Samstag, 21. Oktober 2017

[Rezension] Banshee Livie


Cover 



 Titel: Banshee Livie
 Autor/in: Miriam Rademacher
 Verlag: Sternensand
 Seitenzahl: 370
 Preis: 12,95 € (D)
 ISBN: 978-3906829555
 Preis eBook: 6,99 € (D)
 ASIN: B075FWM8HZ
 Bildquelle: http://www.sternensand-verlag.ch



"So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht, und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender, als es ihr Leben jemals war."
(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/banshee-livie-1-miriam-rademacher.html) 

Gerade noch war Livie mit ihrer Tante auf einem Ausflug, schon findet sie sich tot neben einem komischen Kerl mit Kapuze wieder. Dieser hat auch noch eine Hiobsbotschaft für sie: Livie ist die neue Banshee auf Schloss Harrowmore. 


Als solche muss sie die Familie immer darauf aufmerksam machen, wenn einer von ihnen in Todesgefahr schwebt. Und bei den Harrowmores scheint das an der Tagesordnung zu stehen. Damit hätte Livie mehr als genug zu tun, doch dann taucht auch noch ein Dämon auf, der eine alte Rechnung begleichen möchte.


Tja, das Leben als Banshee ist eben alles andere als langweilig … .
Der Klappentext klang so witzig und ich konnte mal etwas Humorvolles zwischen all den düsteren Dystopien gebrauchen, so dass ich mich wirklich auf „Banshee Livie“ gefreut habe. 

Das Buch beginnt mit einem Prolog, der in der Vergangenheit spielt und dem Leser schon einmal einen kleinen Einblick in die weiteren Geschehnisse gibt, ohne jedoch zu viel zu verraten. Ich fand ihn toll, da er sofort etwas Spannung erzeugt und meine Erwartungen hochgeschraubt hat.

Danach springt man in Livies Leben. Anfangs ist sie nämlich noch sehr lebendig, was mich doch positiv überrascht hat. So kann man die Protagonistin erst einmal etwas kennenlernen und diese brachte auch den gewünschten Humor in die Geschichte, denn sie ist alles andere als eine typische Heldin. Im Gegenteil, sie ist eine junge Frau wie du und ich, mit der man sich super identifizieren kann und die eine herrlich bissige Art hat. Ich habe mich jedenfalls sofort in sie verliebt und freute mich sehr darauf, sie durch die Geschichte begleiten zu können.

Doch nicht nur die Protagonistin ist der Autorin Miriam Rademacher wirklich gut gelungen, sondern auch die Nebendarsteller. Die Familie Harrowmore ist nämlich voller skurriler und einzigartiger Charaktere. Diese verrückte Familie macht wirklich Spaß und die Autorin trumpft hier auch mit vielen originellen Ideen auf, wie man sich ums Leben bringen kann. So betrachtet man das Thema „Tod“ einmal mit anderen Augen und er verliert in diesem Buch definitiv seinen Schrecken. 

Trotz all dem Humor gibt es auch eine sehr ernste Seite, die zwar in diesem ersten Teil nur kurz angerissen wurde, mich aber sehr angesprochen hat. Ich hoffe, Miriam Rademacher baut dieses Unterthema in den Folgebänden noch weiter aus. Da es aber mit den Protagonisten zu tun hat, bin ich da guter Hoffnung.

Durch den Prolog hatte ich nicht nur einiges an Humor, sondern auch an Spannung erwartet. Zwar gibt es einen Handlungsstrang, der diese Erwartungen wohl erfüllen soll, bei mir stellte sich der Nervenkitzel jedoch leider nicht ein. In meinen Augen hätte die Autorin hier mehr daraus machen können. Meine Nerven waren jedenfalls nicht besonders gespannt und für mich war die Auflösung viel zu einfach, als dass ich richtig mitfiebern hätte können. 

Auch die Lovestory konnte mich nicht wirklich überzeugen. Sie ist natürlich sehr vorhersehbar, was mich jedoch nicht so sehr gestört hat. Es war eher der Umstand, dass ich sie nicht nachvollziehen konnte. Ich verstehe nicht, wie man sich in jemanden verlieben kann, den man weder sehen kann, noch von dem man wirklich etwas weiß. Einzig eine sexy Stimme und ein paar nette Gesten … das macht für mich noch keine Liebe aus. Aber da es sich hier ja um einen Fantasyroman und keine Liebesgeschichte handelt, kann man darüber auch getrost hinwegsehen.
Obwohl die aufgrund des Prologs entstandenen Erwartungen an Spannung leider nicht erfüllt wurden und mich auch die Lovestory nicht wirklich begeistert hat, war das Buch insgesamt gut gelungen. Die Idee ist toll, die Geschichte Dank Protagonistin voller Humor und die Charaktere wirklich originell und einzigartig. Mit Banshee Livie kann man auf jeden Fall jede Menge Spaß haben und ich freu mich schon auf weitere Bände mit Geschichten der bissigen Todesfee.


Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5. 

http://www.sternensand-verlag.ch

Vielen Dank an den Sternensand Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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