Sonntag, 9. März 2014

[Rezension] Der Kuss der Göttin

Cover 




 Titel: Der Kuss der Göttin
 Autor/in: Aprilynne Pike
 Verlag: cbj
 Seitenzahl: 416
 Preis: 16,99 € (D)
 ISBN: 978-3-570-15618-6
 Bildquelle: http://www.randomhouse.de/cbjugendbuch/
Tavia ist die einzige Überlebende eines Flugzeugabsturzes, bei dem auch ihre Eltern ums Leben kamen. Schwer verletzt  kommt sie bei entfernten Verwandten unter und muss lernen sich wieder auf das Leben und die Zukunft einzulassen.

Doch bald kommt es zu seltsamen Ereignissen: Sie sieht plötzlich Dreiecke an Häusern, die sonst keiner sieht und lässt Dinge aus dem Nichts auftauchen. Kann ihr der junge Mann namens Quinn, der ihr immer wieder begegnet, Erklärungen liefern oder sollte sie sich doch lieber an Benson halten, der ihr seit dem Unfall immer mit Rat und Tat zur Seite stand?

Aber auch ihre Pflegeeltern scheinen etwas zu verheimlichen und bald weiß das junge Mädchen nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Da hilft nur eines:  Sie macht sich auf die Suche nach Antworten und gerät dabei einem sehr alten Geheimnis auf die Spur … .
Das Buch beginnt damit, dass man erfährt, dass Tavia einen Flugzeugabsturz überlebt hat, ihre Eltern dabei aber ums Leben kamen. Sofort hatte ich Mitleid mit der Protagonistin und habe mich gefragt, was passiert ist, dass ausgerechnet das junge Mädchen von 256 Passagieren überlebt hat.

Fortan begleitet man Tavia zu ihren Therapien, lernt ihren besten Freund Benson kennen und bemerkt schnell, dass sich zwischen den beiden mehr entwickeln könnte. 

Als die Protagonistin dann auf den jungen Quinn trifft, dachte ich, die Geschichte würde an Fahrt aufnehmen, doch stattdessen tröpfelt die Story erst einmal so vor sich hin und meiner Meinung nach dauert es viel zu lange, bis Tavia sich endlich auf die Suche nach Antworten macht und so richtig Spannung aufkommt. Leider wird durch den Klappentext sehr viel von der Spannung genommen, da man so von Anfang an weiß, was es mit Tavia auf sich hat. Es ist also das Beste, wenn man bei diesem Buch den Klappentext nicht liest und so die ganzen Spoiler vermeidet, die einem die Antworten vorweg nehmen.

Mit der Protagonistin Tavia bin ich leider nicht so recht warm geworden. Obwohl das Buch in Ich-Form geschrieben ist, was ich eigentlich sehr gerne mag, kamen die Gefühle des jungen Mädchens nicht wirklich bei mir an. Für mich handelte sie oft kopflos. Sobald sie Bruchstücke von Informationen hat, reagiert sie darauf, ohne sich vorher die ganze Geschichte anzuhören. Manche wichtigen Hinweise überhört sie dagegen ganz und gerät so natürlich noch mehr in Gefahr. Ein bisschen weniger impulsives Verhalten hätte Tavia in meinen Augen sicher gut getan.

Die Dreiecksgeschichte, die man schon aufgrund des Klappentextes erahnen kann, ist in diesem Buch zum Glück einmal ganz anders. Natürlich hat auch hier die Protagonistin ganz plötzlich Gefühle für einen völlig Fremden, den sie nur ganz kurz gesehen hat und nicht wirklich kennt, aber das ist nicht das Ende der Geschichte, denn die Autorin führt den Leser auf einmal in eine ganz andere Richtung, die von der üblichen Dreiecksgeschichte abweicht und den Leser durchaus begeistern kann. 

Sehr gut gefiel mir, dass man nicht genau weiß, wer die Guten und wer die Bösen sind, wer es gut mit Tavia meint und wer nicht. Das sorgt natürlich zusätzlich für Spannung und obwohl man schon früh eine Ahnung hat, die von der Autorin durch versteckte Hinweise angestachelt wird, macht es doch Spaß mit Tavia Antworten zu finden und am Ende Licht ins Dunkel zu bringen. Trotzdem behält sich Aprilynne Pike ein paar Geheimnisse, die den Leser sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lassen.

Anfangs braucht man etwas Geduld, da die Geschichte ein paar Seiten braucht, um in die Gänge zu kommen, doch wenn man den Klappentext nicht liest, kann man sich gemeinsam mit der Protagonistin Tavia schon bald auf eine spannende Suche nach Antworten machen. Selbst als Leser weiß man nicht sofort, wer Freund und Feind ist und muss deshalb auch miträtseln und die Hinweise der Autorin zusammensetzen, was zusätzlich für Lesespaß sorgt. Tavia ist zwar nicht die sympathischste Protagonistin, aber ich hoffe, dass sie sich in den Folgebänden noch entwickelt und dann ihrem Erbe und ihrer Vergangenheit gerecht wird. Die Reihe hat auf jeden Fall Page-Turner-Potential.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

http://www.randomhouse.de/cbjugendbuch/



Kommentare:

  1. Tolle Rezension! Du hast mich neugierig gemacht.
    LG, Gisela

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  2. Hi Moni,

    ich fand das Buch auch sooo gut und hoffe, dass bald Band 2 erscheint. Ich möchte wissen wie es weiter geht. :)

    Dir noch einen schönen Sonntag ❤

    Lg,
    Micha

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  3. Will ich auch^^ schöne Rezi wieder einmal , danke Moni

    LG Simona

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