Samstag, 30. Juni 2012

[Rezension] Mission Munroe - Die Touristin

Kommentare:

Autor(in): Taylor Stevens
Verlag: Goldmann
Seitenzahl:  446
Preis:  8,99 Euro
Cover / Bildrechte: Randomhouse Verlag / Goldmann

 
Das Buch wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar. Die Grundfarbe ist schwarz, der Titel ist in weiß darauf gedruckt. In der Schrift blitzen immer wieder grüne Blätter, wie aus dem Dschungel auf und in der Mitte sieht man eine Libelle. Klappt man das Cover auf, erlebt man eine schöne Überraschung.

 
Das Buch beginnt mit einem Prolog über Emily und endet so, dass man als Leser natürlich nicht weiß, was mit dem Mädchen letzten Endes passiert ist.

Danach springt die Geschichte zu Vanessa Munroe und man erfährt schnell von dem Auftrag, den Richard Burbank ihr erteilen will. Dafür soll die junge Frau zurück in das Land, in dem sie aufgewachsen ist: Afrika. Doch dort wartet eine Vergangenheit auf sie, die sie am liebsten vergessen möchte. 

Als Leser wird man zunächst noch im Dunklen gelassen, wieso Vanessa Munroe nicht zurück nach Afrika möchte und was ihr als Kind oder Jugendliche zugestoßen ist, dass sie immer wieder von Alpträumen gequält wird. Doch auf der Suche nach Emily Burbank wird sie immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss sich  bald nicht nur mächtigen Feinden stellen, die um jeden Fall verhindern wollen, dass sie das Mädchen findet, sondern auch ihren eigenen Dämonen und muss dafür vielleicht sogar ihre eigenen Grundsätze über Bord werfen. Für sie kann es nämlich nur eine Zukunft geben, wenn sie endlich mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat… .

 
Die Protagonistin Vanessa Munroe ist eine junge Frau, die ihren Job versteht: Sie beschafft Informationen. Dafür ist es natürlich hilfreich, dass sie mehr als 22 Sprachen bzw. Dialekte spricht, versteht mit Waffen umzugehen und Kontakte hat, die ihr verschiedene Papiere besorgen können. Diese Begebenheiten haben auch ihren neue Arbeitgeber auf sie aufmerksam gemacht und sollen ihr helfen, ein junges Mädchen in ihrer Heimat Afrika ausfindig zu machen. Doch eigentlich wollte Vanessa (die sich meist einfach nur Michael nennt) nie wieder nach Afrika zurückkehren und dafür hat sie wirklich gute Gründe.
Obwohl ich einerseits verstehen konnte, warum Vanessa Munroe so ist, wie sie ist, wurde sie mir nicht wirklich sympathisch. Das lag vielleicht auch daran, dass sie einfach in einer ganz anderen Welt lebt und sich dort immer wieder durchschlagen muss. Dabei scheint ihr jedoch jedes Mittel recht zu sein und sie greift schnell zur Waffe, auch wenn es sich bei den von ihr Bedrohten häufig um Freunde handelt. Auch wenn sie ihre Dämonen hat, kommt sie doch manchmal sehr gefühlskalt rüber und scheint alles genau zu analysieren, anstatt dort wo es angebracht ist, auch einmal nur auf ihr Gefühl zu hören. Man hat als Leser ständig den Eindruck, sie würde alles nur aus purer Berechnung machen und hätte nicht wirklich richtige Freunde. Das fand ich sehr schade, weil das die Protagonistin doch etwas unnahbar macht und man nicht wirklich mit Vanessa Munroe mitfühlen kann.

Der Nebendarsteller Miles Bradford wär in meinen Augen wirklich interessant. Er hat seine ganz eigenen Gründe nach Emily Burbank zu suchen, die man jedoch erst nach und nach erfährt. Im Gegensatz zu Vanessa lässt er sich eigentlich nur von seinen Gefühlen leiten, was ihm teilweise aber auch zum Verhängnis wird. Doch über ihn erfährt man als Leser eigentlich viel zu wenig. Ist er zu Beginn des Buches noch häufig in die Geschichte involviert, wird seine Gegenwart immer weniger und er bleibt stark im Hintergrund.

Auch die anderen Nebendarsteller, wie z.B. Vanessas alter Bekannter Francisco, ihr „Gehilfe“ Logan und ihre „Managerin“ Kate enthalten wirklich Potenzial, bleiben jedoch sehr farblos und können neben der allzu dominierenden Protagonistin leider nicht mithalten.

 
Zu Beginn des Buches hatte ich einige Probleme mit dem Buch. Zum einen kam das daher, dass sich die Protagonistin selber immer Michael nennt und auch von anderen so angesprochen wird. Das fand ich unnötig und sogar nervig. Zum anderen kam das aber auch davon, dass Vanessa Munroe häufig Bibelverse in Gedanken rezitiert, wenn sie den Dämonen aus ihrer Vergangenheit begegnet. Es wird zwar erklärt, wieso sie das macht, mir war das jedoch zu häufig und störte meiner Meinung nach den Lesefluss beim Lesen der eigentlichen Geschichte. 

Zum Glück hörten die Bibelverse schnell auf und ich konnte mich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren. Ich fand es schön, dass es in dem Buch eigentlich zwei Handlungsstränge gibt: Zum einen geht es natürlich darum, Emily Burbank zu finden, doch zum anderen erfährt der Leser auch, was Vanessas Schicksal ist. Diese beiden Stories funktionieren wunderbaren nebeneinander und werden durch das Land Afrika miteinander verbunden. 

Die Autorin, Taylor Stevens, versteht es auch sehr gut, den Leser immer wieder mit kleinen Informationen zu füttern, ein paar kleine Rätsel zu lösen, damit er an der Geschichte dran bleibt, aber doch nicht wirklich weiß, was hinter dem großen Ganzen steckt, denn das kommt wirklich erst am Ende heraus und war für mich ehrlich gesagt doch sehr überraschend. 

Das Buch war wirklich von Anfang bis Ende total spannend. Ich habe mich ständig gefragt, was denn wohl wirklich mit Emily passiert ist und fieberte mit Vanessa mit, wenn sie der Lösung wieder ein Stück näher kam. Natürlich gibt es im Buch auch Stellen, die auf Anhieb langweilig wirken (als z.B. Vanessa tagelang auf einen Minister wartet), diese passen jedoch in die Gesamtgeschichte und machen das Ganze in meinen Augen glaubwürdiger.

 
Ich liebe Bücher, die mit vielen Rätseln beginnen, die sich erst nach und nach auflösen. Und das ist in diesem Buch definitiv der Fall. Auch, wenn die Charaktere etwas farblos bleiben, so hat mich diese Geschichte doch sehr positiv überrascht.

Wer also Geschichten mag, die vom Anfang bis zum Ende spannend bleiben, der ist mit „Mission Munroe“ auf dem richtigen Weg. 

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


 
Vielen Dank an den Goldmann Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Samstag, 23. Juni 2012

[Rezension] Hexenfluch

Kommentare:

Autor(in):  Lynn Raven
Verlag: Knaur
Seitenzahl:  428
Preis:  12,99 Euro
Cover / Bildrechte: Droemer Knaur Verlag



 
Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Frau, mit dem tollen, roten Kleid, die auf eine Stadt herunterschaut sieht irgendwie geheimnisvoll aus und der rote Stoff zieht den Leser einfach an. 


Zu Beginn erfährt man, dass Ella mit ihren Männern anscheinend nicht immer Glück hatte und dass sie ein richtiger Workaholic ist. 

Danach trifft sie in einer dunklen Gasse auf Christian und rettet ihm das Leben mit Hilfe ihrer Kräfte, von denen sie keine Ahnung hat. Doch dadurch wird der Hexer auf sie aufmerksam und erzählt ihr von den magischen Fähigkeiten, die sie möglicherweise in sich trägt. Er hilft ihr auch, diese Kräfte zu kontrollieren. Das geschieht jedoch nicht ganz uneigennütz, denn Christian hat vor 800 Jahren einen Pakt mit einer Dämonenfürstin geschlossen und ist seit dem ihr Sklave. Ella könnte diesen Bann brechen und Christian wäre endlich frei. 

Doch der Hexer ist nicht der Einzige, der auf Ella aufmerksam geworden ist und auch die Dämonenfürstin Lyresha hat ihre eigenen Pläne mit Christian und Ella. Tja, und es ist gar nicht so einfach jemanden für seine Zwecke auszunutzen, wenn man anfängt etwas für diese Person zu empfinden … .

 


Ella ist eine selbstbewusste Frau, die ihren Mann in ihrem Beruf als Ärztin steht. Mit den Männern hatte sie bis jetzt wenig Glück und schwört sich deswegen, in nächster Zeit keine Beziehung einzugehen. Von Ellas Vergangenheit, ihrer Familiengeschichte erfährt man leider nichts und auch Freunde hat sie keine. Sie scheint einzig und allein für ihren Beruf zu leben, nachdem sie den Männern abgeschworen hat. Als sie erfährt, dass sie magische Kräfte haben soll, glaubt sie zunächst nicht daran. Doch nachdem Christian ihr eine Kostprobe seiner Gabe gibt, kann sie sich nicht mehr davor verschließen. Zunächst sieht sie den Hexer nur als Lehrer, als besonders gutaussehenden Lehrer allerdings und schnell muss sie sich eingestehen, dass sie doch mehr für ihn empfindet. Dabei kam sie mir dann allerdings eher wie ein verknallter Teenager, als eine erwachsene Frau vor. Plötzlich scheint ihr Selbstbewusstsein verschwunden zu sein und naiv läuft sie in eine Falle nach der anderen. Auch von ihren Kräften hätte ich mir mehr erwartet. Irgendwie erfährt man als Leser nie wirklich, was Ella eigentlich wirklich kann. Ihre magischen Fähigkeiten scheint sie auch nicht zu ihrer Verteidigung einsetzen zu können, so dass sie doch wieder gerettet werden muss, was ich sehr schade fand.

Von Christian oder Kristen wusste ich gar nicht, was ich halten sollte. Zum einen scheint er ein besonders mächtiger Hexer zu sein, der jedoch seine Kräfte aufgrund des Bannfluchs nicht vollständig einsetzen kann. Zum anderen ist er jedoch nur der Sklave der Dämonenfürstin Lyresha. Von seiner Vergangenheit erfährt man nur Bruchstücke und viele Fragen bleiben offen. Dadurch habe ich leider auch nie vollkommen seine Motive erfahren, diesen Pakt einzugehen. Auch der Umstand, dass er Ella für seine eigenen Zwecke benutzen möchte, machte ihn nicht gerade sympathischer. Als er sich jedoch in die Ärztin verliebt, scheint er sich zu verändern oder sich an seine weiche Seite zu erinnern, denn jetzt hilft er auch einem jungen Wandler, der in die Fänge von Lyresha gerät. Ab diesem Zeitpunkt wurde er mir sympathischer und zeigt schließlich doch noch, dass ein richtiger Held in ihm steckt.

Als Nebenrolle hat mir die des Werwolfs Mikah am besten gefallen. Er kommt als junger, hilfloser Wandler zu Lyresha, dem übel mitgespielt wurde. Und auch wenn man zu Beginn denkt, dass er nur ein Schützling von Christian ist, bekommt er zum Ende des Buches doch noch eine sehr schöne Rolle.


Ich habe ja schon einige Bücher von Lynn Raven gelesen und jedes ab der ersten Seite geliebt. Bei diesem hier fiel mir aber der Einstieg schwer. Anfangs ist das Buch sehr verwirrend. Der Protagonist wird zum einen Christian Havreux, zum anderen aber auch Kristen Havebeeg genannt und auch seine Geschichte wird immer nur kurz angerissen und ich konnte nicht wirklich herauslesen, was am Ende dazu geführt hat, dass er den Pakt mit der Dämonenfürstin Lyresha eingegangen ist und was damals, vor 800 Jahren wirklich passiert ist. 

Auch über Ellas Familiengeschichte wird man völlig im Dunklen gelassen, obwohl ich mir da aufgrund des Klappentextes mehr gewünscht hätte. Ella blieb für mich eine Frau ohne Vergangenheit und man erfuhr auch nicht wirklich, woher sie ihre Kräfte hat und ob es in ihrer Familie mehr Personen mit magischen Fähigkeiten gab. Das fand ich sehr schade.

Durch Ellas erste Begegnung mit Christian kommt zu Beginn gleich Spannung in die Geschichte, die jedoch schnell wieder dadurch aufgehoben wird, dass Ella erst nach und nach durch Christian lernt ihre Kräfte zu kontrollieren und man nie erfährt, wozu die Frau Dank ihrer Kräfte wirklich in der Lage ist. Einige Seiten lang erfährt man immer wieder, wie Ella sich mit Christian trifft und dieser zwischen seinem Leben an Lyreshas Hof und der Aufgabe Ellas Lehrer zu sein hin und her pendelt
.
Die Geschichte bekommt dann richtig Schwung, als noch andere Hexer auftauchen, die Ella die Wahrheit über Christians Vergangenheit erzählen und Lyresha versucht Ella in ihre Finger zu bekommen. Ab da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und fand den typischen Schreibstil von Lynn Raven wieder, der den Leser so richtig in den Bann zieht. Von diesem Zeitpunkt an überschlagen sich die Ereignisse, die Sätze werden kürzer, bestehen teilweise nur noch aus einzelnen Wörtern und erzeugen richtig Spannung. Auch der große Showdown birgt noch einige tolle Überraschungen und am Schluss waren die Seiten viel zu schnell zu Ende.

Dieses Mal hat sich die Autorin Lynn Raven, meiner Meinung nach, im Gegensatz zu ihren vorherigen Büchern, eher Erwachsene als Zielgruppe ausgesucht. Die Protagonisten sind selber im Alter von 30 – 35 Jahre und häufig geht es in diesem Buch auch um Sex und Gewalt, wobei diese Themen meist nicht nur angeschnitten, sondern teilweise detailiert beschrieben werden.

 
Ich muss zugeben, dass mir dieses Buch von Lynn Raven etwas zu düster war, was sicher daran liegt, dass es nicht mehr für Jugendliche geschrieben wurde. Trotz allem hat mir die Geschichte zum Ende hin sehr gut gefallen, doch meine Erwartungen waren wohl etwas zu hoch. Wer noch nie etwas von Lynn Raven gelesen hat, könnte diesem Buch sicher auch die Höchstwertung geben. 

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.



Vielen Dank an den Knaur Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Donnerstag, 21. Juni 2012

[Rezension] Shadow Falls Camp 01

Kommentare:

Autor(in): C.C. Hunter
Verlag: FJB
Seitenzahl:  493
Preis:  9,99 Euro
Cover / Bildrechte: Fischer Verlage


Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist silbern und schimmert bei jeder Bewegung. Im Vordergrund sieht man einen Baum, mit zwei geteilten Stämmen und dazwischen entdeckt man ein blondes Mädchen. Dieser Baum zieht sich durch das ganze Buch und markiert jeweils die erste Seite eines Kapitels, was mir persönlich immer sehr gut gefällt, da es das Buch optisch aufwertet.



Anfangs erfährt man von Kylies Leben: Wie ihre Eltern sich streiten und ihr Vater schließlich auszieht, dass ihre Großmutter vor kurzem gestorben ist und ihr Freund Trey mit ihr Schluss gemacht hat. Na ja und das ist da noch der Umstand, dass Kylie Menschen sieht, die gar nicht da zu sein scheinen, was für ihre Eltern schon sehr beunruhigend ist. Doch dann wird Kylie nach einer Party auch noch verhaftet und das gibt den Ausschlag, dass ihre Mutter sie auf anraten ihrer Therapeutin in dieses Sommercamp steckt. 

Schon im Bus bemerkt Kylie, dass die anderen Jugendlichen alle ein bisschen schräg sind. Aber das Camp wird ihr ja anfangs auch als Camp für schwererziehbare Jugendliche beschrieben und doch denkt sie, sie ist unter einem Haufen Freaks gelandet.

Im Shadow Falls Camp angelangen erfährt sie schnell die Wahrheit: Hier sind nur Jugendliche mit übernatürlichen Kräften, wie z.B. der Gestaltwandler Perry, der gleich mal eine Vorführung gibt. Jetzt kann Kylie sich nicht mehr davor verschließen, dass es Vampire, Werwölfe, Hexen, Feen und Gestaltwandler gibt. Doch sie denkt, dass sie nicht hierher gehört. Sie kann sich weder in einen Wolf oder etwas anders verwandeln, noch braucht sie Blut zum überleben, auch mit Hexensprüchen hat sie nichts am Hut und die Gehirnmuster ihrer Mitcampbewohner kann sie auch nicht lesen, wie das alle anderen können. Für sie steht fest: Sie ist ein ganz normaler Mensch, vielleicht ein wenig verrückt, weil sie Geister sieht, aber ansonsten total normal. 

Trotzdem fängt sie an, sich im Camp wohlzufühlen und mit ihren Mitbewohnerinnen Della, der Vampirin und Miranda, der Hexe, anzufreunden. Und dann gibt es im Camp natürlich jede Menge süßer Jungs. Vor allem Derek, der eine Halbfee ist und sie an ihren Exfreund Trey erinnert und Lucas, der Werwolf, den sie aus ihrer Kindheit kennt, haben es ihr angetan. Und als ob es nicht genug ist, sich zwischen zwei Jungen nicht entscheiden zu können, kommt auch ihr Exfreund Trey ins Camp und möchte sie unbedingt zurückgewinnen.

Da geraten ihre Gefühle natürlich gehörig durcheinander und da ist ja da auch noch dieser Geist, der Soldat, der ihr immer wieder erscheint und Angst macht. Kylie sucht Antworten auf die Fragen, ob sie vielleicht doch nicht so normal ist, wie sie denkt, was dieser Geist von ihr will und was aus ihren Eltern wird, welcher der Jungs sie am meisten mag und die wichtigste aller Fragen: Wer ist sie eigentlich?

All die Antworten kann sie nur im Camp, mit Hilfe ihrer Freunde und der Campleiterin Holiday finden. Doch das Camp soll geschlossen werden, weil übernatürliche Lebewesen Unheil treiben. Da heißt es, die Kräfte zu vereinen, um die wahren Übeltäter zu finden und das Camp zu retten, denn nur so, bekommt Kylie ihre Antworten und findet heraus, wer oder was sie wirklich ist.


 
Kylie hat es wirklich nicht leicht. In ihrem Leben geht momentan alles drunter und drüber: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihre Großmutter ist gestorben, ihr Freund hat mit ihr Schluss gemacht und von ihrer besten Freund scheint sie sich auch entfernt zu haben. Das Mädchen fühlt sich richtig allein gelassen und einsam. Auch von den seltsamen Erscheinungen, die sie hat, kann sie niemandem wirklich erzählen, sonst halten sie alle für verrückt und dabei ist sie doch mehr als vernünftig: Raucht nicht, trinkt nicht, nimmt keine Drogen und wollte auch mit Sex noch warten (was wahrscheinlich auch der Grund dafür war, dass ihr Freund mit ihr Schluss gemacht hat). Da passt es natürlich gar nicht, dass sie ausgerechnet in ein Camp für schwererziehbare Jugendliche gesteckt wird. Schnell fühlt sie sich total fehl am Platz und möchte sofort wieder weg von all diesen Freaks. Als sie erfährt, dass sie angeblich übernatürliche Kräfte haben soll und diese Freaks Vampire, Gestaltwandler, Hexen, Feen und Werwölfe sind, glaubt sie zuerst nicht daran. Doch nach einer Demonstration der übernatürlichen Fähigkeiten kann sie sich nicht mehr davor verschließen, dass es Magie gibt. Trotzdem glaubt sie nicht daran, dass sie zu diesen Wesen gehört und versucht immer wieder durch Ausreden zu beweisen, dass sie ganz normal ist. Je länger sie jedoch im Camp ist, desto wohler fühlt sie sich und irgendwie bekommt sie doch das Gefühl hier herzugehören. Richtig kompliziert wird es dann, als Kylie zwei Jungs näher kennenlernt und sich nicht zwischen den beiden entscheiden zu können und auch ihr Exfreund wirbelt ihre Gefühle gehörig durcheinander. Wenn nur nicht alles so kompliziert wäre?! Oder macht Kylie sich das Leben selber schwer? Manchmal hatte ich auch jeden Fall dieses Gefühl. Aber sie leidet auch sehr unter ihrer momentanen Familiensituation. Ihre Eltern wollen sich scheiden lassen und Kylie muss bei ihrer „kühlen“ Mutter bleiben, obwohl sie viel lieber bei ihrem Vater wäre. Doch der benimmt sich im Moment ziemlich seltsam. Erst nach und nach erfährt Kylie, was wirklich hinter all dem steckt und kommt der Frage, wer sie wirklich ist, ein Stück näher. Es dauert aber sehr lange, bis sie endlich annehmen kann, dass sie kein normaler Mensch ist und bis sie versucht, der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Ich hoffe, dass sie im zweiten Teil, jetzt, wo sie endlich akzeptiert zu den übernatürlichen Wesen zu gehören, mehr Selbstbewusstsein zeigt, ihr Schicksal annimmt und beginnt ihre Kräfte kennen und einsetzen zu lernen.

Dieses Buch ist wirklich voll von wunderbaren, interessanten und einmaligen Nebendarstellern.

Della ist ein Vampir und mit ihrer sarkastischen „teuflischen“ Art brachte sie mich immer wieder zum schmunzeln. Sie redet nicht lang um den heißen Brei herum und ist alles andere als nett und trotzdem hat sie ein gutes Herz und setzt sich für ihre Freundinnen ein, auch wenn sie das nie, so offen zugeben würde. 

Miranda ist eine Hexe und zwar eine schusselige Hexe. Sie sagt, sie hätte Legasthenie und würde deswegen immer die Hexensprüche vertauschen und könnte sie dann nicht mehr rückgängig machen, weil sie sich nicht mehr an die genauen Worte erinnert. Miranda ist eindeutig die etwas verrückte, quirlige Freundin von Kylie.

Derek ist eine Halbfee und erinnert Kylie an ihren Exfreund Trey. Er sieht gut aus, ist aber irgendwie verschlossen und versucht (genau wie Kylie) gegen seine Kräfte anzukämpfen. Auf mich machte er immer einen eher ernsten Eindruck, der jedoch weiß, was er will und diese Ziele zielstrebig verfolgt. Er zeigt Kylie von Anfang an, was er für sie empfindet, versucht sie aber nie zu irgendetwas zu überreden oder zu drängen.

Lucas ist Dereks Gegenspieler. Kylie kennt ihn schon von ihrer Kindheit, erfährt aber erst im Camp, dass er ein Werwolf ist. Aufgrund ihrer Vergangenheit hat sie zuerst Angst vor ihm, scheint aber gleichzeitig fasziniert von Lucas zu sein. Der Werwolf ist sehr mysteriös, man erfährt nicht viel von ihm, aber was man erfährt, gibt einem neue Rätsel auf. Auch er scheint an Kylie interessiert zu sein und es knistert richtig zwischen den beiden. Doch Lucas hat einige Geheimnisse und genau die verhindern, dass sich die beiden näherkommen.

Die Campleiterin Holiday ist auch sehr interessant. Sie scheint ähnliche Fähigkeiten zu haben wie Kylie, denn auch sie kann Geister sehen und versucht dem Mädchen dabei zu helfen, ihre Kräfte anzunehmen und damit umzugehen. Holiday setzt sich immer für ihre Schüler ein, hat ein offenes Ohr für sie und versucht alles, um das Camp zu retten und den Jugendlichen beizubringen friedliche miteinander umzugehen.

Perry, der Gestaltwandler gefiel mir auch sehr gut. Er versucht benutzt seine Fähigkeiten, um den Mädchen näher zu kommen. Dabei hat er es ganz besonders auf eine abgesehen. Aber obwohl er immer der Campclown ist, ist er doch sehr schüchtern und traut sich nicht, seine Gefühle offen auszusprechen.

Ach, ich könnte noch viele Personen aufzählen, denn dieses Buch ist wirklich voll davon und jeder Charakter hat seine eigenen Eigenschaften, die ihn zu etwas besonderem machen. Aber lest selbst … 


 
Zu Beginn hatte ich etwas Probleme in das Buch hineinzufinden. Es erzählt von Kylies ganz normalem Leben und plätschert so dahin. Ihre Eltern streiten sich, Kylie hängt mit ihrer besten Freundin ab, trifft auf einer Party ihren Ex mit einer anderen … . Dieser „Vorspann“ zieht sich durch einige Seiten und ich hab immer darauf gewartet, dass endlich etwas passiert und dann wird Kylie ins Camp geschickt und die Geschichte nimmt endlich etwas an Fahrt auf, wobei es auch da noch nicht wirklich spannend wird. Doch obwohl es auch anfangs im Camp noch keine Spannung gibt, wird das Buch doch gleich viel interessanter zum lesen, denn es gibt so viel zu entdecken. Alle magischen Geschöpfe, die es gibt, treffen hier plötzlich aufeinander: Vampire und Werwölfe, Hexen und Feen, Gestaltwandler und Elfen. Und diese Gruppen sind sich nicht immer freundlich gesonnen. Es kommt zu Vorurteilen und Auseinandersetzungen, die einzelnen Teilnehmer müssen ihre Fähigkeiten entdecken und sich gegenseitig kennen und akzeptieren lernen. Und mittendrin ist Kylie, die denkt, dass sie hier überhaupt nicht hinpasst und bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas von übernatürlichen Wesen gehört bzw. diesen für Märchen gehalten hat. Es macht richtig Spaß zusammen mit der Protagonistin die einzelnen magischen Geschöpfe kennenzulernen und ihre Eigenheiten zu entdecken. Dabei geht die Autorin C.C. Hunter oft auch neue Wege, indem sie den Vampiren ein vererbtes Gen gibt, das sie verwandelt oder eine Hexe mit Legasthenie erschafft. Doch auch altbewerte Schemen, wie z.B. dass Vampire und Werwölfe Feinde sind kann man in diesem Buch finden. Es gibt immer wieder Neues zu entdecken und die Charaktere sind wirklich sehr gut beschrieben, mit ihren für sie typischen Eigenschaften entsteht ein richtiges Bild der einzelnen Personen.

Ungewöhnlich fand ich, dass dieses Buch in der 3. Person geschrieben wurde. Eigentlich hatte ich erwartet, dass es aus Kylies Sicht erzählt wird, wie es momentan in den meisten Büchern der Fall ist. Doch es ist auch mal wieder schön, die ganze Geschichte von „außen“ betrachten zu können.

Sehr gelungen ist der Autorin C.C. Hunter, meiner Meinung nach die Darstellung der Gefühle. Ich könnte richtig fühlen, wie verloren sich Kylie gefühlt hat, zerrissen, einsam, ungeliebt. Je länger das Mädchen jedoch im Camp ist, desto mehr lebt sie sich ein und plötzlich gehört sie einfach dazu. Auch diese Entwicklung wurde sehr gut dargestellt. Und als es zwischen Kylie und Lucas geknistert hat, war die Spannung richtig greifbar. 

Enttäuscht dagegen war ich vom „großen Showdown“. Es passieren immer wieder kleine Ereignisse, die zum Höhepunkt hinführen und die Spannung aufbauen. Und auch der Klappentext klang diesbezüglich sehr vielversprechend. Leider fand ich jedoch schnell heraus, wer hinter all dem steckt und die Showdown hat sich so schnell aufgelöst, dass man als Leser nicht wirklich mitfiebern konnte.

Das Ende ist dann aber erst richtig gemein :) Zwar lösen sich ein paar Geheimnisse auf und es  gibt nochmal eine tolle Wendung, doch es werden wieder viele neue Fragen aufgeworfen und gerade die brennensten werden nicht beantwortet. Man bleibt als Leser mit dem Gefühl zurück, dass man unbedingt wissen will, wie es weitergeht, was sicher so beabsichtig war, die Wartezeit auf den Folgeband jedoch unerträglich macht.

 
Eine wirklich tolle Fantasy-Geschichte für Jugendliche, die mit wunderbaren Charakteren besticht und ein wahres Lesevergnügen ist, auch wenn es manchmal an etwas Spannung fehlt.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


Lob:

+ tolle Story
+ schöne Charaktere, mit ganz eigenen Eigenschaften
+ viel Magie und Fantasy
+ flüssiger Schreibstil
+ mit viel Gefühl
+ gute Beschreibungen
+ tolle Wendungen
+ Lovestory dominiert nicht das ganze Buch
+ Altbekanntes wird mit neue Elementen gemischt
+ spannendes Ende 

Kritik:

- zäher Anfang
- teilweise wenig Spannung
- etwas vorhersehbar



 
Vielen Dank an den FJB Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Auslosung ... And the winner is ....

Kommentare:
Auslosung
Gestern endete mein 150-Leser-Gewinnspiel und heute hab ich ausgelost.
Hab es dieses Mal auch per Random.org gemacht 
 Gewonnen hat also die Nr. 2

Dieses Buch hier
 

geht somit an

 -Yvonne -

Herzlichen Glückwunsch!



Alle anderen nicht traurig sein, der Autor hat mir noch einmal 2 Exemplare dieses Buches für eine Verlosung zugeschickt, die sicher auch bald hier stattfinden wird! :)

Montag, 18. Juni 2012

Ich wurde getaggt :)

Kommentare:
8 Dinge über mich und den Wald


Ich wurde heut getaggt und zwar von Jäci :)

Hier sind die Regeln:
1. Schreibe, von wem du getaggt wurdest und verlinke die Person!
2. Schreibe 8 Dinge über dich auf, die zu dem vom Vorgänger gewählten Thema passen.
3. Tagge 10 weitere Leute.
4. Sage den getaggten Leuten bescheid.
5. Stelle selbst ein Thema auf, welches die anderen betaggen.

Das gewählte Thema von Jäci ist "Wald":


1., Das Haus, das ich zusammen mit meinem Freund vor kurzem gekauft hab, ist auf einer Seite nur  
     von Wald umgeben.

2., Ich hab mal Praktikum in einem Waldkindergarten gemacht, das war irgendwie gruselig :-p

3., Waldspaziergänge find ich sehr beruhigend.

4., Im Wald scheint es immer so friedlich zu sein.

5., Oft kann man die Krone der Bäume im Wald gar nicht mehr sehen, so hoch sind sie schon.

6., Ich liebe die Luft, die es im Wald gibt, der Geruch nach Holz, frischen Blättern und Pilzen.

7., Der Wald ist Lebensraum vieler Tiere, besonders gern mag ich Rehe.

8.,  Wie schön, dass es Wälder gibt :)





8 Dinge über mich und Fantasiewesen




1.,Gibt es viele in Fantasy-Romanen.

2., Vampire, Werwölfe, Elfen, Hexen, Feen, Einhörner, Dämonen, Gesatltwandler ...

3., Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, alles ist möglich.

4., Hab ich mir auch schon einige ausgedacht ;)

5., Bemerkenswert welche Fantasiewesen, sich manche Autoren ausdenken.

6., Fantasiewesen haben meist besondere Fähigkeiten.

7., Es gibt gute und böse Fantasiewesen (die guten sind mir lieber :-p).

8., Gut, dass es sie nur in der Fantasie gibt, so faszinierend sie auch sein mögen ;)



Und von Franzi wurde ich auch noch getaggt.


Ihr Thema gefällt mir besonders gut, weil es um meine Lieblingsthema geht (lesen).

8 Dinge über mich und meine Angewohnheiten beim lesen:


1., Bevor ich zu lesen beginne, blätterte ich das Buch durch und schnuppere daran :-p

2., Ich lese grundsätzlich immer den Schluss zuerst (doofe Angewohnheit, kann ich aber nicht 
     ablegen). 

3., Beim lesen wechsel ich mindestens 100 x die Sitzposition.

4., Wenn ich bei den ersten 100 Seiten angelangt bin, schau ich nach, wie viele Seiten das Buch 
     insgesamt hat.

5., Während dem lesen wird nix gegessen (nicht, dass das Buch was abbekommt).

6., Wenn ich lese, vergesse ich die Welt um mich herum (es kann also schon mal sein, dass ich es 
     nicht mitbekomme, wenn das Telefon klingelt oder jemand mit mir spricht :-D)

7., Während dem lesen lasse ich meinen Emotionen freien Lauf: Ich lache laut, heule Rotz und 
     Wasser und fiebere mit, egal wer sonst noch im Raum ist ;)

8., Bin ich mit dem Buch fertig überleg ich mir sofort, welches Buch ich als nächstes lese oder
     schaue nach, ob und wann die Fortsetzung rauskommt.

Dankeschön Euch fürs taggen!!!  
Es hat mir viel Spaß gemacht :)

Sonntag, 17. Juni 2012

Blogpartnerschaft

Kommentare:
Ja, der Trend hat sich auch bei mir durchgesetzt :) Die liebe Angii hat mich gefragt, ob ich ihr Blogparnter oder Partnerblog werden möchte und ich hab mich RIESIG drüber gefreut und natürlich sofort "ja" gesagt.




Und passend zur Partnerschaft hab ich ein Interview mit Angii gemacht, damit Ihr sie alle besser kennenlernen könnt:

Beschreib Dich doch mal selbst:

Selbstbeschreibungen sind ja immer ein wenig blöd, irgendwie sieht man sich oft anders als andere einen sehen.
Aber ich versuch es mal:
Ich kann laut sein aber auch leise, obwohl ich öfters und lieber laut bin. Ich verstecke mich nicht gerne hinter anderen, sondern stehe lieber selber vorne.
 Meine Freunde würden auch sagen das ich verrückt bin oder hin und wieder ein bisschen krank im Kopf, denn ich kann mich wie bekloppt über einen Regenbogen freuen, oder über ein Lesezeichen, oder sogar nur über den Regen.

Und jetzt noch einen Mini-Steckbrief über mich:

Name: Angii Spath ( Eigentlich ja Angelika Monika und nicht Anschiii sondern Angii)
Wohnort: Top Secret- Vorarlberg
Alter: Kleine, zarte 14
Grösse : 1,76m
Schugrösse: 40-41 ( Big Foot?)
Haarfarbe: bald strohblond

Charaktereigenschaften: verrückt, nett, hilfsbereit, schlau, hin und wieder oder des öfteren zickig.
Mein Blog kann für sich sprechen, schaut hinein und lasst euch zutexten.


1., Wie lange bloggst Du schon und wie bist Du zum bloggen gekommen?

Ich blogge jetzt zirka seit einem Jahr, enorm wie die Zeit vergeht...
Und bin eigentlich durch die Facebook-Gruppe "Mein Lesetipp" zum Bloggen gekommen.
Dort gab es ja einen regelrechten Buchblog-Boom und ich dachte, wenn jeder seinen Senf zu den gelesenen Büchern dazugibt, muss ich das auch :)

2.,  Wie bist Du zum lesen gekommen?

Meine nette Lehrerin (die ich früher abrundtief gehasst habe) hatte die tolle idee Lesetiere zu machen. Das waren Zettel mit verschiedenen Tieren in denen Kreise waren und pro 30 Minuten Lesen durften die Eltern 1 Kreis unterschreiben, ich war natürlich süchtig nach den süßen Tieren und wollte deshalb immer lesen. Obwohl ich das Lesen irgendwie gehasst habe , es war eine Art Hassliebe...

3., Was liest Du gerne?

Eigentlich alles, obwohl Krimis mag ich nicht soooo gerne aber hin und wieder lese ich trotzdem einen.
Ganz alte Wälzer mag ich auch nicht, die sehen immer so aus als würden sie zerfallen, wenn man sie anfasst...

 4., Was ist Dein Lieblingsbuch?

Das ist für mich eine der einfachsten Fragen - Der Märchenerzähler- wenn ich schon dran denke fange ich wieder an zu heulen.
Es ist das erste und einzige Buch bei dem ich je geheult habe, normal bin ich nicht nah am Wasser gebaut und bei Büchern und Filmen schon gar nicht.
 
5.,  Wieso eine Blogpartnerschaft?

Ohne dich ... ist alles einfach doof.
Auch das bloggen ist alleine nicht gerade schön und so kann man zusammen ein Buch lesen obwohl man hunderte von Kilometern auseinander wohnt. Was bei unserer Blogpartnerschaft noch speziell ist, wie verbinden Länder: Vorarlberg meets Bayern ^^


Mal schaun, was uns alles so spannendes einfällt :) Wir verhandeln ja grad über eine gemeinsame Leserunde, aber unsere SuBs sind doch sehr unterschiedlich. Nur 4 Übereinstimmungen und das obwohl Angii einen SuB von über 200 Büchern hat ... da sieht man mal, wie unterschiedlich wir sind :D Aber sobald wir uns einig sind, erfahrt Ihr das natürlich alles hier und auf Angii's Blog.

Hoffe, das ganze macht Euch auch so viel Spaß wie mir :)

Eure Monika

Dienstag, 12. Juni 2012

[Rezension] Wir beide, irgendwann

Kommentare:


Autor(in): Jay Asher und Carolyn Mackler
Verlag: cbt
Seitenzahl:  394
Preis:  9,99 Euro
Cover / Bildrechte: Randomhouse / cbt


Das Cover gefällt mir richtig, richtig gut, da es mal etwas ganz anderes ist, etwas Originelles. Allein die Farben finde ich sehr ungewöhnlich und haben mich sofort begeistert. Endlich einmal ein Buch, das jedem in der Buchhandlung direkt ins Auge springt. Das Cover schreit förmlich „Nimm mich!“ :)






Emma gefiel mir sofort total gut. Sie scheint ein ganz normales Mädchen von nebenan zu sein. Sie ist nicht Mitglied in der Cheerleader-Mannschaft und hat auch sonst keine besonderen Begabungen und doch ist sie einfach nur sympathisch mit ihrer natürlichen Art. Sie steckt immer in irgendwelchen Jungengeschichten drin und bespricht sofort alles mit ihrer besten Freundin Kellan. Ihr Nachbar Josh war ihr bester Freund, bis dieser sich in sie verliebt hat, was sie jedoch nicht erwidern konnte. Seit dem ist die Situation zwischen den beiden etwas angespannt, aber Emma ist die Freundschaft sehr wichtig und sie freut sich, dass sie durch die Facebook-Seite wieder ein besseres Verhältnis zu Josh bekommt. Als Emma von ihrer Zukunft erfährt, ist sie zuerst überrascht, aber je mehr Negatives sie erfährt, desto deprimierter wird sie. Plötzlich wird diese Facebook-Seite für sie der Mittelpunkt ihres Lebens. Sie kann an nichts anderes mehr denken und versucht ständig ihre Zukunft durch bestimmte Handelsweisen zu ändern, ohne darüber nachzudenken. Nach einiger Zeit hatte ich jedoch das Gefühl, dass Emma nie zufrieden sein wird und war richtig froh, als ihr die Zukunft einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Josh ist der richtig nette Typ von nebenan. Er behandelt alle respektvoll, kümmert sich um seine Freunde, hilft anderen in der Not und verliebt sich natürlich in seine beste Freundin. Mit der Abfuhr kann er nur schwer leben, weil er nicht weiß, wie er in Zukunft mit Emma umgehen soll. Auch er leidet unter dieser angespannten Stimmung zwischen ihnen. Im Gegensatz jedoch zu Emma, glaubt er nicht sofort daran, dass diese Facebook-Seite ihre wirkliche Zukunft anzeigt. Aber schließlich erliegt er der Vorstellung er könnte wirklich einmal mit dem schönsten Mädchen der Schule verheiratet sein. Doch da ihm diese Aussicht gefällt, versucht er nicht diese zu ändern, sondern arbeitet eher daran, sie in die Gegenwart umzusetzen. Besonders schön an ihm finde ich, dass er erst nachdenkt, bevor er handelt. Gerade deshalb würde er so gut zu der impulsiven Emma passen. Doch laut Facebook hat die Zukunft etwas anderes für sie vorgesehen.

Kellan, Emmas beste Freundin gefiel mir am besten. Sie kam mir immer total überdreht vor, wie eine richtige Quasselstrippe, die alle Gerüchte kennt und kräftig mitmischt in der Gerüchteküche. Doch das schönste an ihr, sie ist eine richtig treue Freundin. Egal um was Emma sie bittet, sie macht es, aber nicht, ohne ihrer Freundin die Meinung darüber zu sagen. Kellan hat eigentlich nicht so viele Erfahrungen mit Jungs, denn ihr Herz gehört nur einem: Tyson.



Das Buch ist abwechselnd aus Emmas und aus Joshs Sicht geschrieben, was ich einfach super fand. Dadurch konnte man als Leser beide Protagonisten besser verstehen und ich fand es auch sehr interessant mal die Sicht eines Jungen zu lesen, denn so sehr unterscheiden sich die beiden Geschlechter doch nicht, wenn es um die Liebe geht. Sicher ist diese Darstellung der einzelnen Gefühle, Denkweisen und Gespräche deshalb so gut gelungen, da dieses Buch sowohl von einem Mann, als auch einer Frau geschrieben wurde. Die perfekte Mischung also. 

Besonders schön waren aber auch die Gefühle in diesem Buch beschrieben. Da geht es um gekränkten Stolz, eine Abfuhr, gebrochene Herzen, Freundschaft, Liebe, Ablehnung und besonders im Vordergrund steht die Frage,  was die Zukunft bringen mag und ob man damit zufrieden sein oder versuchen soll diese zu ändern. Gerade im Teenageralter fragt man sich doch ständig nach dem Sinn des Lebens und wohin dieses einen eines Tages führen wird. All diese Gefühle sind so realistisch dargestellt, dass man sich als Leser einfach in die Protagonisten hineinfühlen muss und sich fragt, wie es einem selber in dieser Situation gehen würde. 

Doch neben all diesen Gefühlen und der Ernsthaftigkeit dieses Buches wird auch der Humor nicht vergessen. Schon allein Emmas Freundin Kellan brachte mich mit ihrer Art immer wieder zum schmunzeln und richtig laut musste ich lachen, als Emma Josh in Unterwäsche erwischt hat. Natürlich ist es auch sehr witzig, dass die Geschichte 1996 stattfindet, einer Zeit, in der noch nicht jeder seinen eigenen Computer hat und in Social Networks mit tausenden von Leuten befreundet ist und man sogar mit dem Handy online gehen kann. Im Gegenteil, in der Videothek leiht Emma sogar noch eine VHS-Kassette aus … allein diese Tatsache zaubert schon ein dickes Grinsen in mein Gesicht, da ich diese Zeiten durchaus noch live miterlebt, mir aber den ganzen Fortschritt einfach nicht mehr wegdenken kann.



Ich bin total begeistert von diesem Buch. Endlich mal wieder ein anderes Thema als Vampire, Werwölfe oder Engel und trotzdem mit einem tollen Spritzer Fantasie. 

Eine originelle, wunderschöne Geschichte, die alles hat, was eine gute Geschichte braucht und noch mehr, denn neben all dem Drama um Liebe und all dem Humor, brachte es mich doch zum nachdenken, ob ich mit 16 Jahren mit meinen Statusmeldungen in Facebook zufrieden gewesen oder auch versucht hätte, meine Zukunft zu ändern und wo wäre ich dann jetzt wohl gerade?!

Ich kann nur sagen: Lest dieses Buch! Es ist ein richtiges Highlight!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.



Vielen Dank an den cbt Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 10. Juni 2012

Gedicht: Der Kuss des Kjer

Kommentare:
Hey meine Lieben,

ich sollte gerade für ein Gewinnspiel auf Natalies Blog ein Gedicht über mein Lieblingsbuch schreiben. Und da dachte ich mir, das könnte ich doch auch mal hier auf meinem Blog veröffentlichen :)

Das ist also mein Werk:

Heut muss ich mich entscheiden
und ein Gedicht über mein Lieblingsbuch schreiben.
Die Aufgabe ist recht schwer,
doch ich entscheide mich für: Der Kuss des Kjer.
Dieses Buch musste ich einfach lesen,
es ist mein erstes aus dem Fantasy-Genre gewesen.
Die beiden Hauptdarsteller hassen sich anfangs noch,
aber am Ende lieben sie sich schließlich doch.
Er enführt sie, bringt sie zu seinem Herrn,
den soll sie heilen, doch das macht sie nicht gern.
Der Herr war nicht ehrlich, führt sie hinters Licht,
denn zum heilen braucht er sie nicht.
Einen Dämon will er erwecken,
dafür wird er selbst vor Mord nicht zurückschrecken.
Doch die Protagonisten beweisen ihren Mut
und am Ende wird schließlich doch alles gut.
Doch lest es selber, ich verrate nicht mehr,
denn dieses Buch selber zu lesen, lohnt sich sehr.
Das ist mein Gedicht für die liebe Natalie
und ihren tollen Blog Be Bubbly :)

Montag, 4. Juni 2012

[Rezension] Feuer und Glas - Der Pakt

Kommentare:

Feuer & Glas – Der Pakt

Autor(in): Brigitte Riebe
Verlag: Heyne
Seitenzahl:  380
Preis:  13,99 Euro
Cover / Bildrechte: Randomhouse / Heyne


Gestaltung:

Auf dem Cover ist wieder einmal das Profil eines Mädchens groß abgebildet. Dieses Mädchen mit den feuerroten Haaren könnte Milla, die Protagonistin des Buches sein. Was mir an dem Cover gut gefällt, ist das kleine Abbild von Venedig, das man am unteren Rand und auf der Rückseite sieht. Meiner Meinung nach, hätte das Mädchenprofil kleiner und die Abbildung größer sein können. Dann hätte mich das Cover noch mehr angesprochen.

Cover und Titel passen jedoch auf jeden Fall super zum Inhalt.

Story:

Das Buch beginnt sofort sehr spannend, indem ein Mann auf der Flucht ist. Als Leser weiß man nicht, wer dieser Mann ist und vor wem oder was er auf der Flucht ist. 

Danach springt die Geschichte zu Milla,  ihrer Mutter Savinia und ihrer Tante Ysa und schnell wird klar, dass der Mann im Prolog, Millas Vater, ein Glasbläser aus Murano gewesen sein muss, denn dieser ist spurlos verschwunden. Savinia und Milla sind bei Ysa, der Schwester des Glasbläsers untergekommen und helfen dieser mit ihrer Taverne, dem Ippocampo.

Zunächst einmal plätschert die Geschichte so dahin. Man erfährt etwas von Venedig, von den Wasser- und Feuerleuten und Milla lernt Luca, den Gondoliere kennen. 

Immer wieder dreht sich die Story auch um Marco, der die rechte Hand des Admirals ist, der in Venedig die Fäden zieht. Marco taucht immer wieder in Millas Leben auf, macht ihr schöne Augen und beobachtet sie.

Und dann spitzen sich die Ereignisse zu: Wasser- und Feuerleute fangen an sich zu bekriegen und alle sind auf der Suche nach der gläsernen Gondel, die im Besitz von Millas Vater gewesen sein muss. Deshalb gerät das Mädchen zwischen die Fronten und weiß bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Doch sie hat keine Ahnung, wo sich die gläserne Gondel befindet und auch von dem anderen Erbe ihres Vaters ahnt sie zu Beginn nichts. Erst als sie mehr Zeit mit Luca, einem der Wasserleute, verbringt, erfährt Milla mehr über die Bedeutung der Gondel, über den Pakt zwischen Wasser- und Feuerleuten und wieso dieser so wichtig ist für die Zukunft Venedigs. Denn Milla spielt eine wichtige Rolle im Kampf um Venedig, sie ist eine Schlüsselfigur und muss sich entscheiden, ob sie ihr Schicksal annimmt und ob es sich lohnt, um ihre Liebe und um Venedig zu kämpfen… .

Charaktere: 

Milla ist die Tochter des „Feuerkopfs“, eines berühmten Glasbläsers aus Murano, der jedoch spurlos verschwunden ist. Das Mädchen hat die Hoffnung jedoch noch nicht aufgegeben und glaubt weiterhin daran, dass ihr Vater wieder zu ihr und ihrer Mutter nach Hause zurückkehrt. Von ihrem Erbe ahnt sie zu Beginn nichts. Sie hilft ihrer Tante und ihrer Mutter in der Taverne und lebt so in den Tag. Doch dann trifft sie den Gondoliere Luca und wird von ihm wie magisch angezogen. Sie fragt sich, woher diese Anziehung kommt und erfährt mehr über Feuer- und Wasserleute, was sie anfangs noch für eine Art Mythos hielt. Und plötzlich will jeder diese gläserne Gondel von ihr. Doch Milla weiß nichts von dieser Gondel und auch den Brief ihres Vaters kann sie nicht entschlüsseln. Trotzdem gibt sie nicht auf und folgt jedem noch so kleinen Hinweis. Dabei stürzt sie sich in so manche Gefahr und beweist immer wieder Mut, vor allem, wenn es darum geht, die zu  beschützen, die sie liebt. Sie trägt ein besonderes Erbe in sich, von dem sie jedoch zu Beginn nichts ahnt, wodurch sie wie ein normales Mädchen wirkt, das ihre Möglichkeiten nutzt, um sich aus dieser misslichen Lage zu befreien und Venedig zu retten.

Von Luca wusste ich nicht so recht, was ich halten sollte. Einerseits sucht er immer wieder Millas Nähe und hilft ihr, wo er nur kann. Andererseits schickt er sie dann wieder weg und es scheint, als wolle er ihr überhaupt nicht nahekommen. Über seine Gefühle war ich mir bis zum Ende des Buches nicht im Klaren. Doch auch er beweist Mut und versucht alles, um Venedig, das er so liebt, zu retten. Auch er trägt ein besonderes Erbe in sich, das Erbe der Wasserleute, was ihm besondere Kräfte verleiht. Und diese setzt er ein, um Milla zu helfen, um die gläserne Gondel zu finden und um den Pakt, der Venedig rettet, zu erneuern.

Marco war mir zu Beginn sehr unsympathisch. Er hat sich beim Admiral beliebt gemacht, um eine höhere Position zu bekommen, als es seiner Herkunft gebührt. Das an sich wäre ja noch nicht so schlimm, wäre der Admiral nicht nur auf seinen Vorteil aus und würde sich rücksichtslos gegenüber den übrigen Bewohnern von Venedig zeigen. Und genau dieses Verhalten, nimmt Marco an, um beim Admiral zu punkten. Um Informationen für diesen zu sammeln, nimmt er anderen die Existenz weg und schleimt sich bei Milla ein. Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, er hätte sich wirklich in Milla verliebt, aber wirklich dazu stehen tut er nie. Erst zum Ende des Buches sieht er, dass nicht alles Gold ist was glänzt und dass diejenigen, die hoch hinauswollen auch tief fallen können. Doch genau das ist die Stunde seines Ruhms. Ich bin gespannt, was mit ihm im 2. Teil passiert. Eine kleine Ahnung hab ich ja schon … .

Eine tolle Nebenrolle kam auch Ysa zu, der Tante von Milla. Sie ist eine wirklich starke Persönlichkeit, die es nicht immer leicht hatte, aber trotzdem immer das Beste daraus macht. Sie möchte Milla schützen und das Erbe ihres Bruders erfüllen. Gerade deshalb gerät sie auch ins Schussfeuer und muss beweisen, wie stark sie wirklich ist.

Und dann gibt es noch eine besondere Rolle in dem Buch: einen Kater, den Milla Puntiono tauft. Er führt Milla mehrere Male auf die richtige Spur und weist ihr mit seinen ganz eigenen Methoden den richtigen Weg. So einen Kater hätt ich auch gern :)

Schreibstil:

Der Autorin, Brigitte Riebe, gelingt es sehr gut, ein tolles Bild von Venedig zu malen. All die Orte, die Gassen, Brücken und Häuser sind so bildreich beschrieben, dass ich richtig Lust bekam in Venedig Urlaub zu machen und mir all die Orte anzusehen. Auch das Leben der Handwerker, z.B. der Glasbläser ist sehr schön und genau dargestellt. Doch immer passend zur Geschichte, so dass es nicht zu trocken und zu geschichtstechnisch wirkt. Es machte richtig Spaß, das Venedig des 16. Jahrhunderts gemeinsam mit Milla zu entdecken. Eine Zeittafel am Ende des Buches und eine Karte sorgen dafür, dass sich der Leser ein noch genaueres Bild von Venedig machen kann.

Sehr gut gefiel mir, dass das Buch sofort sehr spannend beginnt. Als Leser möchte man natürlich wissen, wer dieser Mann im Prolog war und wovor er weggelaufen ist. Was ist das Geheimnis und was hat das alles mit Venedig zu tun. Diese Spannung zieht sich eigentlich durch das ganze Buch, was vor allem daran liegt, dass Milla immer nur einen kleinen Teil des Rätsels löst und oft auch in einer Sackgasse landet, was für mich das Buch authentischer macht.

Die Liebesgeschichte zwischen Milla und Luca entwickelt sich langsam. Zwar gibt es diese Anziehung zwischen den beiden, aber trotzdem sind sie nicht sofort ein Paar. Man weiß zwar als Leser sehr bald, dass die beiden füreinander bestimmt zu sein scheinen, aber dennoch bleiben bis zum Ende Zweifel ob diese Liebe wirklich eine Chance hat. Es ist der Autorin wirklich gelungen, den Leser immer wieder auf die Folter zu spannen.

Das Ende des Buches bleibt spannend. Zwar wird ein Teil der Geschichte aufgelöst, doch es bleiben einige Rätsel ungelöst und neue Herausforderungen entstehen, so dass es auch in der Fortsetzung verspricht spannend zu werden. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt darauf!

Fazit:

Der Autorin, Brigitte Riebe ist es wirklich gelungen, einen historischen Roman mit Fantasyelementen zu verbinden. Das Buch ist spannend, humorvoll, romantisch und einfach wunderbar! Ich kann es jedem nur empfehlen.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.