Donnerstag, 26. Dezember 2013

[Rezension] Zeitgenossen - Gemmas Verwandlung

1 Kommentar:
 





 Titel: Zeitgenossen - Gemmas Verwandlung
 Autor/in: Hope Cavendish
 Seitenzahl: 224
 Preis: 8,99 € (D)  
 Cover / Bildrechte: Hope Cavendish
Gemma wird 1599 in einen Vampir verwandelt und ist seit dem unsterblich. Sie versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen und zieht durch die Jahrhunderte und durch verschiedene Länder. 

Dabei lernt sie viele Menschen, aber auch andere Vampire kennen. Schnell muss sie jedoch feststellen, dass nicht alle wie sie sind und sich von Tierblut ernähren. Da gibt es nämlich die Sybarites, die es wahrlich zelebrieren, unschuldige Menschen zu töten. Und wer sich ihnen nicht anschließt, der wird zum Duell gefordert. 

Doch Gemma will sich auf keinen Fall dieser Vampir-Sekte anschließen, sondern ihnen im Gegenteil sogar den Kampf ansagen. Dafür braucht sie aber Verbündete, denn allein hat sie keine Chance. Also macht sie sich auf die Suche nach Zeitgenossen … .

Das Buch beginnt mit einem echt tollen Prolog, der aus Gemmas Sicht geschrieben ist und beschreibt, was sie eigentlich ist. Dabei räumt sie mit Mythen über Vampire auf und erschafft doch auch neue. Damit hat mich die Autorin Hope Cavendish sofort gepackt und ich wollte wissen, was die Protagonistin all die Jahre erlebt hat.

Danach erfährt man auch sofort, wie Gemma zu einem Vampir wurde. Da die Geschichte weiterhin aus Gemmas Sicht in der Ich-Form geschrieben ist, bekommt man hautnah mit, was in der jungen Frau vorgeht, was sie denkt und fühlt und Gemma wuchs mir sofort ans Herz. Obwohl das Schicksal es oft gut mit ihr meint, vergisst sie doch nie diejenigen, die es weniger gut haben und versucht immer ihre Fähigkeiten und ihr Vermögen für gute Zwecke einzusetzen. Man muss sie einfach gern haben.

Gemeinsam mit Gemma springt man von da ab durch die Jahre und erlebt einige historische Ereignisse mit: z.B. die Pestepidemie oder den großen Brand von London. Der Autorin Hope Cavendish gelingt es wirklich sehr gut, eine Fantasy-Geschichte und einen historischen Roman zu vereinen. Ich bin richtig begeistert davon. Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, nur so durch die Jahre zu rasen, weil einfach mal so 10, 20 oder gar 50 Jahre vergangen waren, ohne dass großartig viel passiert ist, aber das hat mich im Großen und Ganzen eigentlich gar nicht gestört, da es total aufregend war, gemeinsam mit Gemma die Geschichte zu erkunden und verschiedene historische Schauplätze kennenzulernen.

Auch die verschiedenen Charaktere, die Gemma im Laufe der Geschichte trifft, sind wirklich sehr interessant. Viele von ihnen leben schon sehr lange und bringen ihre eigene Vergangenheit und ihre Geschichte mit sich. Es macht wirklich Spaß, die einzelnen Personen kennenzulernen und herauszufinden, wie sie in die Gesamtgeschichte des Buches passen. 

Dabei gefällt mir auch die Idee mit den Sybarites besonders gut, denn diese bringt richtig Spannung in die Geschichte. Und ich finde es auch echt toll, wie es Hope Cavendish gelingt, diese Idee in das Buch einzubringen, so dass man anfangs nur sehr wenig über die Sekte erfährt, sich die Situation jedoch immer weiter zuspitzt, so dass am Ende alle Fäden bei den Sybarites zusammenlaufen und dieses Buch somit richtig neugierig auf die Fortsetzung macht, in der der Kampf gegen die Vampir-Sekte ja im Vordergrund steht.

Der Schreibstil der Autorin ist dabei wirklich sehr flüssig und auch, wenn sie immer wieder Beschreibungen von Schauplätzen, historischen Ereignissen oder auch der Mode des gerade vorherrschenden Jahrhunderts einfließen lässt, wird es doch nie langweilig oder zu trocken. Es ist genau die richtige Mischung aus Spannung, Gefühl und Geschichte.
Dieses Buch ist eine wirklich gelungene Mischung aus Fantasy und historischem Roman. Während man gemeinsam mit der Protagonistin Gemma durch die Zeit reist und verschiedene Charaktere und historische Ereignisse kennenlernt, merkt man gar nicht, wie schnell man am Ende des Buches angekommen ist. 

Dieser Reihen-Auftakt hat mich total begeistert und ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie es mit Gemma und ihren Zeitgenossen weitergeht. 

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Vielen Dank an die Autorin Hope Cavendish, die mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.



Mittwoch, 25. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Kommentare:
Meine lieben Leser,

ich wünsche Euch allen ein ganz schönes, frohes und besinnliches Weihnachtsfest.


Sonntag, 22. Dezember 2013

[Rezension] Die Liste der vergessenen Wünsche

Kommentare:
Cover 




 Titel: Die Liste der vergessenen Wünsche
 Autor/in: Robin Gold 
 Verlag: blanvalet
 Seitenzahl: 352
 Preis: 8,99 € (D)  
 Cover / Bildrechte: Randomhouse / blanvalet

Claras Leben geht in dem Moment kaputt, als ein Polizist ihr die Nachricht vom Tod ihres Verlobten überbringt. Sie hat den Boden unter den Füßen verloren und hat das Gefühl nie wieder sie selbst sein zu können.

Da erreicht sie ein Paket ihrer früheren Lehrerin. Darin enthalten eine Zeitkapsel in der Clara eine Liste aufbewahrte, mit Dingen, die sie gemacht haben will, bevor sie 35 Jahre alt ist. Doch das ist schon in nur wenigen Monaten und nur wenige dieser Punkte sind bereits erreicht.

Eine Idee reift in ihrem Kopf: Sie will die Liste abarbeiten und so wieder eine Aufgabe und somit Ablenkung in ihrem Leben haben. Doch diese Liste ist viel mehr als nur Ablenkung …. Sie führt Clara zurück ins Leben.
Die Geschichte klang so schön und berührend, dass ich sie einfach lesen musste. Der Anfang ist auch wirklich gut gewählt. Man lernt Clara und ihren Verlobten Sebastian kennen und spürt förmlich die Liebe zwischen den beiden. Doch schon bald kommt die schreckliche Nachricht und Clara stürzt in ein tiefes Loch. Bis dahin war die Geschichte für mich noch nachvollziehbar, wobei ich mich da schon schwer tat, Claras Gefühle verstehen zu können, da die gesamte Geschichte in der 3. Person geschrieben ist und man nicht hautnah miterlebt, wie sich die junge Frau wirklich fühlt. 

Als Clara ihre Liste findet, war ich etwas irritiert, was dort für Punkte darauf zu finden waren, denn einige, wie z.B. ein Heilmittel gegen Krebs finden, waren einfach unerreichbar. Ich fragte mich also, wie die Autorin Robin Gold, diese Tatsache umsetzen würde. Von da ab geht es dann eigentlich nur noch um die Liste, was nicht so schlimm wäre, wären einige Situation nicht arg konstruiert und weit hergeholt gewesen. Außerdem fand ich, dass manche Punkte in meinen Augen überhaupt keinen tieferen Sinn hatten, wie z.B. Leos Blockflöte wiederfinden. Ich hätte mir ehrlich gesagt gewünscht, dass die Punkte auf der Liste Claras Leben nachhaltiger verändern würden, was für mich leider nicht der Fall war.

Außerdem fand ich, dass die Gefühle nicht wirklich tiefgründig waren. Die gesamte Geschichte war mir zu oberflächlich und die Protagonistin Clara kam mir sehr selbstsüchtig und egoistisch vor. Natürlich trauert sie um ihren Seelenverwandten, aber dass sich die Welt fortan nur noch um sie drehen muss, fand ich irgendwie mit der Zeit einfach nur noch nervig. 

Der Schreibstil war einfach und das Buch konnte man schnell durchlesen, dennoch hat es mich nicht wirklich gereizt, nach einem Kapitel weiterzulesen, da mich die Geschichte durch das sture Abarbeiten der Liste nicht wirklich packen konnte.
Die Idee des Buches gefiel mir wirklich sehr gut, doch leider konnte ich die Gefühle nicht so ganz nachvollziehen, was sicher auch an der Erzählperspektive lag. Eigentlich geht es die gesamte Geschichte nur um das sture Abarbeiten der Liste, wodurch einige Situationen arg konstruiert wirkten und so der Funke bei mir einfach nicht übersprang.

Von mir bekommt das Buch 2 Punkte von 5.

Vielen Dank an den blanvalet Verlag, de mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.