Samstag, 29. März 2014

[Rezension] Eistochter

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 Titel: Eistochter
 Autor/in: Dawn Rae Miller
 Verlag: blanvalet
 Seitenzahl: 416
 Preis: 8,99 € (D)  
 Cover / Bildrechte: Randomhouse / blanvalet

Lark ist die Nachfahrin der großen Staatsgründerin und versucht deshalb ein gutes Vorbild zu sein. Doch genau wie alle anderen hat sie Angst vor den Empfindsamen. Sie sind für den Langen Winter verantwortlich und ihre magischen Fähigkeiten sind unberechenbar. 

Umso verzweifelter ist das Mädchen, als sie erfährt, dass Beck, der seit ihrer Kindheit als ihr Partner feststeht, ein Empfindsamer sein soll. Doch bevor sie ihn danach fragen kann, ist er spurlos verschwunden. Lark macht sich sofort auf die Suche nach ihm, denn ohne ihn fühlt sie sich so verloren. Doch auf ihrem Weg findet sie nicht nur Beck und einige Antworten, sondern sie findet auch die Wahrheit über sich selbst heraus. Eine Wahrheit, die sie besser nie erfahren hätte … .
Die Geschichte beginnt sehr ruhig, indem man in Larks und Becks Leben einsteigt. Man erfährt, wie die beiden leben und mit wem. Ich war sofort begeistert von diesem süßen Paar, dessen Liebe geradezu greifbar ist, die aber gleichzeitig versuchen ein Vorbild zu sein und das Richtige zu tun: In diesem Fall zu warten, bis ihre Verbindung offiziell ist. Beide sind sehr unterschiedliche Charaktere und doch mochte ich beide auf Anhieb und wollte unbedingt mehr über ihr Leben erfahren.

Immer wieder fließen Informationen über die Gesellschaft und das Leben im Staat ein. Doch anfangs sind diese noch sehr spärlich, ergeben im Laufe des Buches jedoch ein genaues Bild der Entstehungsgeschichte und der Regeln, ohne dass die Geschichte dadurch langweilig werden würde. Im Gegenteil, ich fand es spannend, mehr über die Gesellschaft, die Staatsoberhäupter und die Empfindsamen zu erfahren.

Anfangs sind die Empfindsamen wie eine dunkle Bedrohung, die über allen schwebt, doch als Lark erfährt, dass sie und Beck auch empfindsam sind, ändert sich die Geschichte. Es wird erklärt, was es mit den Empfindsamen wirklich auch sich hat, worin ihre Fähigkeiten bestehen und welche Rolle sie tatsächlich in der Gesellschaft spielen. Obwohl die Empfindsamen am Ende keine neue Spezies sind, fand ich die Idee doch ganz nett und mir gefiel vor allem der Zusammenhang, den sich die Autorin Dawn Rae Miller ausgedacht hat. 

Leider muss ich zugeben, dass die Geschichte manchmal sehr verwirrend war. Lark erhält sehr viele widersprüchliche Informationen über ihre und Becks Geschichte und teilweise wusste ich selbst nicht mehr, wer jetzt die Wahrheit sagt und wer nicht und wie jetzt die Fakten wirklich liegen. Hier hätte ich mir etwas mehr Struktur gewünscht, damit man sich nicht irgendwann in dem ganzen Wirrwarr verliert.

Sehr schön dagegen fand ich die Liebesgeschichte: Endlich, endlich gibt es einmal keine Dreiecksgeschichte, was ich im Moment sehr erfrischend finde. Natürlich geht es hier auch um eine verbotene Liebe, aber die Protagonisten sind sich ausnahmsweise mal ihrer Gefühle sicher, was mir wirklich gut gefiel.

Das Ende war zwar irgendwie vorhersehbar, aber dennoch hat es mir den Atem geraubt und ich bin jetzt schon total gespannt, was sich die Autorin Dawn Rae Miller für die Fortsetzung einfallen lässt.
Auch, wenn es auf den ersten Blick so scheint, als wären die Empfindsamen eine ganz neue Idee, so verbirgt sich dahinter doch eine altbekannte Spezies, die trotzdem in einem neuen Licht erscheint. Die Liebesgeschichte ist ebenfalls nicht außergewöhnlich und doch erfrischend und voller ehrlicher, tiefer Gefühle. Es hat einfach richtig Spaß gemacht, mit Lark und Beck ihre gemeinsame Geschichte zu entdecken und hinter die Geheimnisse der Empfindsamen zu kommen. 

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

Dienstag, 25. März 2014

[Rezension] Hide

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Cover 




 Titel: Hide
 Autor/in: Jennifer Rush
 Verlag: Loewe
 Seitenzahl: 269
 Preis: 12,95 € (D)
  Cover / Bildrechte: Loewe Verlag


Anna und die drei Jungs konnten fliehen und ziehen seit dem von Ort zu Ort. Sie halten sich nie sehr lange irgendwo auf, aus Angst, die Sektion könnte sie doch noch finden.

Als Anna auf eine Spur von ihrer Schwester Dani stößt, vergisst sie alle Vorsicht, denn sie will endlich Antworten. Sie will wissen, was in jener Nacht passiert ist, als ihre Eltern starben und wo Dani so lange abgeblieben ist. 

Doch der Preis für Annas Antworten ist hoch, denn die Sektion ist immer noch auf der Suche nach ihnen und verfolgt ihre eigenen Pläne… .
Da es über ein Jahr her ist, seit ich Band 1 gelesen habe, muss ich zugeben, dass ich etwas Schwierigkeiten hatte wieder in das Buch hineinzufinden. Es gab leider auch nur sehr wenige und sehr knappe Rückblicke, was mir den Einstieg zusätzlich schwer gemacht hat. Ich brauchte also eine Zeit lang, um mich wieder in der Geschichte von Anna, Sam, Nick und Cas  zurechtzufinden.

Doch von Anfang an ist eine gewisse Spannung vorhanden, da sich die kleine Gruppe immer noch auf der Flucht vor der Sektion befindet. Gemeinsam mit Anna wünscht man sich endlich Antworten zu bekommen und mehr über die Vergangenheit von ihr und den Jungs zu erfahren. Die Flashbacks (also Erinnerungsfetzen), die Anna und die Jungs haben, heizen die Spekulationen, was wohl vor der Zeit in der Sektion passiert sein könnte, ordentlich an und lassen dem Leser doch genug Freiraum, um sich seine eigene Version zusammenzubasteln.  Als Annas Schwester schließlich in der Geschichte auftaucht, gibt es einen neuen Aspekt, der noch mehr Spannung verspricht, für mich aber doch sehr vorhersehbar und damit wenig überraschend war. Trotzdem gibt es eine sehr interessante Entwicklung, die die Geschichte noch einmal in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Sehr schön fand ich die Charaktere und wie sich diese im Laufe der Geschichte verändern. Da gibt es z.B. Personen, die einen ganz neuen Stellenwert, eine ganz neue und unerwartete Rolle bekommen. Andererseits gab es auch bekannte Darsteller, bei denen ich eigentlich dachte, sie würden in dieser Fortsetzung überhaupt nicht mehr auftauchen, die dann aber doch wieder Platz in der Geschichte fanden. 

Anna dagegen erschien mir oft sehr naiv. Obwohl sie sich in ständiger Gefahr befinden und eigentlich immer aufmerksam sein müssen, handelt sie oft kopflos und sehr unüberlegt. Das hat mich teilweise richtig irritiert und sie mir leider unsympathischer gemacht.

 Am Ende gibt es dann einen tollen Showdown, der einem endlich die erhofften Antworten liefert und den Leser in die Vergangenheit der kleinen Gruppe eintauchen lässt. Eigentlich wäre das Ende schön rund und die Geschichte könnte damit abgeschlossen sein, doch hab ich erfahren, dass es noch eine Fortsetzung geben soll. Ich bin schon jetzt gespannt, was die Autorin Jennifer Rush dabei noch für uns bereithält.
Leider konnte mich diese Fortsetzung nicht mehr so begeistern, wie es der 1. Teil dieser Reihe getan hat. Dennoch muss man sie unbedingt gelesen haben, um mehr über die Vergangenheit der Protagonisten zu erfahren und die tolle Entwicklung der Charaktere live mitzuerleben. Auch wenn die Geschichte für mich teilweise sehr vorhersehbar war, blieb doch eine gewisse Spannung erhalten und der locker leichte Schreibstil von Jennifer Rush ließ mich geradezu durch dieses Buch fliegen. 

Für Fans von „Escape“ ist dieses Buch auf jeden Fall ein Must-read.


Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.