Samstag, 31. Mai 2014

[Rezension] Herz verspielt

Keine Kommentare:
Cover 




 Titel: Herz verspielt
 Autor/in: Simone Elkeles
 Verlag: cbt
 Seitenzahl: 400
 Preis: 12,99 € (D)
 ISBN: 978-3-570-30904-9

 Bildquelle: http://www.randomhouse.de/cbt/
"Als ihr Freund sie betrügt, indem er als Quarterback beim Erzrivalen anheuert, sieht die Football- Spielerin Ashtyn rot. Wenn sie die Meisterschaft nicht gewinnt, kann sie sich ihr Sportstipendium abschminken und wird in diesem elenden Nest in Illinois verschimmeln! Eine Idee muss her, um diese Schmach für das Team auszubügeln. Schnell hat Ashtyn einen genialen Plan ... Einziger Nachteil: Sie müsste diesen Bad Boy Derek einweihen. Einen Typen, der Ärger magisch anzieht. Sie weiß, es ist ein Spiel mit dem Feuer. Aber hat sie eine andere Wahl?"
(Quelle: http://www.randomhouse.de/Paperback/Herz-verspielt-Band-1/Simone-Elkeles/e451388.rhd)

Ashtyns Leben ist nicht perfekt, aber sie ist zufrieden damit: Ihr Freund Landon ist Quaterback in ihrer gemeinsamen Footballmannschaft und sie hofft darauf, die Meisterschaft zu gewinnen. Doch dann wird Ashtyn Landon bei der Wahl des Mannschaftskapitäns vorgezogen und Landon ist alles andere als begeistert darüber. 

Doch das ist nicht Ashtyns einziges Problem, denn ihre Schwester Brandi taucht plötzlich wieder bei ihnen zuhause auf und im Schlepptau hat sie ihren 17jährigen Stiefsohn Derek, der so ganz anders ist als Landon und Ashtyn zur Weißglut treibt. Das Schlimmste jedoch ist, dass sie sich immer mehr zu ihm hingezogen fühlt … .
Ein neues Buch von Simone Elkeles musste ich natürlich unbedingt lesen und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. 

Im ersten Kapitel lernt man gleich mal Derek kennen und erlebt, was hinter seinem Bad-Boy Image wirklich steckt, denn im Grunde besteht dieses eigentlich mehr aus harmlosen Scherzen, die teilweise sogar richtig witzig sind, als aus wirklich schlimmen Vergehen. Das fand ich toll, denn eine Lovestory mit einem echten Kriminellen würde bei mir ehrlich gesagt nicht so gut ankommen. Doch so konnte ich erleichtert weiterlesen und Derek hatte auch bald mein Herz erobert. Er hat seine eigene Vorgeschichte und sicher ist es nicht einfach in seiner Haut zu stecken, doch er macht das Beste daraus und geht seinen Weg.

Danach springt die Geschichte erst einmal zu Ashtyn und man lernt sie und ihr Leben etwas kennen. Ich fand es wirklich toll, dass auch Ashtyn kein sorgenfreies Leben führt. So war es nicht dieses typische „reiches Mädchen trifft auf Bad-Boy“. Das fand ich wesentlich authentischer und schöner. 

Fortan wird das Buch immer im Wechsel aus Dereks und Ashtyns Sicht erzählt, was ich immer total gerne mag, da man so die Gefühle und Gedanken beider Protagonisten hautnah miterlebt. 

Schon beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Protagonisten merkt man, dass zwischen den beiden eine besondere Verbindung besteht, dass richtig die Funken sprühen. Doch die Autorin Simone Elkeles lässt ihre Leser ordentlich zappeln. Ich fand es richtig klasse, dass die beiden sich zwar anscheinend sofort ineinander verlieben, dass aber erst einmal richtig die Fetzen fliegen. Durch die ständigen Zankereien und witzigen Wortwechsel kam eine große Prise Humor in die Geschichte, die mich immer wieder breit grinsen ließ. Trotzdem hat die Story auch einige ernste Themen, die häufig mit einfließen und den Leser zum Nachdenken bringen, aber nur soweit, dass sie die Leichtigkeit der Geschichte nicht unnötig belasten. 

Der Schreibstil ist dabei der Zielgruppe angepasst. Derek redet, „wie ihm der Schnabel gewachsen ist“ und so, wie es Jungs in seinem Alter eben tun. Dadurch bekommt die Story geradezu eine Leichtigkeit, die für Jugendliche wirklich ideal ist und auch älteren Lesern ein paar schöne, locker-leichte Lesestunden beschert. Ich bin geradezu durch das Buch geflogen und hab richtig Zeit und Raum vergessen, so sehr bin ich in die Geschichte von Derek und Ashtyn eingetaucht und habe einem Happy End entgegen gefiebert.
Simone Elkeles hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrer Geschichte total zu begeistern. Der Schreibstil ist jugendlich und leicht zu lesen, die Protagonisten sind sympathisch und authentisch und die Dialoge sorgen für ordentlich Humor. Eine wirklich schöne Lovestory für Jung und Alt.


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.
http://www.randomhouse.de/cbt/

Donnerstag, 29. Mai 2014

Unendlich - Bookrelease Party Spiel Nr. 3

Keine Kommentare:

Das 3. Spiel von Alana Falks Bookrelease Party zu "Unendlich" ist online:

  Spiel Nummer 3: Unendlich-Satz - Anti-Tabu

Die Preise für dieses Spiel
1 x Goodiepaket (Magnet, Aufkleber, 3 x signierte Lesezeichen)
2 x Paket mit drei signierten Lesezeichen

Die Aufgabe:
Alle zusammen bilden wir einen unendlich langen Satz, Punkte sind verboten, alles andere ist erlaubt. Gern darf es lustig und vollkommen sinnlos sein, Hauptsache es geht weiter. Ihr dürft gern mehrmals posten, so oft ihr Lust habt.

Die Regeln:
In jedem Post müssen zwei der folgenden Wörter vorkommen, aber nicht die zwei, die der Vordermann benutzt hat:
unendlich, verirrt, Seele, Magie, Herz, Liebe, Pflanze, Chemie, Pergament
Jeder, der einen Teil zum Unendlich-Satz beiträgt, nimmt an der Verlosung zu diesem Spiel teil.

  ACHTUNG: Der lustigste Teil-Satz wird mit einem Lesezeichenpaket belohnt, also votet mit "gefällt mir", welchen ihr am lustigsten findet.

Auf die Plätze, fertig, los!

Hinweis: Ihr könnt an diesem Spiel teilnehmen, bis die Party endet. (Im Juni)
Es gelten die gleichen Teilnahmebedingungen wie für alle Spiele. Ihr findet die genauen Bedingungen hier: http://alanafalk.jimdo.com/2014/05/02/unendlich-bookrelease-party-feier-mit-und-gewinne/

Party-FAQ:
https://www.facebook.com/events/1412129959060420/permalink/1418617421745007/

[Rezension] 28 Tage lang

Kommentare:
Cover 




 Titel: 28 Tage lang
 Autor/in: David Safier
 Verlag: Kindler
 Seitenzahl: 416
 Preis: 16,95 € (D)
 ISBN: 978-3-463-40640-4
 Bildquelle: http://www.rowohlt.de/verlag/kindler






"Was für ein Mensch willst Du sein?

Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage.

28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.

28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.

28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.

28 Tage, um eine Legende zu werden."
(Quelle: http://www.rowohlt.de/buch/David_Safier_28_Tage_lang.3010748.html)

Mira lebt als Jüdin im Warschauer Ghetto und muss dort miterleben, wie die Deutschen mit ihrem Volk umgehen. Ihre Kindheit ist ab dem Zeitpunkt vorbei, als sich ihr Vater das Leben nimmt und ihr älterer Bruder zur Judenpolizei geht, denn ab jetzt muss sich Mira darum kümmern, dass ihre Mutter, ihre kleine Schwester Hannah und sie etwas zu essen haben. Doch während sie mit ihrer Schmuggelei am Anfang noch gut zurecht kommen, spitzt sich die Situation im Ghetto immer weiter zu und irgendwann muss sich Mira entscheiden: Soll sie sich verstecken, oder sich dem Widerstand anschließen und endlich zurückschlagen?

Doch während Mira noch nicht bereit ist, aktiv gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen, passiert etwas, das ihr Leben noch einmal von Grund auf ändert und sie schließlich doch dazu bringt, sich dem Widerstand anzuschließen. Von da an es für Mira um mehr, als nur ums nackte Überleben, es geht um die Frage: Was für ein Mensch sie sein will. 


Das Buch beginnt sofort sehr spannend: Mira ist gerade dabei Essen ins Ghetto zu schmuggeln, wird jedoch als Jüdin erkannt und läuft Gefahr getötet zu werden. Dieser Anfang machte es mir leicht, in die Geschichte einzutauchen, denn ich hatte sofort Gänsehaut und fieberte mit Mira mit. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit dem Mädchen weitergeht und was sie noch alles im Ghetto erlebt. Nach dieser ersten spannenden Szene, beruhigt sich die Situation erst einmal wieder und man bekommt Zeit Mira, ihre Familienverhältnisse und ihr Leben im Ghetto kennenzulernen. Ich fand diesen Einstieg sehr gut gewählt, war aber auch froh, dass ich danach erst einmal wieder durchatmen konnte.

Obwohl die Geschichte dann erst einmal etwas ruhiger wird, merkt man doch, wie sich die Situation im Ghetto langsam zuspitzt. Nach und nach passieren immer mehr schreckliche Dinge, die einem richtig Gänsehaut über den Rücken jagen, die einen, obwohl man schon einiges über dieses Thema gelesen hat, sprachlos zurücklassen und immer wieder die Frage aufwerfen: Wie würde ich in dieser Situation reagieren. Dabei fand ich es wirklich gut, die Geschichte einmal aus Sicht einer Betroffenen zu lesen und doch zu wissen, dass diese Person frei erfunden wurde. So konnte ich mich gut in die Geschichte hineinfühlen und hatte trotzdem den nötigen Abstand. Überhaupt finde ich, dass es David Safier sehr gut gelungen ist, die Balance zwischen Fiktion und realen Geschehnissen und Personen zu halten. 

Der Schreibstil ist trotz dieser schrecklichen Geschehnisse locker und leicht zu lesen. Der Autor bedient sich außerdem einer sehr modernen Sprache, was mancher vielleicht unpassend für die Zeit, in der das Buch spielt, empfindet, ich fand es jedoch nicht störend und da der Autor vor allem auch Jugendliche mit dieser Geschichte ansprechen möchte, trifft er mit dem Schreibstil sicher deren Geschmack.

Durch den lockeren Schreibstil und die immer weiter ansteigende Spannung, klebt man förmlich an den Seiten und möchte immer weiter und weiter lesen, um zu erfahren, wie die Geschichte für Mira und ihre Lieben endet. Dabei befürchtete ich natürlich das Schlimmste und hoffte doch gleichzeitig das Beste, da mir die Protagonistin schnell ans Herz gewachsen ist und ich nichts lieber wollte, als dass sie heil aus dieser Sache herauskommt. 

Doch bevor man am Ende ankommt, muss man sich durch viele Gefahren begeben, viel Ungerechtigkeit und einige Verluste erleiden und sich immer wieder fragen: Was für ein Mensch möchte ich sein?

Dem Autor David Safier ist es in meinen Augen mehr als gelungen den Leser mit seinem Buch „28 Tage lang“ die Geschehnisse im Warschauer Ghetto näherzubringen. Durch Spannung, einen lockeren Schreibstil und einer guten Mischung aus Fiktion und Realität gelingt es ihm auch junge Leser für dieses Thema zu sensibilisieren. Dieses Buch bewegt, rüttelt auf, lässt einen sprachlos und nachdenklich zurück und geht sicher nicht spurlos an seinen Lesern vorbei.


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

http://www.rowohlt.de/verlag/kindler