Mittwoch, 25. Mai 2016

Selfpublisher? Jederzeit

Liebe Leser,

wer mich und meinen Blog kennt, weiß, dass ich noch nie einen Beitrag geschrieben habe, in dem ich einfach nur meine Meinung zu einem Thema kundtue ... bis heute. Denn dieses Thema brennt mir wirklich auf dem Herzen und auf der Seele.

Selfpublisher - Nein danke

Momentan geht es in der Bloggerszene hoch her und einige erklären öffentlich und in einem ausschweifenden Artikel, dass sie keine Bücher von Selfpublishern (mehr) lesen und warum.
Diese Art von Blogposts scheint sich in letzter Zeit echt zu häufen, denn gestern habe ich eine Nachricht von einer sehr netten Autorin bekommen, die mich fragte, ob es wirklich so schlimm wäre und ob sie als Selfpublisherin in Zukunft darauf verzichten sollte, Anfragen an Blogs zu verschicken.

Meine klare Antwort: Bitte nicht!!

   

Meine Erfahrungen

Seit es diesen Blog gibt (und das sind immerhin jetzt schon mehr als 4 Jahre), erhalte ich Anfragen von Selfpublishern via E-mail, über Facebook oder Twitter. Einige davon habe ich angenommen, andere abgelehnt, copy&paste Nachrichten einfach gelöscht.

Ganz ehrlich, hätte ich diese Anfragen nicht, mir würde etwas fehlen. Denn genau durch solche E-mails habe ich schon grandiose Bücher entdeckt, bin auf tolle Autoren aufmerksam geworden und habe sehr nette Kontakte geknüpft, die ich auf den Buchmessen gerne treffe. Einige großartige Aktionen hier sind nur durch Selfpublisher entstanden und all das wäre mir entgangen, würden diese Autoren keine Blogger mehr anschreiben!

Ich verstehe wirklich nicht, warum sich so viele gegen Selfpublisher ausprechen und ich muss sagen, das bricht mir irgendwie das Herz!
Für mich ist es nicht wichtig, ob das Buch über einen Verlag erschienen oder selbst herausgebracht wurde. Für mich zählt nur die Geschichte!

Das Argument, dass viele Selfpublisher-Bücher vor Rechtschreibfehlern nur so strotzen würden und viele kein professionelles Lektorat durchlaufen hätten, kann ich nicht bestätigen!! Im Gegenteil, bisher ist es mir nur ein einziges Mal passiert, dass ich ein solches Buch in den Händen hatte und dabei lese ich viel, sehr viele Selfpublisher-Bücher. Ich kann also nicht verstehen, woher dieses Gerücht kommt und wieso es sich so hartnäckig hält!

Doch zurück zu den Anfragen: Natürlich freut man sich immer, wenn sich die E-mailschreiber vorher auf dem Blog umsehen. Hier bei mir gibt es z.B. eine extra Seite "Für Autoren", auf der sie genau nachlesen können, was ich bei einer solchen Anfrage erwarte. Ich will es gar nicht schönreden, auch ich erhalte E-mails, in denen diese Regeln missachtet werden, von Leuten die nur kurz auf meinem Blog waren, um meine E-mailadresse rauszufinden, doch dann steht es mir frei, diese jederzeit unkommentiert einfach zu löschen. Wieso sich aufregen und Energien verschwenden, wenn es heutzutage doch so einfach ist, jemanden zu ignorieren?! 
Und ich muss sagen, diese E-mails sind bei meinen Anfragen echt in der Minderheit. Meistens oder sollte ich sagen fast immer bekomme ich Nachrichten mit persönlicher Anrede, in denen sich die Autoren selbst und ihre Bücher vorstellen. Die nett und höflich sind und bei denen es mir oft auch schwerfällt eine Absage zu erteilen (weil es mir häufig aus Zeitgründen einfach nicht möglich ist, alle Angebote anzunehmen).

Meine Absagen, meine Kritik, meine Rezensionen (auch negative), alles wurde bis jetzt durchweg positiv aufgenommen. Ich hatte ausschließlich sehr nette Kontakte zu Selfpublishern und bin überglücklich und stolz darauf, dass deren Bücher momentan 1/3 meines gesamten Bücherzimmers einnehmen.  

 

Selfpublishern eine Chance geben

Genau wie Denise in ihrem Artikel "Eine Lanze für Selfpublisher - oder auch wer lesen kann ist klar im Vorteil" möchte ich deshalb heut ebenfalls eine Lanze für Selfpublisher brechen. Denn wie Denise so schön sagt: "Ein Verlag ist kein Qualitätssiegel". Qualität gibt es überall und nur weil es durch das Selfpublishing einfacher geworden ist, ein Buch herauszubringen, heißt das noch lange nicht, dass diese Bücher nichts wert oder nicht mit viel Herzblut, Schweiß und Arbeit erschaffen worden sind.   

Meine Bitte an alle Leser: Schert nicht alle Selfpublisher über einen Kamm und geb ihnen eine Chance. Es lohnt sich wirklich, denn dadurch kann man so manchen "verborgenen Schatz" entdecken.

Meine Bitte an die Autoren: Hört nicht auf, Blogger anzuschreiben (schaut Euch vielleicht nur genauer auf den Blogs um, die Ihr anschreiben wollt), denn eigentlich geht es doch nur um eines: 

Die gemeinsame Liebe zum geschriebenen Wort


 

Kommentare:

  1. Hi!
    Ich sage dazu auch nicht nein, denn ich habe schon viele tolle Bücher gelesen und werde es auch weiterhin machen.
    Lg sonja

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  2. Sehr schön gesagt!

    Um ehrlich zu sein verstehe ich es auch nicht wieso so viele was gegen Selfpublisher haben. Es gibt so viele Schätze bei denen es sich lohnt gelesen zu werden! Eher sollte man diese Personen doch unterstützen ...
    Als ich grad gelesen habe, dass viele was gegen Self publisher haben, nur wegen den Rechtschreibfehlern, musste ich an meinen Anfang denken, als mein Blog nur vor Rechtschreibfehler gestrotzt hat (und es heute wahrscheinlich auch noch tut). Natürlich ist es störend, wenn man Rechtschreibfehler liest, aber bisher ist mir das nie aufgefallen. Vor allem kann es nicht nur Self publishern so gehen. Ich hab auch schon in einigen Büchern von Verlagen Fehler entdeckt....

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    1. Danke, Alisia. Ja irgendwie hält sich leider das Gerücht mit den Rechtschreibfehlern. Ich hoffe, da gibt es irgendwann wieder ein Umdenken!

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  3. Guten Morgen Monika,
    vielen Dank für dein Post, den ich direkt unterschreiben möchte! Ich habe mir gestern die Mühe gemacht und einen dieser ausschweifenden Beiträge gelesen. Auch einen ausschweifenden Kommentar dazu geschrieben. Ich finde es unfair, die Selfpublisher über einen Kamm zu scheren. Denn, wie du schon schreibst, ein Verlag ist kein Qualitätsmerkmal.

    Ich wünsche dir einen tollen Tag!

    Ganz liebe Grüße
    Steffi

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    1. Danke, Steffi. Genau darum geht es: Man kann einfach nicht alle über einen Kamm scheren. Meiner Meinung nach, sind die Autoren, die ein Buch mit vielen Fehlern veröffentlichen und den Bloggern auf die Nerven gehen echt in der Unterzahl!! Es wäre also schade, wegen ein paar schwarzen Schafen gleich alle zu verteufeln.

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  4. Huhuuu Moni :)

    Schön gesagt. Ich bin da ganz deiner Meinung. Mein Bücherregal besteht sogar fast aus 90% Selfpublishern- Büchern und ich bin stolz auf jedes einzelne. Und wie bei dir, drehen sich auch viele meiner Blogaktionen um Sp-Autoren <3 Ich find es wirklich schade, dass manche anscheinend gleich ein negativ bild vor Augenhaben, wenn sie Selfpublisher oder Indie Autor hören :( Das ist wirklich schade. Diese Leute wissen gar nicht was denen entgeht <3

    Liebe grüße Lina

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    1. Danke, Lina. Da hast Du völlig recht: Den Leuten entgeht wirklich was ... wenn ich an all die tollen Bücher denke, die ich von Selfpublishern bis jetzt gelesen habe ... nee, die möchte ich nicht missen!

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  5. Liebe Monika,

    dein Beitrag spricht mir sehr aus der Seele. Ich habe schon so viele wunderbare Bücher und Autoren entdecken dürfen und möchte diese Entdeckungen auch nicht missen. Auch die Kontakte die dadurch entstehen sind unglaublich faszinierend. Der Austausch mit Selfpublishern macht ungeheuer Freude und wenn dadurch beidseitig auch eine Weiterentwicklung geschieht, finde ich das einfach nur großartig.

    Wie oft schon habe ich mich gefragt, warum sind große Verlage noch nicht auf diesen oder jenen Autoren gestoßen, da die Geschichten so ausgefeilt, sprachlich so anspruchsvoll und wertvoll und so interessant geschrieben sind. Immer wieder bin ich enttäuscht von Geschichten des Mainstreams, die durch Massenhype angeschoben mein Herz längst nicht erreichen.

    Zwischendurch hatte ich auch schon Phasen, in denen ich eine Zeit lang von Selfpublishern bewusst Abstand nahm, weil ich den Fehlerteufel zu präsent fand oder weil mich Geschichten nicht erreichten. Aber grundsätzlich bin ich von der hohen literarischen Qualität und Vielfalt der Werke sehr begeistert. Sie machen mich auch unglaublich neugierig.

    Mir ist es entgangen, dass Blogs zur Zeit dagegen wettern, und verstehen kann ich das schon einmal gar nicht.

    Was ich allerdings so wie du auch gar nicht mag ist, wenn Autoren alá copy und paste ihr Buch anbieten, manchmal sogar aufdrängen. Ich lese selbstbestimmt, formuliere mein Lieblingsgenre auf dem Blog und erwarte von Autoren schon, dass sie schauen ob wir zusammen passen könnten. Natürlich ist es wichtig dass man als Autor sein Buch unter die Leser bringt, aber auf Facebook nerven mich die massenhaften Buchwerbungen ungemein. Ein Autor sollte sich lieber auf den Blogs umschauen und bewusst Leser aussuchen, als die Social Media Plattformen zu Werbeplattformen zu nutzen, wenn er an einem ehrlichen und konstruktiven Austausch interessiert ist.

    Herzlichst,

    Nisnis

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    1. Danke für Deinen Kommentar, Nisnis. Natürlich gibt es auch Autoren, die es mit ihrer Werbung übertreiben oder sehr aufdringlich sind, doch ich hatte bis jetzt immer Glück :)

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  6. Hallo Monika,
    ein schöner Beitrag :-)
    Ich bin persönlich auch ein Fan von Selfpublishern. Ich hatte schon häufiger das Problem mit den Rechtschreibfehlern, natürlich stört das, aber wenn die Story dennoch sehr gut ist, ist es halt ein Kritikpunkt, bei dem man für Besserung sorgen kann.
    Was den Kontakt mit den Selfpublishern angeht habe ich bisher auch überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Ich freue mich immer über Anfragen, auch wenn es bei mir aus Zeitgründen häufig nicht klappt oder es eben doch nicht alles in meinen Interessen-Bereich fällt.
    Ich lese auf jeden Fall auch weiter Selfpublisher :-)
    Liebe Grüße
    Jana von Lunas Leseecke

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    1. Hallo Jana,

      danke für Deinen Kommentar. Ich freu mich, dass Du bis jetzt auch so viele positive Erfahrungen mit Selfpublishern gemacht hast. Rechtschreibfehler gibt es überall, sogar in Verlagsbüchern. So was kann passieren, sollte aber nicht dazu führen eine ganze Berufsgruppe zu verteufeln ;)

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  7. Hallo Monika,

    du sprichst mir aus der Seele, ich habe unter den Selfpublishern schon so tolle Bücher entdeckt - natürlich sind auch schlechte dabei, aber die sind auch unter den Verlagsbüchern ;) - dass ich fast nur noch solche lese und sogar eine Gruppe bei FB gegründet habe um die SPs zu unterstützen, indem ich ihre Bücher wandern lasse und kann mich kaum retten, was mir an Büchern zur Verfügung gestellt wird. Meinem SuB tut es nicht gut, aber ich liebe sie einfach, die Indies und ich werde sie weiter unterstützen.

    Liebe Grüße,
    Gabi

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    1. Hallo Gabi,

      danke für Deinen Beitrag und schön, dass Du die Selfpublisher unterstützt. Ja, das Problem mit dem SuB kenn ich natürlich auch, aber zumindest geht uns der Lesestoff nie aus ;)

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  8. Ein toller Beitrag muss ich sagen! Und das Erscheinen in einem Verlag garantiert nicht, dass es dann fehlerfrei ist (ich wurde schon vom Gegenteil überzeugt :D). Ich finde es toll, vor allem wenn die Selfpublisher die Kritik auch annehmen. Ich finde ein Buch muss auch nicht in einem großen Verlag erscheinen, sonder es gibt auch viele tolle kleine Verlage! Finde es toll, dass du das aufgreifst.

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    1. Hallo Sunny,

      dankeschön. Ja, eben, Rechtschreibfehler gibt es überall. Das hat in meinen Augen auch wenig mit Selfpublisher oder Verlag zu tun ... ich sag ja, keine Ahnung woher dieses Gerücht kommt.

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  9. Sehr schön geschrieben Monika :D

    LG Mehliqa

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  10. Hallo Moni,
    ich selber kann beide Seiten verstehen. Einerseits finde ich es auch nicht ok, dass viele sich dagegen wehren, denn manchmal entdeckt man wirklich wahre Schätze unter den Selfpublishern. Aber oft ist es auch so wie du sagst, dass nicht richtig gelesen wird. Auf meinem Blog zb steht, dass ich derzeit bitte von Rezensionsanfragen abzusehen, da ich es einfach zeitlich nicht schaffe. Und trotzdem erhalte ich Anfragen, oft auch unpersönlich. Die unpersönlichen ignoriere ich auch, aber es macht ebenfalls keinen Spaß immer eine Absage erteilen zu müssen, obwohl es klar und deutlich auf dem Blog steht. Von daher verstehe ich dich, aber auch die anderen...

    Alles Liebe, Ela

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    1. Hallo Ela,

      danke für Deinen Kommentar. Es ist leider so, dass es überall schwarze Schafe gibt und damit auch Autoren, die die Blogs gar nicht wirklich lesen. Natürlich kann das nervig sein, das versteh ich auch. Aber ich bin da eiskalt und lösche einfach ;) Wer nicht liest, hat selber schuld :D

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  11. Hallo Monika,

    wir kennen uns noch gar nicht, aber ich habe mich sehr über deinen Beitrag gefreut. Ich schreibe Gay Romance schon seit 2003, da sah die Bücherwelt noch ganz anders aus. Nach kleinen Ausflügen in die Verlagswelt habe ich sofort die Gelegenheit ergriffen, meine Bücher selbst zu verlegen. Dabei ging es nicht darum, dass ich keinen Verleger gefunden hätte, sondern um Selbstbestimmung und weniger Druck. Aber vom ersten Tag an habe ich mir als Ziel gesetzt, Profiqualität abzuliefern ... was für einen Schreibanfänger natürlich nicht möglich ist, aber durch harte Arbeit mit der Zeit erreichbar. Wenn man die richtigen Mitstreiter an der Seite hat, und sich nicht zu fein ist, Duden und Schreibratgeber immer parat zu haben. Schreiben ist nun einmal ein Handwerk und das will neben Erzähltalent gelernt sein. Das ist sehr intensiv und die Entwicklung hält nach den vielen Jahren noch an ...
    Es tut weh, mit sogenannten Autoren in einen Topf geworfen zu werden, die keinen gerade Satz auf die Reihe bekommen und sich auch scheinbar nicht verbessern wollen.
    Darum bin ich dir umso dankbarer, dass du für uns Seldpublisher eine Lanze brichst. Vielen lieben Dank. ;-)

    Herzliche Grüße

    Nicole Henser

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    1. Hallo Nicole,

      vielen Dank für diesen interessanten Kommentar. Ich hab auch schon von einigen meiner Autorenfreunden gehört, dass sie gar keinen Verlag wollen! Wie Du so schön sagst, hat man mehr Selbstbestimmung und weniger Druck, wenn man die Bücher selbst veröffentlicht. Deshalb wär es ja in meinen Augen echt doof, von vorne herein auf Selfpublisher-Bücher zu verzichten ;)

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    2. Ja, es kochen alle nur mit Wasser. Ich habe ein Profilektorat von einem Großverlag kennengelernt und war ehrlich entsetzt. Das war eine sehr prägende Erfahrung, obwohl es wahrscheinlich (hoffentlich) ein Einzelfall war. Es musste fast jede Änderung in mühevoller Kleinarbeit und mit großem Erklärungsaufwand rückgängig gemacht werden.
      Da habe ich beschlossen, mir diesen Stress zu ersparen und andere Lösungen zu finden.
      Allerdings ist es nicht so einfach, wenn man für Lektorat, Cover usw. bezahlen muss. Ich habe jemanden, der mir in sehr fruchtbarer Zusammenarbeit die Bücher und die Landschaft um meine Charaktere gestaltet. Das ist großes Glück und nicht selbstverständlich. Dafür biete ich ein recht ordentliches Lektorat, hoffe ich. Es geht also Hand in Hand.
      Und ich bin eine glückliche Freiflughexe. :D

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  12. Vielen Dank für den tollen Artikel!
    Ich glaube, wer vehement gegen selfpublisher wettert (was gerade auf einigen Seiten erschreckend heftig geschieht), sieht nicht die Gründe, WARUM ein Autor diese Weg wählt.
    Ich möchte hier einmal beschreiben, warum ich nicht über die Agenturen und Verlage gehe:
    Ich schreibe nicht mainstream. Ich bin immer einen Schritt neben dem, was Verlage derzeit für VERKÄUFLICH erachten. Denn allein darum geht es den Verlagen! Verlage wollen keine (hohe) Literatur schaffen oder erhalten, sie wollen einzig und allein Profit machen!
    Wenn man sich das einmal klar gemacht hat, kann man diese "neue Autorenbewegung" vielleicht besser verstehen.
    Ich schreibe z.B. historische Geschichten, in denen ein Mann der Hauptdarsteller ist. Kommentar von Agenturen und Verlagen: "Wird derzeit nicht gewünscht."
    Gut. Macht nichts. Mache ich es eben selbst.
    Ich gehöre Qindie an. Wer davon noch nichts gehört hat: Wir sind ein (Autoren)Zusammenschluss, der sich in den Kopf gesetzt hat, mit dem Q-Label auf den Covern einen Standard zu etablieren. Bücher mit einem Q haben ebenso ein Korrektorat/Lektorat durchlaufen, wie es Verlagsbücher tun sollten.
    Ihr hört an meiner Formulierung wahrscheinlich, dass ich der Ansicht bin, dass viele Verlagsbücher dies heute nicht mehr tun. Die Qualität des gedruckten Buches ist in den letzten Jahren sehr abgerutscht - weil all dies Kosten verursacht.
    Nun gut, ich beschließe meinen Kommentar an dieser Stelle und danke noch einmal für diesen tollen Artikel!

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    1. Hallo Patricia,

      oh ja, die Begründung des Verlages hab ich auch schon von anderen Autoren gehört, die etwas ungewöhnliche Geschichten schreiben oder gar Genres mixen. Aber nur, weil ein Verlag denkt, es wäre nicht verkäuflich, heißt das noch lange nicht, dass es nicht Leser gibt, die davon total begeistert sind. Deswegen find ich es toll, dass es Euch Selfpublisher gibt, denn so wird die Bandbreite der Geschichten noch erweitert. Weiter so! :)

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  13. Ein wirklich schöner Beitrag! Selfpublisher leben von Bloggern und auch umgekehrt! Vor allem kleinere Blogger (so wie ich) freuen sich sehr über Anfragen von Autoren :)
    Ich finde es schade das viele Blogger die Selfpublisher total ablehnen, denn man entdeckt auch unter ihnen wirklich tolle Geschichten und Autoren :)


    Danke für deinen Beitrag ich würde gerne den Link auf meiner Facebookseite posten wenns für dich okay ist ? :)

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    1. Hallo Tania,

      vielen Dank für Deinen Kommentar! Stimmt, vor allem wenn der Blog noch kleiner ist, freut man sich sehr über Anfragen von Autoren. Obwohl, ich freu mich nach wie vor und das obwohl es meinen Blog ja schon länger gibt :)

      Oh und danke, dass Du den Beitrag teilen willst. Darüber würde ich mich auf jeden Fall sehr freuen.

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  14. Wow, das ist ein ganz toller Beitrag!!
    Ich lese auch viele solcher Bücher und hatte noch nie eins, was mir negativ aufgefallen ist!
    Super, dass du dich so für die Selfpublisher einsetzt!

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    1. Hallo Kuro,

      schön, dass Du auch so positive Erfahrungen mit Selfpublishern machst :) und danke für Deinen Kommentar.

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  15. Hallo Monika,

    das Thema Selfpublishing finde ich super spannend!

    Mein Blog ist zu 1/3 auch ein Buchblog und ich bin großer Buchfan.
    Ich selber habe auch mein Buch im Selbstverlag herausgebracht. ("Das Blogspiel" - ein Sachbuch zum Blogmarketing)
    Meine Motivation war es mein E-Book endlich in den Händen halten zu können. Eine PDF-Datei ist zwar schön und gut, aber es ersetzt einfach kein Buch.
    Im Nachhinein muss ich sagen, das der Arbeitsaufwand des Selbstverlags nicht zu unterschätzen ist.
    (z.B. die finalen Probedrucke um Fehler auszubessern)
    Ich bin der Meinung das Verlage schon eine Art
    "Qualitätssiegel" darstellen. Besonders was die Form betrifft.
    Beim Inhalt gibt es z.B. einige Verlage die ich gut finde was bestimmte Sachthemem betrifft.
    Ich weiß das Buch ist von Verlag XY, dann wird es schon gut sein.
    In der Belletristik und im Fantasy- Bereich habe ich bei Büchern im Selbstverlag und bei Verlagsbüchern schon viel gutes und schlechtes erlebt.
    Meiner Meinung nach ist eine perfekte Form nicht alles.

    Liebe Grüße
    Stephan

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  16. Hallöchen =)

    Ich glaube, ich kenne den Artikel der Bloggerin, der diese Lawine ausgelöst hat und ich bin immer wieder verblüfft, welche Kreise das dann zieht =). Aber das macht die Bloggerszene auch aus und es gefällt mir gut wie einige nun Stellung beziehen.

    Ich sehe das Ganze relativ gelassen. Bei mir ist jede Anfrage willkommen und ich würde nie auf die Idee kommen, mich vor Selfpublishern zu verschließen. Dafür sind mir da einfach schon viel zu gute Bücher und liebe Autoren untergekommen. Ich denke nicht, dass sich Selfpublisher auf Grund einzelner Beiträge nun abschrecken lassen, dafür steht zu viel auf dem Spiel. Was ich allerdings allen rate, ist, keine Pauschalmails zu schreiben und sich mit dem Blog und dem Blogger dahinter im Vorfeld zu beschäftigen. Das kommt viel besser an und eine mögliche Absage fällt einem viiiiiiiiieeeeeeeeel schwerer =)

    LG
    Anja

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  17. Huhu,

    ich wollte dir einfach nur ein Grüßchen da lassen und sagen "Schöner Beitrag"
    Ich bekomme auch ab und an mal Anfragen und habe dabei schon tolle Bücher entdeckt. Klar sagt mir auch nicht jedes zu, aber deswegen lasse ich mir vorab eine Leseprobe geben, ob die Geschichte überhaupt nach meinem Geschmack ist.

    Liebe Grüße Nadine

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  18. Hallo,

    ich habe jetzt zum ersten Mal von dieser Problematik gelesen. Ich kann mir schon gut vorstellen woher diese Vorurteile kommen. Ich hatte auch auch schon einige Anfragen wo ich über das Werk nur den Kopf schütteln konnte, aber dann steht es mir ja frei diese Anfrage abzulehnen. Man sollte auf keinen Fall alle Selfpublisher über einen Kamm scheren! Wer kommt denn überhaupt auf so eine Idee? Ich meine, wo ist denn überhaupt das Problem? Man wird ja nicht gezwungen solche Bücher zu lesen. Man kann sich doch die Selfpublisher raussuchen die einem persönlich zusagen.
    Sehr interessanter Beitrag.

    Viele Grüße
    Twineety

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  19. Hoffentlich bin ich nicht die eine Autorin ;)
    Aber ganz ehrlich, das ist ein toller Beitrag. Habe die Diskussion gar nicht wirklich mitbekommen, muss ich gestehen. Allerdings muss man dazu anmerken, dass gerade Indies auch viel Arbeit in ihre Bücher stecken. Auf Facebook lese ich zwischendurch von Autoren, die das Wort "Ende" unter ihr Manuskript setzen, und dann ab ins Lektorat, bloß weg damit! Während ich als ehemaliger Indie wie einige andere auch, mehrere Durchgänge plane, um mein Manuskript zu korrigieren. Natürlich gibt es aber auch schwarze Schafe unter den Indies ;)

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  20. Hallo Monika,

    oh man, dieses Thema schlägt ja wirklich weite Wellen. Ich bin ganz bei dir und sage auch, toller Beitrag!

    Es geht um Bücher und die lieben wir alle und Autoren, auch "Frischlinge" sind wichtig, um die Vielfalt zu gewährleisten. Klar, gibt es schwarze Schafe, aber die gibt es überall. Ich habe auch schon Anfragen bekommen zu Krimis, wo ich diese doch nicht lese. Aber auch schon sehr freundliche Anfragen und auch dadurch interessante und schöne Bücher gelesen. Man kann hier einfach nicht alle über einen Kamm scheren, sondern muss auch mal bereit sein zu stöbern und zu probieren. :)

    Liebe Grüße,
    Anna

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  21. Hey o.o

    Ich habe deinen Beitrag hier nur durch Zufall entdeckt und würde gerne sagen, was ich davon halte.

    Erstmal will ich dir jedoch danken, in meiner Position als Self Publisherin / Indie-Autorin, denn irgendwie habe ich immer das Gefühl, in meiner Position, besonders da ich eher sehr unbekannt bin, etwas deplatziert zu sein, ganz egal wo ich gerade "stehe". Man hat immer ein bisschen das Gefühl, auf keine Seite richtig zu gehören - Zumindest ist habe ich es bisher so aufgefasst.

    Was ich sagen will, ist jedoch eigentlich, dass ich deinen Beitrag ziemlich gut finde und mich daher eben bedanken will. Ich selbst habe mich zwar bisher ohnehin noch nie getraut, eine Rezensions-Anfrage für eines meiner Bücher an einen Blogger zu schicken, doch wenn es schon so schlecht aussieht, glaube ich, bleibt das auch weiterhin so.
    Es ist aber irgendwie wirklich nett, hin und wieder jemanden ein paar freundlichere Worte sagen zu hören :)

    Abgesehen davon finde ich dein Blog-Design total awesome o_O

    Naja, ansonsten liebe Grüße und viel Spaß beim weiteren Lesen und Schreiben ^^

    T.K.~

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  22. Ein wirklich schönes Plädoyer für die Selfpublisher, das muß ich sagen. Allerdings stehe ich dem auch etwas kritisch gegenüber, denn leider mußte ich auch schon desöfteren ein paar negative Erfahrungen damit machen.
    Mal waren es Copy&Paste-E-Mails, mal wurde sich mein Blog nicht mal ein bißchen angeschaut, um herauszufinden, wie ich heiße, ob ich eine Frau oder ein Mann bin und was ich so lese.
    Ärgerlich ist es auch, wenn ich dann bei Zusage ein Buch bekomme, daß so voller Mängel jeglicher Coleur ist, daß ich es am liebsten abbrechen würde. Da ich jedoch jedes Buch zu Ende lese, ist das für mich immer eine kleine Qual, da mir dann die Lektüre wirklich keine Spaß mehr macht und ich nur noch Seite um Seite vorblättere, um die Rezension über das gesamte Buch schreiben zu können.

    Das alles läßt mich bei Selfpublishern per se erstmal vorsichtig sein. Das heißt nicht, daß ich ihre Anfragen ungesehen lösche; ich schaue mir ihre Bücher an, lese ihre E-Mails und dann entscheide ich aus dem Bauchgefühl.

    Ein, durch einen Verlag gegangenes Buch ist mir aber trotzdem immer noch lieber. Ja, ich weiß ebenso aus Erfahrung, daß da extrem viel Schund verlegt wird (Mischkalkulation läßt grüßen), aber das Buch hat trotzdem erstmal einen Weg durch's Lektorat gefunden und hat oft eine bessere Aufmachung aufzuweisen.

    Ein Punkt fällt mir bei Selfpublishern aber auf und das ist besonders für die Autor-Leser-Beziehung immer sehr nett: man steht in einem engeren Kontakt zum Autoren als man es bei einem Verlagsprodukt ist. Da kommuniziert man mit dem Gatekeeper Verlag und kommt nur möglicherweise über ihn an den Autoren heran, doch bei Selfpublishern kann man direkt kommunizieren.

    Viele liebe Grüße

    Shaakai

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  23. hach - da geht einer schwerschuftenden Selfpublisher-Autorin echt das Herz auf :-)
    ... ich glaube, ich muss nochmal von vorn lesen ;-)

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