Sonntag, 17. Januar 2016

[Rezension] Die 5. Welle

Cover 



 Titel: Die 5. Welle
 Autor/in: Rick Yancey
 Verlag: Goldmann
 Seitenzahl: 496
 Preis: 16,99 € (D)
 ISBN: 978-3-442-31334-1

 Bildquelle: http://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd




"Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ..."
(Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Die-fuenfte-Welle/Rick-Yancey/Goldmann/e420095.rhd)


Zuerst dachten die Menschen noch, die Anderen kämen in Frieden, doch nach der vierten Welle sind kaum noch Menschen übrig, die sich Gedanken über die tatsächlichen Absichten der Anderen machen könnten.
Auch Cassie musste am eigenen Leib erleben, dass die Wellen nur Tod und Zerstörung bringen und die übriggebliebenen Menschen gegeneinander aufhetzen. Deshalb lebt sie auch nach dem Grundsatz „Traue niemandem“. Doch sie will ihren kleinen Bruder Sammy finden, den die Anderen mitgenommen haben und dafür braucht sie Hilfe.
Deshalb wirft sie all ihre Prinzipien über Bord, denn für sie zählt nur eines: Sie will Sammy finden. Doch  wird das überhaupt noch wichtig sein, wenn erst die fünfte Welle über sie alle hinweggerollt ist?

Da ja demnächst der Film im Kino läuft, wollte ich unbedingt vorher noch das Buch lesen.

Etwas überrascht war ich über den Einstieg, denn wir finden uns nach der vierten Welle mit Cassie allein im Wald wieder. Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet, dass zuerst die Anderen auftauchen würden und man die Wellen hautnah miterlebt. Stattdessen erfährt man davon nur durch Cassies Erinnerungen. Sie berichtet dem Leser davon, als würde sie zu ihm sprechen, was ich echt super fand. So wurde man direkt ins Geschehen hineingezogen und wurde sofort von den Ereignissen mitgerissen. Ich war vom ersten Moment an in der Geschichte gefangen und habe mit Cassie gelitten, die so viel erleiden musste.

Cassie selber gefiel mir wirklich sehr gut. Sie musste sehr viel mitmachen und wirkt auf den ersten Blick trotzdem total taff und mutig. Blickt man aber hinter die Fassade, ist sie doch auch nur ein verängstigtes kleines Mädchen, das nur für ihre Familie stark ist und sich aber sonst auch nur nach jemandem sehnt, der ihr sagt, was sie tun soll und für sie da ist. Die Protagonistin war also weder die perfekte Superheldin, noch das unscheinbare hässliche Entlein, das sich zum Schwan verwandelt. Endlich einmal eine Hauptdarstellerin, die sich von den übrigen etwas abhebt.

Während ich mich also mit Cassie auf den Weg durch die „kaputte Welt“ machte, erfuhr ich immer mehr von den Anderen, aber eben nur aus Cassies Sicht. Umso überraschter war ich, als plötzlich völlig unvorbereitet die Erzählperspektive zu einem jungen Mann wechselte. Anfangs verstand ich gar nicht, worauf der Autor hinauswollte, doch als man den Namen des Darstellers erfuhr war ich total begeistert. Es versprach noch einmal richtig spannend zu werden und der Junge brachte zudem noch eine ganz andere Sichtweise in die Geschichte. Ich fand es toll und konnte mich kaum entscheiden, welche Perspektive ich lieber lese. 

Doch wenn man jetzt denkt, dass man danach wieder in Cassies Gedanken eintauchen kann,  liegt man falsch, denn Rick Yancey hält noch eine Überraschung für seine Leser bereit, indem er noch eine dritte Sichtweise mit einbaut, über die ich sogar noch begeisterter war. So erlebte ich die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven und konnte mir ein super Gesamtbild von den Geschehnissen machen und war richtig gefangen.

Insgesamt war das Buch wirklich auf jeder einzelnen Seite spannend. Dem Autor gelingt es trotz verschiedener Perspektiven den Leser über viele Dinge im Dunkeln zu lassen, um ihn dann gemeinsam mit den Protagonisten zu überraschen und wieder alles in Frage zu stellen, was man glaubt, inzwischen über die Anderen zu wissen. Ich fand es richtig genial, wie mich Rick Yancey manchmal an der Nase herumführte und Zweifel in mir streute, bis ich am Ende doch feststellen musste, dass es so war, wie ich zu Anfang dachte, aber es ist, wie Cassie sagt: „Traue niemandem!“ :)

Zum Ende des Buches schickt Rick Yancey seine Leser noch einmal in einen grandiosen und Gänsehaut verursachenden Showdown, der zum Glück nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet, so dass sich der Leser am Schluss doch etwas von diesen spannungsgeladenen 480 Seiten erholen kann. Aber eigentlich muss ich sagen: Ich möchte einfach nur sofort weiterlesen.
Dieses Buch ist wirklich grandios. Es beginnt ganz anders, als ich erwartet hatte und der Autor Rick Yancey hält wirklich einige Überraschungen für seine Leser bereit. Obwohl die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man sich somit immer wieder ein neues Bild von den Ereignissen machen konnte, konnte man sich nie zu 100 % sicher sein, dass etwas wirklich so ist, wie es scheint, was einen unglaublichen Lesesog bei mir erzeugt hat. Zudem war das Buch auf jeder einzelnen Seite total spannend und hielt mich dermaßen gefangen, dass ich bis in die späten Abendstunden hineingelesen habe, da ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Was für ein Buch! Es hat wirklich die absolute Höchstwertung verdient. 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.


http://www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd

Bildquelle und Infos: *HIER*

1 Kommentar:

  1. Hey Monika,
    ich habe das Buch auch letztens gelesen, fand es aber irgendwie zu faktenreich und emotionslos. Das mit den Perspektiven fand ich ebenfalls schwierig. Ich hab erst nach einer Weile gecheckt, dass da ja noch wer anders ist und hab mich die ganze Zeit gefragt wieso Cassie von eine Sissy spricht. wo sie doch immer nur ihren Bruder erwähnt hat. Voll strange. :D
    Alles war auch so düster und hoffnungslos, alleine am Ende konnte es mich noch ein kleines bisschen begeistern. Ich hoffe der Film ist besser. Hast du den schon gesehen?

    Liebe Grüße,
    Liss <3

    AntwortenLöschen