Dienstag, 30. Juni 2015

[Rezension] Das Licht von Aurora

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 Titel: Das Licht von Aurora
 Autor/in: Anna Jarzab
 Übersetzer/in: Birgit Pfaffinger und Ulrike Brauns
 Verlag: Loewe
 Seitenzahl: 448
 Preis: 17,95 € (D)
  Cover / Bildrechte: Loewe Verlag




Gerade noch war Sasha ein ganz normales 16jähriges Mädchen, das mit ihrem Schwarm Grant zum Schulball ging, doch dann findet sie sich plötzlich in Aurora wieder und Grant eröffnet ihr, dass er gar nicht Grant, sondern dessen Analog Thomas ist. Doch damit nicht genug: Sasha soll auch noch ausgerechnet die Doppelgängerin von Prinzessin Juliana sein, die verschwunden ist. Jetzt soll Sasha ihren Platz einnehmen und Callum heiraten, um damit einen Friedensvertrag zu besiegeln.

Doch Sasha hat keine Ahnung, wie man sich als Prinzessin wirklich verhält und eigentlich will sie doch einfach nur nach Hause zu ihrem Großvater, der sie sicher schon vermisst. Dafür muss sie jedoch erst einmal gute Miene zum bösen Spiel machen und sich in ihr Schicksal fügen. 

Während sie also noch versucht herauszufinden, warum Juliana verschwunden ist und wer es gut mit ihr meint und wer ganz andere Motive verfolgt, erfährt Sasha mehr über sich selbst, als sie je vermutet hätte und plötzlich scheinen sich die Welten zu vermischen und ihre Sehnsucht nach der Erde wird durch die erste große Liebe etwas gemildert … Doch hat eine Liebe zwischen zwei Welten wirklich eine Chance?

Ehrlich gesagt war ich etwas überrascht über den Beginn des Buches, denn dieser ist aus Sicht von Juliana erzählt. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass Juliana einfach „weg“ sein und im Buch keine Rolle spielen würde. Doch da hatte ich mich wirklich sehr getäuscht.

Immer wieder erfährt man, was mit der Prinzessin wirklich passiert ist und erlebt auch ihre Sichtweise mit, welche jedoch in der 3. Person geschrieben ist. Das fand ich total interessant und richtig klasse wird es dann, als die beiden Handlungsstränge am Ende noch zusammenlaufen.

Anschließend springt das Buch jedoch erst einmal zur „Erde“ und man lernt Sasha kennen, aus deren Sicht das Buch erzählt wird und erfährt, dass ihre Eltern früh gestorben sind und sie seitdem bei ihrem Großvater aufwächst. Sie ist ansonsten eine ganz normale 16jährige, die sich jedoch überhaupt nicht wundert, als sich plötzlich der Schulschwarm Grant für sie interessiert. Das fand ich doch etwas sehr naiv und ließ mich etwas an der sonst so toughen  Protagonistin zweifeln. Auch sonst hatte ich das Gefühl, als würde Sasha oftmals einfach handeln, ohne sich groß Gedanken über die Folgen zu machen. Das hat mich das ein oder andere Mal ziemlich genervt muss ich sagen. Dafür gefiel mir Thomas, der männliche Gegenpart zu Sasha sehr gut. Man erkennt sofort, dass in ihm mehr steckt, als er anfangs zeigt und ich hatte ihn sofort in mein Herz geschlossen. 

Als Sasha schließlich in Aurora landet, hätte ich erwartet, dass das Buch an Fahrt aufnehmen, dass es Intrigen und Kämpfe geben würde. Doch leider plätschert die Geschichte erst einmal einfach so vor sich hin. Sasha versucht sich im Palastleben zurechtzufinden, wechselt ständig ihre Garderobe und lernt Julianas Familie und Freunde kennen. Es werden immer mehr Fragen aufgeworfen, anstatt dass einmal ein wenig Licht ins Dunkel gebracht wird. Ich muss gestehen, dass ich mir von dieser Geschichte mehr erwartet hatte. Irgendwie habe ich immer gewartet, dass etwas passiert, dass mich das Buch endlich mitreißen würde, doch darauf musste ich bis zum letzten Drittel warten. 

Da überschlagen sich dann plötzlich die Ereignisse, man erfährt, wer hinter allem steckt, wie die Motive liegen und wohin die Geschichte einen führen soll. Plötzlich versteht man, dass alles einen Sinn hatte, dass es keine Zufälle gibt und das große Ganze so komplex und wohldurchdacht ist, dass es mich total erstaunt hat. Endlich kommen Gefühle auf und Spannung wird erzeugt. Die letzten Seiten haben schließlich doch noch einen Sog erzeugt, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte und der mich auf Band 2 hoffen lässt.

Aufgrund des Klappentextes hatte ich mich total auf dieses Buch gefreut und darauf gehofft, dass es mich sofort mitreißen würde. Leider muss ich gestehen, dass ich die Geschichte nach anfänglicher Euphorie langweilig fand und sich leider kein Lesesog eingestellt hat. Die Geschichte plätscherte für mich einfach so vor sich hin, es kam kaum Spannung auf und anstatt etwas Licht ins Dunkel zu bringen, wurden nur immer mehr Fragen aufgeworfen, deren Antworten auf sich warten ließen. Erst im letzten Drittel hat das Buch dann doch noch den gewünschten Effekt gehabt: Gefühle und Spannung kamen auf, man erkannte das große Ganze hinter all den vermeintlichen Zufällen und ich hoffe jetzt, dass die Reihe diesen Suchtfaktor am Ende beibehalten kann.

Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.

Montag, 15. Juni 2015

[Aktion] Hidden Treasure Gewinnspiel

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Liebe Autorinnen, liebe Autoren,

es geht wieder los: Ich möchte demnächst wieder eines meiner Hidden Treasure Gewinnspiele hier starten:


Falls Ihr also Lust habt, Euch daran zu beteiligen und so etwas Werbung für Eure Bücher zu machen meldet Euch unter Monina83@web.de

Ich freu mich über jeden, der dabei ist :) DANKESCHÖN!

Donnerstag, 11. Juni 2015

[Rezension] Mondscheinmund

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 Titel: Mondscheinmund
 Autor/in: Luisa Sturm
 Seitenzahl: 329
 Preis eBook: 2,99 € (D)
  Cover / Bildrechte: Luisa Sturm








Bei Marlene ist es Liebe auf den ersten Blick, als sie Pip das erste Mal an der Bushaltestellte sieht. Doch sie fällt so richtig aus den Wolken, als sich dieser auch für sie zu interessieren scheint. Fortan genießt Lene jeden Augenblick ihrer ersten großen Liebe.

Bis dieser eine Tag kommt, an dem das Schicksal mit aller Härte zuschlägt und der für Marlene alles verändert. Danach ist nichts mehr wie es war und Pip und Lene gehen getrennte Wege.

Wer hätte ahnen können, dass sie sich Jahre später wiedertreffen. Ausgerechnet Pip ist nämlich der Ingenieur, den Lene für ihre Zeitung interviewen soll. Das wirbelt ihr Leben so richtig auf. Doch Lene ist nicht mehr die Selbe, die sie mal war und auch Philipp hat sich verändert. Aber trotzdem muss Marlene erkennen, dass man die erste große Liebe nie wirklich vergisst  … .

Nachdem mich das erste Buch von Luisa Sturm „Ein ganzes Ja“ so sehr berührt hat, musste ich natürlich auch „Mondscheinmund“ sofort lesen und wurde nicht enttäuscht.

Das Buch beginnt anders als gedacht, denn eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass man sich bei der erwachsenen Marlene wiederfindet, die gerade wieder ihrer ersten großen Liebe Pip begegnet. Doch stattdessen erlebt man einen Streit zwischen den Protagonisten mit, den man nicht so recht einzuordnen weiß. Danach springt man zu Lene, die mit ihrem Zwillingsbruder Felix an der Bushaltestellte steht und dort heimlich Philipp beobachtet. Fortan begegnen sich die beiden immer wieder und kommen bald auch ins Gespräch. Ich fand es total schön, mitzuerleben, wie Lene und Pip sich ineinander verlieben. Der Autorin Luisa Sturm gelingt es einfach immer wieder, die erste große Liebe so schön in eine Geschichte einzuspinnen, dass man als Leser selbst Schmetterlinge im Bauch spürt und gemeinsam mit ihren Protagonisten auf Wolke 7 schwebt.

Doch durch den Klappentext weiß man ja, dass dieser Zustand des absoluten Glücks nicht anhalten kann und wartet angespannt darauf, was wohl in Lenes Leben schieflaufen wird. Schnell war mir klar, was passieren würde und ich wollte fast nicht weiterlesen. Diese Vorhersehbarkeit führt jedoch nicht dazu, dass man schließlich, als das Schicksal mit aller Härte zuschlägt nicht total aufgelöst ist und mit der Protagonistin mitleidet. Ich war den Tränen nahe, so sehr hat mich Lenes Schicksal berührt. Luisa Sturm gelang es auch dieses Mal wieder, mich mit ihrer Geschichte mitzureißen. Sie beschreibt die Gefühle mit solcher Intensität, dass man sich fühlt, als wäre man selber betroffen, dass man gar nicht anders kann, als sich in die Hauptdarstellerin hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen.

Danach gibt es erst einmal einen Schnitt in der Geschichte und man erlebt, Lene als Erwachsene und wie sie darauf reagiert, Pip wiederzusehen. Und man kann aus jeder Zeile herauslesen, dass die Protagonistin auf keinen Fall mit ihrer ersten großen Liebe abgeschlossen hat, wie sie sich und anderen vorzumachen versucht. Hach, dieses Buch sprüht geradezu von Gefühlen und dadurch, dass das Buch in Ich-Form geschrieben ist, erlebt man alles hautnah mit, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Und wie hab ich mitgefiebert mit Lene und Pip. Die Autorin hat es aber auch wirklich spannend gemacht, so dass ich bis zum Ende nicht wusste, ob es ein Happy End geben würde, wie ich es mir wünschte, denn „Ein ganzes Ja“ hat ja auch ganz anders geendet, als ich dachte und war trotzdem total schön. Und genau das mag ich an den Büchern von Luisa Sturm: Man weiß nie, was am Ende noch passiert :)

Die Bücher von Luisa Sturm sind auf jeden Fall ein echter Geheimtipp, wenn man mal etwas fürs Herz braucht, denn ihr gelingt es immer wieder die Gefühle so authentisch, so lebendig und tiefgründig darzustellen, dass man gar nicht anders kann, als mit den Protagonisten mitzufiebern, mitzuleiden und zu lieben. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch, war zutiefst schockiert, erschüttert, hab mich gemeinsam mit Lene aufgerappelt, um dann durch die Begegnung mit Pip wieder völlig aus der Bahn zu geraten und was hab ich geseufzt und geliebt, denn ja „Mondscheinmund“ kann man einfach nur lieben!!

Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.