Montag, 8. Juli 2013

Blogtour "Im Bann der Ringe" Tag 10: Die Fortsetzung


Heute ist die Blogtour zu "Im Bann der Ringe" bei mir angekommen und ich freu mich total darüber. Als die Autorin Andrea Bielfeldt gefragt hat, ob Blogger Lust auf eine Aktion zu ihrem Buch hätten, war ich sofort dabei. Es sollte um die Neuauflage zu ihrem Buch "Nilamrut" gehen und ich muss sagen, Andrea hat sich sehr viel Mühe mit der Blogtour und vor allem mit den Preisen gemacht (dazu jedoch später mehr). An dieser Stelle will ich es also nicht versäumen, mich bei Andrea ganz herzlich zu bedanken: Ich finde es so schön, dass Dir Deine Leser so wichtig sind und Du Dir so viele Gedanken um sie und auch um uns Blogger machst. Vielen, vielen Dank dafür!!

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So, aber jetzt zum Buch:

copyright: Chichili Agency Karsten Sturm

Inhalt:

„Catherine ist eine ganz normale Jugendliche - das denkt sie zumindest, bis sie Nacht für Nacht aus demselben Traum hochschreckt: Sie sieht Feuer und einen Jungen mit dunklen Augen.
Als sie eines Tages in eben diese Augen blickt, ahnt sie, dass die Träume nur der Vorbote einer schicksalhaften Begegnung waren. Ihr Leitsatz ‚Es gibt keine Zufälle‘ scheint sich zu bewahrheiten, als der Edelstein ihres Familienringes mit Hitze auf das Zusammentreffen reagiert.
Catherine findet sich schneller als ihr lieb ist inmitten eines dunklen Geheimnisses wieder, indem sowohl ihr Ring, als auch der mysteriöse Ric eine tragende Rolle spielen.
Ihr gemeinsamer Weg führt weit zurück in die Vergangenheit, in der sich der Ursprung von allem befindet: das Nilamrut …“
(Quelle:  http://www.amazon.de/Im-Bann-der-Ringe-ebook/dp/B00DFZWU3W/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1372007271&sr=8-1&keywords=Im+Bann+der+Ringe)

Das sagt die Lektorin Barbara Wegener zum Buch:

"Mein Name ist Barbara Wegener und ich hatte im Auftrag des Verlages das Vergnügen, „Im Bann der Ringe“ lektorieren zu dürfen. Es war eine angenehme Zusammenarbeit mit der Autorin, wobei der Schriftwechsel über Facebook und per Mail stattfand. Ich hoffe, dass ich dem Roman „Im Bann der Ringe“ zu Andrea Bielfeldts Zufriedenheit den letzten Schliff gegeben habe. Mich hat der Roman überzeugt. Es ist eine spannende Liebesgeschichte, die mit Fantasy und Humor den Leser in seinen Bann schlägt."
Meine Rezension zu diesem tollen Buch findet Ihr übrigens *HIER*
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Und ich hab heute die Ehre, Euch einen kleinen Einblick in die Fortsetzung zu gewähren :)

Tada, das ist das schöne Cover
copyright: Chichili Agency Karsten Sturm
 "Ich mit Dir – vertraue mir!
Freunde sind wir für alle Zeit
Gehen gemeinsam – Seit an Seit!
Die Wahrheit will immer unser sein
Zusammenstehen – für immer Dein!“



Und Ihr bekommt nicht nur das Cover, sondern auch eine exklusive Leseprobe:


Mond 

Mein Zeichen
Im Herzen. Im Fleisch
Lässt das Licht leuchten
Spüre die Macht
Hoffnung
Stärke
Wissen
Vereint
In mir


Prolog

Ich spürte das kühle Wasser um mich und schwerelos trieb ich darin herum.
Die Farben des Ozeans faszinierten mich und ich konnte mich kaum sattsehen. Himmlische Klänge, ein wunderschöner Singsang, drangen an mein Ohr und ein helles Glitzern am Meeresgrund erregte meine Aufmerksamkeit. Ich erkannte eine Art Strudel, der sich bewegte und zeitgleich eine ungeheure Anziehungskraft auf mich ausübte. Es fiel mir schwer, mich von ihm fernzuhalten, obwohl meine Intuition mir sagte, dass es besser wäre. Doch der Sog des Strudels war so stark, dass er mich immer näher zu sich zog. Ich konnte nichts dagegen tun. Machtlos trieb ich ihm entgegen und sofort schob sich ein Unbehagen wie eine dunkle Wolke in mein Innerstes.
Trotzdem ich wusste, dass es meine Bestimmung war, ihr geopfert zu werden, kroch die Angst wie ein lästiges Tentakel in jeden Winkel meines Körpers.
Dann sah ich die Augen. Ich öffnete den Mund, um zu Schreien …


Kleine Fische

Ann gähnte und streckte sich. Verstohlen sah sie auf die Uhr. Es war mittlerweile halb zwei in der Nacht.
„Na, müde?“ Levian sah sie aufmerksam an.
„Ein bisschen. Es war auch ein echt langer Tag.“
Nachdem Cat während der Mittagspause in der Schule herausgefunden hatte, das ihre Freundin Dionne – aus welchen Gründen auch immer – durch Rics Ring Macht über ihn hatte, beschloss sie kurzerhand, dem ein Ende zu setzen. Geschickt entwendete sie Ric seinen Ring und flüchtete aus dem Schulgebäude, um das Schmuckstück und sich selbst vor Dionne in Sicherheit zu bringen. Aber anstatt einfach nach Hause zu fahren, floh sie in die Höhle im Shackford Head, von der Ric ihr einmal erzählt hatte. Nachdem sie dort tausend Tode ausgestanden hatte und fast erfroren wäre, wurde sie letztendlich von Ric gefunden. Und dann gab es endlich die längst fällige Aussprache zwischen ihm und Cat, die am Ende mit einem Happy End schloss. Sie küssten sich. Endlich!
Ann freute sich über die Vertrautheit der beiden und war froh, dass zumindest diese Geschichte vorerst ein glückliches Ende gefunden hatte.
Seit Jayden sich nach seinem Ausraster wegen der Diskussion um das überaus angsteinflößende Verhalten seiner Schwester Dionne wieder beruhigt hatte und gegangen war, saßen sie zu viert am Küchentisch und sprachen über Cats nächtlichen Ausflug in den Wald.
Da Levian in dieser Sache ein Außenstehender war, wollten die Vier nicht den wahren Grund für Cats übereiltes Fortlaufen preisgeben. Ann hatte ihm erzählt, dass Cat wegen eines Streits mit Dionne die Flucht ergriffen hatte. Dabei sollte es auch bleiben. Levian war neu in der Runde und niemand wusste, wie weit man ihm trauen konnte. Abgesehen davon war die Geschichte um die Ringe und Dionne zu verrückt, als dass man sie ohne weiteres weitererzählen konnte. So sprachen sie weiter über Belangloses wie die Schule, Levians Autowerkstatt oder gemeinsame Freunde. Ann genoss dabei Levians Nähe.
Sie beobachtete ihn die ganze Zeit verstohlen und wünschte sich nichts mehr, als das auch ihre Geschichte ein Happy End nehmen würde. Immer mehr fühlte sie, wie dieser Junge sie in seinen Bann zog. Ihr Magen zog sich mit einem angenehmen Kribbeln zusammen und zeigte ihr wieder einmal, was sie bereits geahnt hatte. Sie hatte sich in Levian verliebt.
„Ich werd ich mich am besten auch mal auf den Weg machen, damit wir alle noch etwas Schlaf kriegen.“ Sie glaubte, ein klein wenig Bedauern in seiner Stimme herauszuhören, war aber vernünftig genug, zu erkennen, wann Feierabend war. Sie alle brauchten Schlaf. Jeder in seinem eigenen Bett!
Levian stand auf und reckte seine steifen Glieder nach dem stundenlangen Sitzen auf dem Holzstuhl.
„Ich bringe dich noch raus.“ Ann stand ebenfalls auf und nachdem Levian sich von Ric und Cat verabschiedet hatte, begleitete sie ihn hinaus.
Die Nacht war kalt, der Wetterwechsel ging im Osten immer sehr schnell und man konnte den Einzug der dritten Jahreszeit förmlich riechen. Ann bedauerte das. Sie liebte den Sommer, aber hasste den Herbst! Denn der war meist trüb und regnerisch mit teils starken Herbststürmen an den Küstengebieten. Allerdings kam damit auch die kuschelige Zeit. Aber dank Levian – wer weiß? Vielleicht musste sie diesen Herbst nicht alleine verbringen.
Gemeinsam stiegen sie die Treppe hinab, schlenderten zum Auto und einträchtiges Schweigen herrschte zwischen ihnen. Es war angenehm, wie Ann fand, obwohl sie doch ein bisschen traurig war, dass Levian schon ging. Sie genoss seine Anwesenheit. Seine Aufmerksamkeit, die er ihr entgegen brachte, tat ihr gut. Er gab ihr das Gefühl, als wäre sie sein ganz persönlicher Mittelpunkt. Auch, wenn es vielleicht gar nicht so war, mochte sie die Vorstellung, dass es vielleicht irgendwann so sein könnte.
Am Auto angekommen, standen sie sich beide etwas befangen gegenüber. Levian brach als erster das Schweigen.
„Trotz der Umstände – es war ein schöner Abend.“
„Ja, das finde ich auch. Wir sind schon ein chaotischer Haufen, was?“
„Ein bisschen“, schmunzelte er leise, „aber ihr haltet zusammen! Und das ist sehr wichtig!“
„Ja, das stimmt. Das tun wir!“ Und das war in Anbetracht der Tatsachen auch gut so.
„Da sieht man mal wieder, was wahre Freundschaft bedeutet.“
„Alles!“, sagte Ann ohne nachzudenken, aber das war nicht schlimm, denn sie meinte es auch genauso, wie sie es gesagt hatte. „Meine Freunde sind mir sehr wichtig!“
„Ihr kennt Euch schon so lange? Zehn Jahre?“
„Länger! Mir kommt es vor wie eine Ewigkeit“, lachte sie. „Weißt du, Cat und ich sind schon seit dem Kindergarten miteinander befreundet. Jayden und Dionne kamen mit Beginn der Schulzeit dazu. Mit Dionne hat es etwas gedauert, sie ist manchmal ziemlich … wie soll ich sagen? Extrovertiert. So, glaube ich, kann man sie gut beschreiben. Jayden dagegen – wir haben uns sofort gemocht. Und dann hingen wir Drei, also Cat, Jayden und ich, ständig zusammen. Immer auf der Suche nach neuen Abenteuern. So ist auch der Schwur entstanden, den wir uns damals gegeben haben.“ Kurz flammte die Traurigkeit wieder auf, als sie an Jayden dachte, aber egoistisch schob sie das Gefühl beiseite. Sie wollte nicht jetzt daran denken. Später war noch Zeit genug dafür.
„Welcher Schwur?“, fragte Levian.
„Ach stimmt, das hast du gar nicht mitbekommen. Da warst du ja mit Ric draußen. Wir haben unseren Schwur aus Kindertagen vorhin noch einmal bekräftigt, weißt du. Nichts Besonderes, Jungendspinnerei eben.“ Sie sah ihn verlegen an. Hätte sie doch bloß die Klappe gehalten, jetzt würde er sie bestimmt auslachen und für ein kleines albernes Mädchen halten. So ein Mist!
„Darf ich ihn trotzdem hören?“, kam er wieder darauf zurück. Ann guckte ungläubig.
„Du willst ihn wirklich hören?“ Als Levian nickte und sie überhaupt nicht auslachte, wie sie zuerst gedacht hatte, schluckte sie. Und dann wiederholte sie die Worte, die jetzt wieder ganz präsent in ihrem Kopf waren:

„Ich mit Dir – vertraue mir!
Freunde sind wir für alle Zeit
Gehen gemeinsam – Seit an Seit!
Die Wahrheit will immer unser sein
Zusammenstehen – für immer Dein!“

„Das war ja wie die Drei Musketiere! Einer für Alle – Alle für einen!“, sagte Levian begeistert, als sie fertig war. Er hielt sie also nicht für albern. Ann war erleichtert.
„Ja, genau! Dadurch ist das Ganze auch wirklich entstanden.“
„Echt?“
„Ja. Wir haben oft die Sonntage zusammen verbracht, meist haben die einen beim anderen übernachtet, oder umgekehrt. Oft waren wir bei Cat. Ihre Eltern, beide leben nicht mehr, waren für Jayden und mich wie eine zweite Familie. Jaydens Eltern, musst du wissen, sind Workaholics. Immer auf Reisen, immer unterwegs. Sie haben ihre Abwesenheit nur mit Geschenken kompensiert. Familienleben kam da zu kurz. Wir waren seine Familie, Cat und ich. Und ihre Eltern … Aber, wie gesagt, das ist eine andere Geschichte.“ Sie schüttelte den Kopf.
„Lebt Cat denn alleine?“
„Nein.“ Ann schüttelte den Kopf. „Ihre Patentante Sasha und deren Mann Nigel wohnen eigentlich auch hier. Da drüben, im Haupthaus sozusagen. Aber die beiden sind gerade auch auf Europareise. Sasha soll in Deutschland ihr erstes Buch veröffentlichen.“
„Wieso auch auf Europareise? Wer denn noch?“
„Meine Eltern. Sie sind in Italien. Deswegen wohne ich ja bei Cat. Das Sasha und Nigel nun kurzfristig weg mussten, konnte ja keiner ahnen, aber so ohne Beobachtung ist es auch mal ganz nett.“ Sie zwinkerte ihm zu. „Mein Dad soll in Italien eine Firma aufbauen und sie sind erstmal für ein Jahr dorthin gegangen. Ich sollte eigentlich mit, aber Sasha konnte meine Mom überreden, mich hier zu lassen.“
„Da bin ich aber froh!“, warf Levian ein. „Sonst wären wir uns vermutlich nie begegnet.“ Ann merkte, wie ihr die Röte ins Gesicht schoss. War das seine Art zu sagen, dass er sie mochte? Seine unmittelbare Nähe brachte sie ordentlich durcheinander und musste sich ablenken. Schnell wechselte sie das Thema, ohne auf seinen Einwurf einzugehen.
„Na ja, was ich eigentlich erzählen wollte war ja, dass wir uns gerne die alten Musketier Filme angesehen haben. Und dieser Zusammenhalt, dieses Einer für Alle – Alle für Einen – Ding, das hat uns fasziniert. Wir wollten auch so sein. Aber Jayden bestand darauf, dass wir unseren eigenen Spruch kreieren. Und so kam unser Schwur zu Stande.“
Levian hörte Ann aufmerksam zu.
„Das ist eine wirklich schöne Geschichte. Und Ric? Wie gehört er dazu? Außer, dass er mit Cat zusammen ist?“
„Ja, die beiden. Ric ist erst seit einigen Wochen in Eastport, hat aber Cats Herz fast im Sturm erobert“, sagte sie. „Die beiden passen wie zusammen, wie Arsch auf Eimer!“
„Du magst ihn?“
„Ja, doch. Wie soll ich sagen …“, sie suchte nach den richtigen Worten. „Ich glaube, er wird ein sehr guter Freund werden, und das in einer sehr kurzen Zeit. Ich weiß nicht, ob ihr Jungs bei anderen Jungs auf so etwas achtet, aber er hat einen unglaublichen Charme. Er ist immer irgendwie in Bewegung, sein Verstand scheint immer zu arbeiten, auf alles hat er eine Antwort, an allem ist er Interessiert. Mag sich anhören, wie ein Filou, ein Luftikus, aber wenn man mal hinter die Fassade blickt, dann erkennt man sehr schnell, dass man sich auf ihn verlassen kann. Er ist da, wenn du ihn brauchst. Ein Fels in der Brandung so zu sagen. Vor allem für Cat! Und das ist es, warum ich ihn mag.“
„Scheint aber eine komplizierter Geschichte zu sein, die die beiden gerade durchleben, wenn mein Eindruck richtig ist?“
„Na ja, da gibt es so das ein oder andere Ding, was nicht ganz … normal ist, würde ich sagen. Also, die beiden sind schon normal, aber die Umstände, die sie zusammen gebracht haben eben nicht. Aber – sei mir nicht böse, aber ich denke nicht, das es okay wäre, wenn ich dir –“
„Nein! Schon in Ordnung!“, wehrte er lachend ab. „Ich will meine Nase gar nicht in Dinge stecken, die mich nichts angehen. Es gibt genügend andere Dinge, um die ich mich tausendmal lieber kümmern möchte.“ Aus seinen Augen blitzte der Schalk.
Ann erkannte den geschickten Wechsel von eindeutig ernsthaftem Interesse auf ein zweideutiges Wortspiel, und sie fing den Ball, den er ihr so unverblümt zuwarf, ebenso geschickt auf: „Und die wären?“ Keck sah sie zu ihm hinauf.
Sie mochte Levian. Sehr sogar! Sie war sogar bereits auf dem besten Wege, sich rettungslos in ihn zu verknallen! Mit klopfendem Herzen wartete sie, ob er den Kurveball ebenfalls so gut fangen konnte, wie sie.
Und Levian war Baseballer durch und durch. Mit seinem spitzbübischen Grinsen lehnte er sich gegen die Fahrertür, den imaginären Ball in der Hand. „War das gerade eine Frage in deiner Frage?“
„Gut gefangen!“, nickte sie ihm anerkennend zu.
„Ich bin der beste Fänger in ganz Maine, das kannst du wohl glauben“, neckte er weiter.
„Und was fängst du so, im Allgemeinen?“
„Im Allgemeinen? Hm, warte, lass mich nachdenken.“ Er setzte eine Denkerstirn auf, rieb sich das Kinn und sah fragend in die Luft, als erwartete er, dass die Antwort per Luftpost vom Himmel fällt.
„Na du machst es aber spannend“, unterbrach Ann seine Tätigkeit grinsend.
„Gut Ding will Weile haben“, sagte er ernst. Zu ernst. Ann prustet los.
„Hey, das ist aber nicht die feine Art. Ruhe bitte – ich muss mich konzentrieren.“ Er warf ihr einen kurzen, strengen Blick zu. Ann kicherte leise weiter, hinter vorgehaltener Hand.
„Ah, jetzt hab ich’s!“ Er hielt den Zeigefinger in die Luft und zog wissend die Augenbrauen nach oben. Eine Manier, die Ann sehr an Mr. Hoops, ihren Kunstlehrer, erinnerte und sie erneut zum Lachen brachte. Worauf Levian sie wieder ernst ansah und mit gerunzelter Stirn und tiefer Stimme zurechtwies: „Ich muss doch sehr bitten, junge Dame! Das ist ein sehr ernstes Thema.“
„Entschuldigung! Tut mir leid. Kommt nicht wieder vor“, versprach sie und biss sich auf die Lippen, damit ihr kein Kichern mehr entweichen konnte.
„Gut! Also? Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, Fangen war das Thema. Also - im Allgemeinen fange ich nur kleine Fische. Aber heute“, brach er ab und warf sich stolz in die Brust, „heute habe ich das Gefühl, ich ziehe einen ganz großen Fisch an Land!“
„So wie mich?“ Oh nein!
Ann merkte, wie sie rot wurde. Sie konnte förmlich sehen, wie sie rot wurde. Oh Gott, war das peinlich! Sie hatte wieder nicht nachgedacht, sich von ihrem Übermut leiten lassen und saß jetzt echt in der Patsche. Und Levian machte nicht mal ansatzweise den Versuch, ihr daraus zu helfen.
Abwartend stand er am Auto, seine Mundwinkel zuckten verdächtig, und er sah ihr zu, wie sie versuchte, aus der Nummer wieder raus zu kommen. Doch Ann sagte nichts mehr. Sie hatte den Kopf gesenkt und musterte stumm den Boden unter ihren Füßen. Vielleicht tat er sich auf und verschluckte sie? Aber solange sie auch wartete, das tat er nicht.
„Hat es dem großen Fisch die Sprache verschlagen?“, fragte Levian nach einer Weile. Ann hob den Kopf und erkannte, dass er jetzt richtig breit grinste.
„Na, du amüsierst dich wohl prächtig, was?“
„Ja“, gab er hemmungslos zu. „Du etwa nicht?“
„Doch. Wahninnig. Sieht man das nicht?“ Ann stand da, rot wie eine Tomate, und wusste nicht, ob sie lachen oder weinen sollte.
„Doch, total! Aber wenn du jetzt noch die Mundwinkel ein kleines bisschen anhebst, dann -“
„Du Blödmann!“, prustete sie los und versetzte ihm einen Boxhieb gegen die Schulter.
„Aua!“, jaulte er auf. „Wofür war der denn?“
„Dafür, dass du mich verarscht hast.“
„Und der Blödmann?“
„Auch dafür, dass du mich verarscht hast.“
„Boah! Jetzt bin ich aber beleidigt. Wie willst du das jemals wieder gut machen?“
Ann packte der Übermut erneut. Sie kam einen Schritt näher, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen kurzen, flüchtigen Kuss. Auf die Wange.
„Holla die Waldfee! Und wofür war der?“ Levian sah sie überrascht an.
„Als Entschuldigung.“
„Cool! Box mich noch mal!“
„Warum sollte ich?“
„Ich will noch so einen“, gab er freimütig zu.
Ann grinste. „Wenn du mich ganz lieb bittest, bekommst du den vielleicht auch so.“
„Vielleicht?“ Er sah sie entsetzt an. „Dir ist schon klar, dass ich damit ein großes Risiko eingehe?“
„Ich dachte immer, Jungs wie du, suchen das Risiko?“
„Hmm. Jungs wie ich? Darüber muss ich erst mal eine Nacht schlafen. Ich sag dir morgen Bescheid, okay?“ Er tat so, als wolle er tatsächlich fahren, öffnete die Tür und machte Anstalten, einzusteigen.
„Halt! Warte!“ Ann legte ihm die Hand auf den Rücken. Das konnte doch jetzt nicht sein Ernst sein! „Die Bedingungen haben sich gerade geändert.“
Levian stoppte. „Das will ich hoffen“, sagte er und drehte sich langsam zu ihr herum. Das verschmitzte Lächeln war nun gänzlich aus seinem Gesicht verschwunden und seine blauen Augen sahen sie eindringlich an. „Denn Jungs wie ich, wollen kein Risiko mehr eingehen.“
„Sondern?“ Ann wurde ganz mulmig.
„Jungs wie ich wollen endlich ankommen.“
„Hast du ein Ziel?“
„Hab ich.“
„Ist es noch weit entfernt?“, hauchte Ann. Sein Gesicht war gefährlich nahe an ihrem.
„Ungefähr … zwei Zentimeter.“
Ann wollte noch etwas erwidern, aber bevor sie einen Ton raus brachte, waren seine Lippen schon auf ihren.
Angekommen.
(Leseprobe aus "Das Blut des Mondes" von Andrea Bielfeldt)

Und, freut Ihr Euch jetzt auch schon so auf die Fortsetzung, wie ich?! :) 

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 Natürlich gibt es auch bei mir wieder eine Gewinnspielfrage:

Die Teilnahmebedingungen findet Ihr übrigens *HIER*

Informationen zum Kreativ-Wettbewerb gibt es *HIER*

Und alle Gewinne könnt Ihr *HIER* sehen.
Nur so viel: Der Hauptpreis ist der absolute Hammer!!


Und auch die anderen Preise sind so toll, dass ich es schon bereut habe, dass ich Teil der Blogtour bin und selber nicht teilnehmen kann :-p

So, hier jetzt aber die Frage:

Welche 3 Protagonisten erneuern in der Fortsetzung "Das Blut des Mondes" einen Schwur, den sie sich in Kindertagen erstmals gegeben haben?

Schickt die Antwort mit dem Betreff "Blogtour" an Monina83@web.de

Ihr braucht nochmal alle teilnehmenden Blogs? Kein Problem:
Morgen also unbedingt nochmal bei der Autorin vorbeischan.

Ich hoffe, die Blogtour hat Euch genauso viel Spaß gemacht wie mir :)

1 Kommentar:

  1. Hallo Moni,
    Danke für diesen tollen Beitrag. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
    Lg Mel

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