Samstag, 9. Februar 2013

Rezension: Dance of Shadows


Cover 

Titel: Dance of Shadows
Autor/in: Yelena Black
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 381
Preis: 17,95 € (D)
ISBN:
978-3760799148
Bildquelle: http://www.bloomoon-verlag.de/







­­­­Das Cover ist wirklich traumhaft schön. Darauf sieht man eine Balletttänzerin, deren Trikot aus roten Rosenblättern besteht, die sich in die Luft erheben. Die Ballerina passt durch ihre roten Haare super zur Protagonistin des Buches und der dunkle Hintergrund erinnert daran, dass Unheil droht. Auch der Titel, der in metallic geschrieben ist, gefällt mir richtig gut. Das Cover ist wirklich rundum gelungen.


„Die New Yorker Ballettakademie bedeutet für Tanzbegeisterte die Erfüllung aller Träume - für die junge Vanessa ist sie allerdings noch mehr als das: Dort tritt sie als Schülerin in die riesigen Fußstapfen ihrer älteren Schwester Margaret, einer Ausnahmetänzerin, die vor drei Jahren spurlos verschwand. Vanessa ahnt nicht, dass er begonnen hat, der Tanz auf dem Vulkan...

Wo andere Tanzschüler technischer Perfektion nacheifern, liegt Vanessas Tanz etwas besonderes inne: Rückhaltlos verliert sie sich in den Bewegungen - ohne zu ahnen, wie gefährlich das ist. Als sie die Aufmerksamkeit dreier Männer auf sich zieht und die Titelrolle im „Danse du Feu“, dem Feuertanz, bekommt, zeigt sich, welche Kräfte die richtigen Schritte mit dem richtigen – oder dem falschen – Partner freisetzen können: Sie öffnen das Tor in eine andere Welt. Ein Tor, das besser verschlossen bleibt … Tiefe Gefühle und dunkle Mächte: Ein atemberaubender Mystery-Thriller aus der Welt des Balletts.“



Vor drei Jahren ist Magaret, Vanessas Schwester spurlos von der New Yorker Ballettakademie verschwunden. Seit dem ist es Vanessas sehnlichster Wunsch selbst an der Ballettschule aufgenommen zu werden, um ihre Schwester wiederzufinden. 

Dort angekommen findet sie schnell neue Freunde und erregt die Aufmerksamkeit des Schulschwarms Zeppelin, aber auch des Choreografen Josef. Er wählt die Besetzung für die Abschlussaufführung „Der Feuervogel“ aus und dafür nimmt er meist nur Oberstufenschüler. Doch Vanessa scheint etwas Besonderes zu sein. Sie verliert sich voll und ganz in ihrem Tanz und vergisst dabei die ganze Welt.

Doch genau das soll ihr zum Verhängnis werden, denn in der Ballettakademie treiben dunkle Mächte ihr Unwesen und sorgen dafür, dass immer wieder Mädchen verschwinden… Wer wird wohl das nächste Opfer sein?!



Über Vanessa erfährt man nicht viel. Sie hat vor drei Jahren ihre Schwester verloren und daraufhin nur einen Wunsch gehabt: Sie möchte ebenfalls an die New Yorker Ballettakademie, um dort dem Verschwinden ihrer Schwester nachgehen zu können. Doch als sie schließlich aufgenommen wird, verliert sie sich ganz im tanzen. Sie denkt zwar immer wieder an ihre Schwester, doch eigentlich tritt das Tanzen jetzt in den Mittelpunkt und natürlich Zeppelin, der Mädchenschwarm der Schule. Anfangs ist sie noch etwas skeptisch, wieso dieser sich für sie interessieren sollte, aber schnell kann sie nur noch an ihn denken und an die Hauptrolle die sie im Stück „Der Feuervogel“ ergattert. Vanessa betont zwar immer wieder, dass sie nicht zwecks dem Tanzen auf der Ballettschule sei, sondern um ihre Schwester zu finden, aber ich hatte eher das Gefühl, als würde sie zufällig Hinweise auf den Verbleib ihrer Schwester finden, als aktiv danach zu suchen. Überhaupt blieb mir Vanessa etwas zu oberflächlich. So ist sie zwar der Meinung, dass das Verschwinden ihrer Freundin Elly kein Zufall ist, sie versucht aber nur, sie zu kontaktieren, wenn es ihr selber schlecht geht und sie jemanden zum reden bräuchte. Man erfährt kaum etwas über Vanessa, das nicht mit dem Tanzen zu tun hat und auch ihre Gefühlen hatten mir zu wenig Tiefgang, so dass ich kaum mit ihr mitfühlen konnte.

Leider ging es mit genauso mit Zeppelin und Justin, den männlichen Protagonisten. Sie tauchen plötzlich in der Geschichte auf und man erfährt nur, was Vanessa mit ihnen erlebt. Das sind jedoch nur kurze Einblicke, die mir nur wenig über die beiden verraten haben, so dass sie für mich kaum greifbar waren.

Auch Vanessas Freunde Elly, TJ, Steffie und Blaine tauchen immer nur auf, wenn Vanessa sie braucht. Ansonsten weiß man kaum etwas über sie und sie scheinen auch keine besondere Rolle in der Geschichte einzunehmen, was ich sehr schade finde, da ich denke, da hätte man durchaus mehr daraus machen können.


Das Buch beginnt mit einem sehr spannenden Prolog über ein Mädchen namens Chloe, das man zunächst nicht so recht einordnen kann, aber richtig neugierig auf die Geschichte macht.

Danach springt die Story in die Gegenwart zu Vanessa, die vom Verschwinden ihrer Schwester Magaret erzählt und davon, dass sie in der Ballettakademie aufgenommen wurde. Dort lernt sie auch schnell ihre Freunde und Zeppelin kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch im Vordergrund steht jetzt erst einmal das Tanzen. Man begleitet Vanessa zu ihren Proben und erlebt, wie sie sich völlig im Tanz verliert. Diese Szenen fand ich sehr schön beschrieben und man spürt förmlich die Leidenschaft zum Tanz, die die Autorin, Yelena Black, sicher haben muss. Dabei ist sie jedoch auch bemüht, nicht zu viele Begriffe der Ballettpositionen zu verwenden, so dass auch jemand, der diese nicht kennt, trotzdem Freude an dem Buch haben kann. Überhaupt baut sich eine fast magische Atmosphäre auf, die den Leser ans Buch fesselt, auch wenn gerade nicht so viel passiert.

Immer wieder lässt die Autorin auch kleine Hinweise auf die wirklichen Geschehnisse in der Ballettakademie einfließen. Diese bleiben jedoch vor allem zu Beginn sehr im Hintergrund. Erst Mitte des Buches nimmt die eigentliche Geschichte um die Dämonen an Fahrt auf und schnell kann man als Leser auch hervorsehen, wie alles kam und wer hinter den Geschehnissen steckt. Das fand ich ehrlich gesagt etwas schade, da es dem Buch doch einiges an Spannung wegnimmt.

Die Liebesgeschichte hatte für mich nicht genug Tiefgang. Zwar ist Vanessa fast über das ganze Buch mit einem Jungen zusammen, dieser hält sie jedoch sehr auf Distanz und von wahren Gefühlen merkt man eigentlich nur auf ihrer Seite etwas. Das fand ich wirklich sehr schade, da die Gefühle in diesem Buch, meiner Meinung nach, doch etwas kurz kommen.

Eigentlich hatte ich gedacht, dieses Buch sei ein Einzelband, umso überraschter war ich dann jedoch, als es sehr offen endete und den Leser mit dem Wunsch nach einer Fortsetzung zurückließ. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Vanessa weitergeht und ob sie am Ende all ihre Fragen beantworten kann.


Dieses Buch zaubert eine magische Atmosphäre rund ums Ballett und überzeugt vor allem durch die Leidenschaft der Autorin zum Tanzen. Aufgrund des Klappentextes hätte ich mir etwas mehr Spannung erwartet und für die Charaktere mehr Tiefgang gewünscht.

Trotzdem war es jedoch ein schönes Lesevergnügen und ist vor allem für Fans des Balletts ein absolutes Muss.


Von mir bekommt das Buch 3,5 Punkte von 5.



Vielen Dank an den bloomoon Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.




Kommentare:

  1. Hallo Moinika,
    findet man als Leser denn wenigstes heraus, was mit Vanessas Schwester passiert ist?

    LG
    Kathi

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    1. Hallo Kathi,

      das ist eine der Fragen, die man mit in die Fortsetzung nimmt ;)

      LG
      Moni

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  2. Klingt eig. interessant :)
    Schade das es dich nicht voll überzeugt hat :3 Mal schauen ob ich es mir auch hole.

    Liebe Grüße

    Alisia

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  3. Bin ich froh, dass ich nicht die einzige bin die dieses Buch enttäuschend fand. Die Atmosphäre des Balletts war echt super, doch die schleppende Geschichte und auch wie du sagtest der fehlende Tiefgang der Gefühle mindern doch sehr die Spannung.
    Auch das es ein Mehrteiler ist, war für mich sehr überraschend. Wobei ich noch unschlüssig bin, ob ich den nächsten Teil lesen soll. Diesbezüglich freue ich mich auf eine Rezension von dir!:)

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