Sonntag, 24. November 2013

Rezension: Forever - Das ewige Mädchen

Cover 




 Titel: Forever - Das ewige Mädchen
 Autor/in: Rebecca Hamilton
 Seitenzahl: 416
 Preis: 12,99 € (D)
 ISBN: 978-3-86278-839-2
 Bildquelle: http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/

Hexe! Sophia weiß genau, wie man sie im Dorf nennt. Sie kennt sich ja auch mit okkulten Riten aus und beschwört Geister. Was sie schrecklicher findet als den Hass der Dorfbewohner, ist das immer gegenwärtige Summen in ihrem Kopf, unter dem sie leidet, seit sie achtzehn wurde. Um es endlich zum Schweigen zu bringen, wendet sie einen Zauber an – der misslingt. Denn aus dem Summen werden plötzlich flüsternde Stimmen, und dunkle Gestalten erscheinen. Einer von ihnen ist der geheimnisvolle Charles, zu dem Sophia sich magisch hingezogen fühlt. Welchen Fluch sie geweckt hat, erfährt sie erst durch eine alte Schriftrolle: Ihre Vorfahrin Elizabeth war eine Hexe, die mit achtzehn eines grausamen Todes gestorben ist …

Sophia ist eine Wicca, macht sich dadurch aber in ihrem Dorf nicht gerade beliebt. Doch damit nicht genug: Sie hört auch ständig ein Summen in ihrem Kopf, das sie einfach nicht abstellen kann. Erst als sie von ihrer Vorfahrin erfährt, die als Hexe verurteilt wurde, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Familiengeschichte und findet heraus, was es mit den Stimmen in ihrem Kopf auf sich hat.

Aber dadurch werden auch andere auf sie aufmerksam und schon bald ist sie umgeben von unheimlichen Gestalten, die ihr bisheriges Weltbild zum Einsturz bringen. Sie eröffnen ihr eine neue Sichtweise: Sind die Stimmen vielleicht gar kein Fluch, sondern eine Gabe? Und kann sie damit eine Welt verändern, von der sie bis jetzt noch gar nichts gewusst hatte? 

Eine spannende Suche beginnt, bei der sich Sophia nicht nur selbst findet, sondern auch die Wahrheit über den geheimnisvollen Charles und seine Welt.
Der Anfang des Buches gefiel mir sofort sehr gut. Man lernt Sophia kennen, die es nicht gerade einfach hat in ihrem Dorf, da sie so ganz anders ist, als die restlichen Bewohner. Sie ist eine Wicca und versucht sich an dem ein oder anderen harmlosen Zauber. Damit ruft sie jedoch kirchliche Fanatiker auf den Plan, die ihr das Leben schwer machen. Sofort hatte ich Mitleid mit der jungen Frau und fand sie sehr sympathisch, da sie ihren eigenen Weg geht und sich von nix und niemandem davon abbringen lässt. Sehr schön fand ich auch, dass Sophia schon 22 Jahre alt ist, also kein typischer Teenie mehr, wobei sie manchmal doch sehr naiv ist, so dass man fast schon vergessen kann, dass sie eigentlich schon erwachsen ist. Trotzdem macht sie eine tolle Entwicklung durch, in dem sie erst nach und nach erfährt, was wirklich in ihr steckt, so dass ihre Kräfte sich erst nach und nach zeigen und man sein anfängliches Bild von einer hilflosen kleinen Wicca, die gerettet werden muss, schließlich doch noch überdenken muss. Das gefiel mir sehr gut und hat mich am Ende total für die Protagonistin eingenommen.

Als Sophia dann das erste Mal auf ein paar magische Wesen trifft, war ich richtig begeistert, mehr von diesen Geschöpfen zu erfahren. Doch ich muss zugeben, dass es plötzlich sehr viele, sehr unterschiedliche Informationen auf einmal gibt, die mich fast schon den Überblick verlieren ließen. Dennoch ergeben die magischen Wesen ein schönes Ganzes und die ganze Idee folgt einem roten Faden, der immer wieder erklärt wird, so dass ich am Ende ein komplettes Bild von Sophias und Charles Welt hatte.

Etwas weniger gefiel mir die Liebesgeschichte. Natürlich ist von Anfang an klar, dass Sophia und Charles sich verlieben werden. Auch, dass sie sich zu Beginn gegen die Gefühle wehren, ist noch verständlich, doch irgendwann nervte mich dieses ständige Hin und Her und als die beiden dann plötzlich ein Paar waren, konnte ich das so gar nicht nachvollziehen. Und auch die Beziehung war mir anfangs zu kalt und wenig überzeugend. Mir haben das Feuer, die Leidenschaft und tiefe Gefühle gefehlt. Am Ende konnte ich davon zum Glück doch noch etwas erkennen, was mich hoffen lässt, dass der Funke für diese Liebesgeschichte im Folgeband noch zu mir überspringen wird.

Sehr gut gefiel mir der Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es immer wieder mit ein paar geschickten Einspielungen, den Leser am Ball zu halten, auch wenn es einige Teile im Buch gab, in denen nicht so viel passiert ist. Der Autorin Rebecca Hamilton gelingt  es außerdem sehr gut, Spannung zu erzeugen. Sie deckt immer wieder kleine Geheimnisse auf, nur um im selben Augenblick neue zu erschaffen, die einen geradezu zum Weiterlesen zwingen. Das Ganze führt schließlich zu einem riesigen, spannungsgeladenen Showdown, in dem die Charaktere noch einmal so richtig zeigen müssen, was in ihnen steckt. 

Nach diesem tollen Showdown beruhigt sich die Geschichte erst einmal wieder, gibt aber gleichzeitig einen schönen Ausblick auf das Geschehen des Folgebandes, denn die Geschichte von Sophia, Charles und dem Universum ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Ich freu mich jedenfalls schon darauf, mehr zu erfahren und zu erleben, wie es mit all den magischen Wesen weitergeht.
„Forever – Das ewige Mädchen“ gefiel mir sofort sehr gut mit seiner Idee, die vielleicht nicht ganz neu ist, aber doch einige neue Aspekte mit sich bringt. Ein paar kleine Durststrecken während der Geschichte, werden durch das große Finale und einige tolle  Überraschungsmomente schnell vergessen, so dass man sich auf jeden Fall auf die Fortsetzung freut.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.
http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezension, liebe Moni <3
    Ich bin mir immer noch nicht so ganz sicher, ob das Buch was für mich ist, aber wenn ich es mal günstig kriegen kann, dann kaufe ich es mir :)

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  2. Ich habe das Buch auch noch hier stehen und bin mal gespannt :)

    LG Chrisy

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  3. Hey Moni,
    ich habe dir übrigens auch ein Stöckchen zugeworfen:
    http://rozasleselieblinge.blogspot.de/2013/11/weihnachtsstockchen.html

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