Sonntag, 3. März 2013

Rezension: Adorkable

Cover 


 Titel: Adorkable
 Autor/in: Sara Manning
 Verlag: bloomoon
 Seitenzahl: 480
 Preis: 14,99 € (D)
 ISBN: 978-3760789583
 Bildquelle: http://http://www.bloomoon-verlag.de/titel-283-283/adorkable-8958/;




Das Cover finde ich wirklich klasse. Es passt super zum Inhalt und auch die Personen darauf sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Schon allein das Cover machte mich sehr neugierig auf dieses Buch und ich erwartete mir jede Menge Spaß beim Lesen.

„Im "wahren" Leben ist Jeane eine Außenseiterin, ein Freak, ein absoluter Dork in seltsamen Klamotten. Doch was niemand weiß: Jeane ist auch "Blogging Queen", hat über eine halbe Million Follower auf Twitter, schreibt Kolumnen für Zeitungen und gilt als Stimme ihrer Generation. Michael Lee, der allseits beliebte Teenie-Schwarm und Highschool-Star, langweilt sich hingegen in seinem goldenen Leben. Wenn zwei solch unterschiedliche Personen aufeinandertreffen, muss es einfach krachen! Doch während sich die beiden gegenseitig die Hölle heiß machen, kommt es im Eifer des Gefechts zum ersten Kuss. Eine Katastrophe! Doch es kommt noch schlimmer: Denn sie können gar nicht mehr aufhören, einander zu küssen... Eine "unmögliche" Lovestory - aber auch eine herrlich unangepasste Geschichte über das Anderssein und die Chancen, die sich dahinter verbergen.“

(Quelle:  http://www.bloomoon-verlag.de/titel-283-283/adorkable-8958/)


Jeane und Michael Lee haben eigentlich gar nichts miteinander zu tun, wäre da nicht die Tatsache, dass sich Michaels Freundin Scarlett für Jeanes Freund Barney zu interessieren scheint und umgekehrt. Michael bittet daraufhin Jeane um Hilfe, doch diese löst das Problem auf ihre eigene Art und damit ist der Junge überhaupt nicht zufrieden. Während er ihr gehörig die Meinung sagt, passieren einige unvorhersehbare Dinge und die beiden küssen sich.

Was anfangs wie ein Fehler aussieht, passiert von da an immer wieder und obwohl die beiden es nur als Spaß ansehen und nichts Ernstes dahinter sehen, verbringen sie doch immer mehr Zeit miteinander, lernen sich besser kennen und müssen sich doch bald eingestehen, dass vielleicht doch mehr dahinter steckt. 

Aber hat eine Liebe zwischen zwei so gegensätzlichen jungen Menschen überhaupt eine Chance?!

Jeane war mir anfangs überhaupt nicht sympathisch. Eigentlich bin ich ja auch dafür, dass jeder sich selbst treu sein sollte und anders sein völlig in Ordnung ist, aber bei Jeane kam es mir einfach zu krampfhaft vor. Sie scheint alles daran zu setzen, sich von der Masse abzuheben und andere vor den Kopf zu stoßen. Dabei ist sie selber aber alles andere als tolerant, denn sie verurteilt alle, die sich nicht fürs „anders sein“ entscheiden. Auch die Beziehung zu ihrem Freund Barney fand ich völlig verdreht und konnte mich nicht für Jeane einnehmen. Doch je mehr ich über Jeane erfuhr, über ihre Lebensumstände, ihre Familie, ihr bisheriges Leben, desto mehr konnte ich sie verstehen und desto sympathischer wurde sie mir. Es steckt nämlich viel mehr hinter dieser coolen Fassade, als man anfangs denkt. Und als Jeane sich schließlich auf Michael Lee einlässt, ist sie zwar immer noch freakig, aber man erkennt schließlich auch, dass sie doch auch nur geliebt werden will. Ein wirklich ungewöhnliches junges Mädchen, das die Leute sicher polarisiert.

Michael Lee konnte ich anfangs gar nicht einschätzen. Da er immer wieder als sehr gutaussehend und beliebt beschrieben wird, dachte ich anfangs, er wäre vielleicht sehr oberflächlich oder arrogant. Doch für mich blieb er erst einmal eher flach und undurchsichtig. Aber auch bei ihm erkennt man erst mit der Zeit, was alles wirklich in ihm steckt und er gewann nach und nach immer mehr meine Sympathien. 

Da es in erster Linie um die beiden Protagonisten geht, bleiben die Nebendarsteller sehr im Hintergrund, was mich aber nicht wirklich gestört hat.

Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Jeane und Michael Lee geschrieben, was ich immer toll finde, da man so die Gefühle beider Protagonisten hautnah miterleben kann. Schwierig war allerdings, dass dieser Perspektivenwechsel nicht optisch sichtbar war, so dass es anfangs für mich sehr verwirrend war und ich immer wieder überlegen musste, welche Sicht ich gerade lese.

Besonders gut gefallen hat es mir, dass immer wieder Blogeinträge von Jeane oder kleine Twitter-Nachrichten in die Geschichte eingebaut wurden. Das lockerte die Geschichte auf und bot einen optischen Anreiz. Von mir aus, hätten es gerne noch mehr sein können.

Die Geschichte an sich ist allein durch die Protagonistin schon sehr anders, ungewöhnlich und etwas Besonderes. Jeane zeigt durch ihr großes Selbstbewusstsein und ihre Handlungen immer wieder, dass es in Ordnung ist, anders zu sein und zu dem zu stehen, was man denkt, fühlt und tut. Diese Botschaft finde ich für ein Jugendbuch wirklich großartig, denn es gibt sicher viele Jugendliche, die nicht in irgendeine Schublade passen und darunter leiden, anders zu sein. Doch Jeane zeigt auf witzige Weise, dass es sich lohnt, dass man zu sich selbst steht und dass man häufig von anderen ganz anders wahrgenommen wird, als man denkt.

Außerdem wird in dem Buch auch allgemein angesprochen, wie die Jugendlichen heutzutage die Welt sehen, welche Zukunftsängste, Träume und Hoffnungen sie haben. Dieses Buch ist also nicht nur ein Buch über Jugendliche, sondern vor allem für Jugendliche. Ich denke, dass sich junge Leser in diesem Buch wiederfinden, sich mit den Protagonisten identifizieren können und zum Nachdenken angeregt werden.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten war auch alles andere als schnulzig und „normal“. Anfangs scheint es zwischen den beiden einfach nur eine körperliche Anziehung zu sein und jeder zieht seinen Vorteil aus der Beziehung. Ständig sticheln die beiden an, was für eine gehörige Portion Humor in der Geschichte sorgt und mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. Doch langsam und ohne, dass sich die beiden das selber eingestehen wollen, entwickeln sich doch Gefühle. Aber diese Tatsache macht es erst recht schwierig zwischen den beiden, denn jetzt können Erwartungen unerfüllt bleiben und Gefühle verletzt werden. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um die ständigen Sticheleien zwischen den beiden, denn am Ende geht es doch darum, ob ihre Liebe eine Chance hat oder nicht.

Anfangs fand ich die Protagonisten wirklich nervig, doch die Geschichte an sich war sehr erfrischend, witzig, spritzig und einmal etwas anderes, so dass ich einfach weiterlesen musste. Je mehr Hintergrundinformationen ich dann über die Charaktere bekam und je weiter die Geschichte fortschritt, desto sympathischer wurden mir die Hauptdarsteller und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, so viel Spaß hat mir die Geschichte dann doch noch gemacht. 

Dieses Buch empfehle ich vor allem (jungen) Menschen, die Lust darauf haben, sich mit dem anders sein auf eine witzige und völlig andere Art, auseinander zu setzen.


Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Vielen Dank an „Blogg dein Buch“ und den bloomoon Verlag, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.



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Kommentare:

  1. Tolle Rezi! :)
    Ich denke, ich werde das Buch auch noch lesen, es klingt so toll. :)

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  2. Schoene Rezi!
    Das Buch hoert sich nicht schlecht an. Viel besser als ich dem Cover nach erwartet haette! :-)
    Übrigens findet auf Stories Dreams Books grade ein Tournament statt und vllt willst du ja mitmachen?
    Viel Glück noch beim Lesemarathon ;-)
    Ana :-)

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  3. Was für eine schriftgröße benutzt du bei deinen rezis?

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    1. Bei Blogger kann man ja nur zwischen "am kleinsten", "klein", "mittel", "groß" und "am größten" wählen und ich benutze einfach immer "normal" :)

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