und dass der Eishockeystar keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern hat und warum. Dadurch entsteht nach und nach ein Bild von den ganzen Geschehnissen. 

Die Geschichte ist in der 3. Person geschrieben, man erfährt aber auch häufig, was Ladouce denkt, so dass man sich sehr gut in den Protagonisten hineindenken und –fühlen und ihn damit auch besser verstehen kann.

Obwohl dieses Buch nicht die Spannung aufbaut, wie es in anderen Büchern oft der Fall ist, war ich doch von der ersten Seite an fasziniert und konnte mich nicht mehr losreißen. Es trumpft zwar nicht mit irgendwelchen Besonderheiten auf, aber vielleicht ist es ja auch gerade diese Schlichtheit, die mich in ihren Bann gezogen hat, denn in diesem Buch geht es vor allem um Gefühle und hier ist es dem Autor, Pierre Szalowski besonders gelungen diese authentisch darzustellen und den Leser damit zu packen.

Das Ende des Buches ist wirklich noch einmal etwas Besonderes und genau der richtige Abschluss für diese schöne Geschichte.



Eine wirklich schöne Weihnachtsgeschichte, die mich sehr berührt und nicht mehr losgelassen hat. Sie überzeugt vor allem durch seine Schlichtheit, aber auch durch viel Gefühl und vielschichtige Charaktere.

Jeder sollte dieses Buch gelesen habe.


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Bertelsmann Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Kommentare:

  1. Der Titel ist total schön ♥
    Kann man das Buch auch nach Weihnachten noch lesen? :D

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    1. Natürlich kann man das Buch auch nach Weihnachten noch lesen. Es ist eben nur so, dass die Geschichte an Weihnachten spielt und es deswegen zu dieser Zeit nochmal eine besondere Atmosphäre aufbaut. Trotzdem kannst Du es jederzeit lesen.

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  2. Klingt richtig gut, auch wenn es nicht meine Genre ist :)
    Würde aber sicherlich meiner Tante gefallen oder einer Freundin *überleg*

    lg

    Alisia

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