Freitag, 31. Mai 2013

[Rezension] Getrieben - durch ewige Nacht

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 Titel: Getrieben - durch ewig Nacht
 Autor/in: Veronica Rossi 
 Verlag: Oetinger
 Seitenzahl: 368
 Preis: 8,99 € (D)  
 Cover / Bildrechte: Oetinger Verlag

Aria und Perry sind endlich wieder vereint und erreichen gemeinsam die Tiden. Doch obwohl Perry jetzt deren Kriegsherr ist und Aria Schutz verspricht, sind die restlichen Stammesbewohner alles andere als freundlich gesinnt. Auch, dass das Mädchen eine Horcherin ist und nur zur Hälfte Siedlerin beruhigt sie nicht. Die Emotionen kochen über und damit Perry nicht seinen ganzen Stamm verliert, verlässt Aria das Dorf und macht sich gemeinsam mit Roar auf zu Sable und den Hörnern.

Dort wollen sie erfahren, wo sich die Blaue Stille befindet und gleichzeitig Perrys Schwester und Roars große Liebe Liv befreien. Die Blaue Stille ist ihre einzige Hoffnung, denn nur, wenn Aria diese Information mit Konsul Hess teilt, bekommen sie Talon zurück und können sich selbst und die Tiden in Sicherheit bringen.

Doch was ist der Preis für diese Information und werden die Tiden Aria hinterher akzeptieren oder wird alles nur noch aussichtsloser?


Neben den äußerst sympathischen Protagonisten Aria und Perry, gibt es noch jede Menge anderer einmaliger und besonderer Darsteller, wie z.B. Roar, Perrys besten Freund. Er ist mein absoluter Liebling in diesem Band, denn er kümmert sich nicht nur um Perry, sondern nimmt sich auch um Aria an und baut eine ganz innige und tiefe Freundschaft zu ihr auf, die ihr Halt und Kraft gibt. Oder Cinder, der Junge, der den Äther beherrschen kann. Endlich erfährt man auch etwas mehr über ihn und merkt, dass er wirklich einmalig ist. Und dann lernt man auch Liv einmal persönlich kennen und erlebt, wieso sie für Perry und Roar so etwas Besonderes ist. Genau diese Charaktere machen diese sowieso schon tolle Geschichte noch einmal ein Stück besser.



Die Geschichte beginnt einige Zeit nach  „Gebannt“ und man wird sofort in die Geschehnisse hineingeworfen. Natürlich hatte ich noch die wichtigsten Personen im Kopf, hatte bei den Nebenfiguren aber manchmal doch etwas Probleme, sie wieder richtig zuzuordnen. Es dauerte also ein paar Kapitel, bis ich alles geordnet hatte und mich wieder in Arias und Perrys Welt zurechtfand. 

Von da ab war ich aber erneut gefangen und total begeistert. Ich freute mich gemeinsam mit Aria und Perry über das Wiedersehen und wartete gespannt auf die Reaktion der Tiden. Doch leider trennen sich die Wege der beiden relativ schnell wieder, was mich etwas gestört hat, aber auch wieder für jede Menge Spannung sorgt.

Sehr schön fand ich wieder die Perspektivwechsel, die alle zwei Kapitel erfolgen. Einmal liest man Perrys Sicht und dann wieder Arias. Dabei gibt es oft sehr spannende Cliffhanger am Ende eines Kapitels, so dass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen, da ich immer wissen wollte, wie es weitergeht. Insgesamt ist das Buch überhaupt sehr spannend, denn es warten wieder jede Menge Gefahren und auch einige unvorhersehbare Wendungen auf Perry und Aria.

Am meisten konnte mich in diesem Band jedoch der emotionale Aspekt begeistern. Hier ging es nicht nur um die Liebe zwischen Perry und Aria, die auf eine harte Probe gestellt wird, hier geht es um tiefe, innige Freundschaft, um Eifersucht, Intrigen, Verantwortung, Loyalität, Schmerz, pure Verzweiflung, Trauer und Hoffnung. Die ganze Bandbreite der Gefühle wird in „Getrieben“ angesprochen, ohne das es übertrieben oder kitschig rüberkommt. 

Zum Ende gibt es dann noch einmal einen tollen Showdown und obwohl es nicht direkt einen Cliffhanger gibt, werden doch viele Fragen aufgeworfen und das Ende ist so offen, dass es nur verspricht auch im finalen Band „Geborgen – in unendlicher Weite“ spannend zu werden. Leider müssen wir jetzt erst einmal bis März warten, bis wir wissen, ob es für Aria, Perry und ihre Freunde am Ende doch noch ein Happy End geben wird.


Da ich von Band 1 schon mehr als begeistert war, bin ich mit sehr hohe Erwartungen an diese Fortsetzung gegangen und muss sagen: Ich wurde nicht enttäuscht. Veronica Rossi hat es erneut geschafft mich mit der Welt der Ätherstürme zu faszinieren. Schnell taucht man in die Geschichte ein, fiebert mit den äußerst sympathischen Protagonisten mit und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Eine mehr als gelungene Fortsetzung.


Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.
Vielen Dank an den Oetinger Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Dienstag, 28. Mai 2013

[Rezension] Frostherz - Mythos-Academy III

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Cover 




 Titel: Frostherz - Mythos Academy 3
 Autor/in: Jennifer Estep 
 Verlag: Piper / ivi
 Seitenzahl: 432
 Preis: 14,99 € (D)   
 Cover / Bildrechte: Piper Verlag


Eigentlich wollten Gwen und ihre Freunde Daphne, Carson und Logan nur ihre Hausaufgaben erledigen, als sie ins Kreios-Museum gingen, doch dann überfallen Schnitter die Artefakt-Ausstellung und töten einige ihrer Mitschüler. Um nicht das gleiche Schicksal zu erleiden stellen sich die vier dem Kampf und können die Schnitter vertreiben.

Doch von da an wird Gwen umso mehr bewusst, wie wichtig ihr Auftrag ist: Sie muss unbedingt den Helheim-Dolch für die Göttin Nike finden, den ihre Mutter vor vielen Jahren auf dem Gelände der Mythos-Academy versteckt hat. Leider hat Gwen kaum Hinweise auf den Verbleib des Artefakts und ihre Freunde sind ihr im Moment auch keine sehr große Hilfe, denn Daphne kämpft mit ihren erwachten Heilkräften und Logan geht ihr wegen ihrer Gypsy-Gabe aus dem Weg, da er ein Geheimnis hat, das er um jeden Preis bewahren will.

Auf sich allein gestellt versucht Gwen ihr Bestes, doch sie hat nicht damit gerechnet, dass sich erneut ein Schnitter in der Mythos-Academy eingeschlichen hat und Gwen immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Wird es dem Gyspsy-Mädchen erneut gelingen, die Pläne der Schnitter zu vereiteln oder bricht doch das Chaos über die Welt der Krieger und Götter herein?

Ich liebe die Charaktere dieser Reihe. Obwohl sie in verschiedene Gruppen, wie z.B. Spartaner, Gypsy, Wikinger, Walküren, Amazonen usw. mit speziellen Eigenschaften, die diese Gruppe ausmachen, eingeteilt sind, hat jeder Darsteller doch noch eigene Charaktereigenschaften, die ihn auszeichnen. Immer wieder fallen mir neue Sachen auf, die die einzelnen Personen so besonders und einzigartig machen. Es macht Spaß alle Eigenheiten der Darsteller zu entdecken.

In diesem Band ist es auch besonders schön, weil sich die Charaktere weiterentwickeln, weil sie an ihren Aufgaben wachsen und ihre Kräfte sich erweitern. So wird es niemals langweilig, weil es ständig Neues zu entdecken gibt und man gar nicht anders kann, als sich mit den äußerst sympathischen Helden ins Abenteuer zu stürzen.

Dieser Band beginnt sofort sehr spannend und zwar mit dem Schnitter-Angriff im Museum. Diese Situation fand ich wirklich toll beschrieben. Ich hab richtig die Luft angehalten und mitgefiebert. Da ich im letzten Band „Frostfluch“ bemängelt hatte, dass es Band 1 zu ähnlich ist, war ich ehrlich begeistert vom Anfang von „Frostherz“.

Danach wird es wieder etwas ruhig. Durch kleine Erinnerungen von Gwen, erfährt man auch noch einmal, was in den ersten beiden Bänden passiert ist, ohne, dass es langweilig wird.

Sehr schön finde ich wie immer, dass die Geschichte aus Gwens Sicht geschrieben ist und man viele ihrer verworrenen und chaotischen Gedanken und vor allem ihren teilweise sehr trockenen Humor hautnah mitbekommt. Dadurch schließt man das Gypsy-Mädchen richtig ins Herz und versucht gemeinsam mit ihr, die Rätsel zu lösen und den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Anhand der Hinweise, die man immer wieder bekommt, kann man sich schnell sein eigenes Bild von den Geschehnissen machen und ich muss ehrlich gestehen, dass die Geschichte schon sehr vorhersehbar ist, was mich jedoch nicht sonderlich gestört hat, da allein die Charaktere dieser Reihe so einzigartig und besonders sind, dass es einfach Spaß macht, gemeinsam mit ihnen Abenteuer zu erleben. 

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Band, dass Gwen und ihre Gypsy-Gaben sich endlich auch entwickeln. Es heißt ja immer, dass diese Gabe etwas ganz Besonderes und Seltenes ist, doch bis jetzt dachte ich immer, dass Gwen eine der schwächsten Kriegerinnen in Mythos ist. Aber das ändert sich in diesem Band endlich so richtig: Gwen kann mehr als nur Gegenstände berühren und Erinnerungen auffangen.  Ihre Gypsy-Gabe ist ihr endlich auch im Kampf gegen die Schnitter richtig hilfreich. Und trotzdem bleibt Gwen, Gwen, mit ihrer chaotischen Art und all ihren Schwächen, besonders der, dass sie immer alles allein und auf eigene Faust schaffen will.

Insgesamt ist der Schreibstil von Jennifer Estep locker, leicht und flüssig, so dass die Seiten einfach so dahinfliegen und man durch die vielen Dialoge und die ständige Bedrohung, die sehr spannend über der Geschichte schwebt, gar nicht mitkriegt, wenn man plötzlich am Ende angekommen ist.

Das Ende ist erst einmal abgeschlossen, aber nur für den Moment, denn man weiß schon während des Lesens, dass es auf jeden Fall noch eine Fortsetzung geben wird. Doch besonders spannend macht es wieder einmal die Leseprobe am Ende von „Frostherz“, denn hier bekommt man schon wieder einen sehr aufregenden Ausblick auf „Frostglut“. Ich freu mich auf jeden Fall aufs nächste Abenteuer von Gwen und ihren Freunden.
Erneut konnte mich die Autorin Jennifer Estep mit den Abenteuern des Gyspy-Mädchens Gwen und ihrer Freunde fesseln. Auch dieses Mal gibt es wieder jede Menge Rätsel, Geheimnisse, Spannung, Humor und reichlich Gefühl. Ich liebe diese Reihe einfach.

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.




Vielen Dank an den ivi Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.