Samstag, 18. Januar 2014

[Rezension] Unsterblich - Tor der Dämmerung

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 Titel: Unsterblich 1 - Tor der Dämmerung
 Autor/in: Julie Kagawa 
 Verlag: Heyne
 Seitenzahl: 608
 Preis: 9,99 € (D) 
 Cover / Bildrechte: Randomhouse / Heyne

Allie ist eine Unregistrierte und hält sich vor den Vampiren, die ihre Heimatstadt kontrollieren versteckt. Gemeinsam mit anderen Straßenkindern ist sie ständig auf der Suche nach Nahrung.

Als sie eines Tages ein Versteck voller Lebensmittel findet und gemeinsam mit ihrer Gruppe loszieht, wird sie von den Verseuchten entdeckt und angegriffen. Kurz bevor sie stirbt, bekommt sie die Chance zu überleben, dafür aber in einen Vampir verwandelt zu werden. Sie entscheidet sich für das Leben.

Doch ist ein Leben als Vampir wirklich ein Leben? Wie soll sie damit umgehen, jetzt selbst ein blutsaugendes Monster zu sein? Und ist das Leben als Vampir wirklich einfacher oder birgt es ganz andere Gefahren?
Das Buch beginnt damit, dass man erfährt, was es bedeutet, in einer Vampirstadt als Unregistrierter zu gelten. Man lernt Allie, ihre Gruppe und ihr Leben im Saum kennen. Gemeinsam mit der Protagonistin macht man sich auf die Suche nach Lebensmitteln und erlebt, welche Gefahren für die Menschen überall lauern. Schnell schließt man Allie ins Herz, die sich, obwohl es ihr selbst schlecht geht, immer wieder um andere kümmert. Sie ist warmherzig und doch stark, aber leider nicht unverwundbar und so passiert, was passieren musste: Sie wird angegriffen. Entscheidet sich jedoch, als Vampir weiterzuleben, anstatt zu sterben.

Fortan muss die Protagonistin ihr gesamtes Leben umstellen und lernen, was es bedeutet, ein Vampir zu sein. Dabei hilft ihr, ihr Schöpfer Kanin. Doch für Allie ist es nicht leicht, sich in einen Blutsauger verwandelt zu haben und so kämpft sie darum, ihre Menschlichkeit zu bewahren, was ich persönlich wirklich toll fand. Man erlebt Allies Verwandlung und ihren inneren Kampf regelrecht mit und erkennt, die Zerissenheit, die in dem Mädchen wütet. Leider passiert außer diesem inneren Kampf in diesem Teil des Buches nicht besonders viel, so dass die Geschichte etwas vor sich hin plätschert.

Doch Kanin bewahrt ein Geheimnis, das schließlich eine Wendung der Geschichte herbeiführt und Allie von ihm trennt. Ab da muss sie sich alleine durchschlagen und lernt noch einmal eine ganz andere Seite an sich kennen. Von da an wird die Geschichte auch wieder richtig spannend und man fliegt förmlich durch die Seiten, was sicher auch dem locker leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin zu verdanken ist.

Der letzte Teil der Geschichte ist sicher der Spannendste. Allie schließt sich einer Menschengruppe an, die ihre ganz eigenen Geheimnisse mit sich tragen und die Ereignisse überschlagen sich. Ich habe teilweise richtig den Atem angehalten, so sehr habe ich mit den Protagonisten mitgefiebert. 

Am Ende löst sich zwar die größte Spannung auf, so dass man das Buch erst einmal guten Gewissens zuschlagen kann, doch es gibt auch jede Menge neuer Fragen, so dass man sich fragt, wie es wohl weitergeht und sich sehr auf die Fortsetzung freut.
Dieses Buch ist ein toller Auftakt für eine neue Serie, die mit einer starken und sehr sympathischen Protagonistin und jeder Menge Spannung überzeugt. Julie Kagawa gelingt es ihre Leser mit einer düsteren Atmosphäre zu faszinieren und mit ihrem flüssigen, locker leichten Schreibstil den Leser an das Buch zu fesseln. Ich konnte es erst aus der Hand legen, als ich bei der letzten Seite angekommen war.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.


Vielen Dank an den Heyne Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Sonntag, 12. Januar 2014

[Rezension] Partials 1 - Aufbruch

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Cover 




 Titel: Partials 1 - Aufbruch
 Autor/in: Dan Wells 
 Verlag: Piper / ivi
 Seitenzahl: 506
 Preis: 9,99 € (D)
  Cover / Bildrechte: Piper Verlag

99,9 Prozent aller Menschen wurden von den Partials ausgelöscht. Zum einen durch den großen Partialkrieg zum anderen durch den tödlichen Virus RM. Und die Bedrohung ist noch nicht zu Ende, denn sobald ein Kind geboren wird, stirbt es auch schon wieder. 

Kira, die auf der Entbindungsstation arbeitet, kann dem Sterben nicht länger zusehen und forscht nach einem Gegenmittel. Schnell erkennt sie, dass sie dieses nicht bei den betroffenen Kindern findet, sondern bei den immunen Partials. Deshalb macht sie sich gemeinsam mit ihren Freunden auf den Weg ins Feindgebiet, um einen Partial zu untersuchen.

Doch Kira ahnt nicht, welche Lawine sie damit lostritt, denn bald schon steht nicht nur das Schicksal der gesamten Menschheit auf der Kippe, sondern auch Kiras eigenes Leben, das plötzlich viel enger mit den Partials verbunden ist, als sie jemals geglaubt hat… .
Eigentlich dachte ich, dass die Geschichte langsam losgeht und man erst einmal etwas über die Welt erfährt, in der Kira und ihre Freunde leben, doch man befindet sich sofort mitten im Geschehen und begleitet Kira zu einer weiteren missglückten Entbindung, bei der das Baby stirbt. Das hat mich sofort aufgewühlt und ich fragte mich, wie es wohl weitergehen würde. Doch danach plätschert die Geschichte erst einmal vor sich hin und man begleitet Kira und ihre Freunde durch ihr wenig aufregendes Leben. Dabei lernt man die verschiedenen Charaktere etwas kennen, die jedoch in meinen Augen eher oberflächlich bleiben. Auch mit Kira konnte ich nicht so richtig mitfühlen, was vielleicht daran lag, dass die gesamte Geschichte in der 3. Person geschrieben wurde und man nicht hautnah miterlebt, was in dem Mädchen vorgeht.

Als Kira jedoch beschließt, ins Gebiet der Partials einzudringen, nimmt das Buch etwas an Fahrt auf und die Spannung und die Angst, erwischt zu werden, ist nahezu greifbar. Das gefiel mir wirklich sehr gut und ich flog geradezu durch diesen Teil des Buches.

Leider nimmt danach die Spannung wieder rapide ab und man wird mit vielen medizinischen Details gelangweilt, was ich wirklich sehr schade fand und gerne übersprungen hätte, was jedoch wichtig ist, um am Ende alles zu verstehen. 

Bis dahin hatte mich das Buch nicht wirklich überzeugt, aber im letzten Drittel wird es richtig grandios. Endlich kommt die Spannung auf, die man schon bei dem Einzug ins Feindgebiet kurz kennengelernt hat. Die Situation spitzt sich zu und die Geschichte erfährt eine unvorhersehbare Wendung nach der anderen. Ich habe den Atem angehalten und konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Und gerade als man denkt, man wäre gemeinsam mit Kira, der Lösung einen Schritt näher gekommen, dreht sich die Geschichte noch einmal und endet mit mehr Fragen, als man zu Anfang gedacht hätte.

Dieses letzte Drittel hat mich für alles entschädigt. Es ist spannend und emotional, es überrascht und man fiebert richtig mit, es lässt einen ungläubig und mit vielen Fragen zurück und macht richtig neugierig auf die Fortsetzung, auf die ich schon sehnsüchtig warte.
Am Anfang konnte mich das Buch wenig überzeugen und hat mich durch wenig Spannung und zu viele medizinische Details gelangweilt. Doch es lohnt sich wirklich durchzuhalten, denn am Ende hat mich die Geschichte mit Spannung, unvorhersehbaren Wendungen und jeder Menge emotionaler Momente doch noch total begeistert. Ich freu mich schon wahnsinnig auf die Fortsetzung.

Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Vielen Dank an den Piper Verlag, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.