Montag, 16. April 2018

[Rezension] Bitterfrost - Mythos Academy Colorado I






 Titel: Bitterfrost - Mythos Academy Colorado I 
 Autor/in: Jennifer Estep
 Übersetzer/in: Michaela Link
 Verlag: piper / ivi
 Seitenzahl: 384
 Preis: 16,99 € (D)
 Cover / Bildrechte: Piper Verlag




Loki ist hinter Schloss und Riegeln und das Leben an der Mythos Academy in Colorado könnte wieder seinen gewohnten Gang gehen. Nicht jedoch für Rory Forseti, denn ihre Mitschüler haben nicht vergessen, dass ihre Eltern Schnitter waren und in Lokis Auftrag unzählige Menschen ermordet haben. Genau das lassen sie die Spartanerin jeden Tag aufs Neue spüren.

Noch schlimmer wird es jedoch, als die Schnitter erneut auftauchen. Einige von ihnen konnten fliehen und verfolgen jetzt ihre ganz eigenen Pläne. Und ausgerechnet Rory wird Zeugin, als die Schnitter an der Mythos Academy in Colorado ihr Unwesen treiben. 

Mutig stürzt sie sich in den Kampf. Vielleicht ist das ja ihre Chance, die Fehler ihrer Eltern auszubessern. Doch was haben die Schnitter genau vor? Und wer steckt wirklich hinter den Angriffen?

Da ich die Mythos Academy Reihe rund um Gwen Frost geliebt habe, musste ich auch diese Spin Off-Reihe unbedingt haben. Ich freute mich sehr auf ein Abenteuer mit Rory und war gespannt, was die Schnitter dieses Mal für Pläne haben würden.

Rory hat es wirklich nicht leicht. Durch die Vergangenheit ihrer Eltern wird sie von allen Seiten gehasst. Sie tat mir sofort sehr leid, ich fand es aber auch schade, dass sie so gar keine Freunde hat. Wie kann es sein, dass eine ganze Schule ein Mädchen nur nach den Taten ihrer Eltern beurteilt und kein einziger Schüler sich für sie einsetzt? Das konnte ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen und es drückte anfangs meiner Meinung nach ganz schön auf die Stimmung des Buches. Mich machte es jedenfalls traurig und ich hatte nicht so wirklich große Lust weiterzulesen.

Auch als dann die Schnitter auftauchen war ich etwas enttäuscht. Es war fast genauso wie bei Gwen. Da gab es einfach zu viele Parallelen, es war nichts Neues. Teilweise kam es mir so vor, als würde ich das selbe Buch noch einmal lesen, nur mit anderer Protagonistin. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich gelangweilt. Ich hatte so auf etwas Neues gehofft, schließlich ist Rory doch ein anderer Mensch, als Gwen und man hätte viel mehr aus ihr herausholen können. 

Anfangs wusste ich auch nicht so recht, was ich von Rory halten sollte. Das lag vielleicht auch daran, dass ich ein großer Fan von Gwen war und nicht sofort mit dem Wechsel der Protagonistin warm wurde. Trotzdem hat Rory ihre ganz eigene Art, ihren eigenen Charme und ihre Stärken. Ich mochte sie, aber vielleicht haben es mir die vielen Gemeinsamkeiten in der Geschichte schwer gemacht, mich mit Rory anzufreunden.

Als man allmählich mehr über die Schnitter und ihre Pläne erfuhr und Rory in die Spezialeinheit aufgenommen wird, bekommt das Buch endlich den typischen Mythos-Academy-Charme und ich hatte auch wieder Spaß am lesen. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf und bekommt auch eine eigene Richtung, wobei natürlich weiterhin viele Parallelen zu Gwen Frosts Geschichte bleiben. Doch es gibt auch hier spannende Kämpfe, Opfer und Täter, Rätsel und Geheimnisse. 

Am Ende bleiben wieder einige Fragen übrig und die Jagd auf die Schnitter ist gerade erst eröffnet. Ob ich jedoch weiterlesen werde, weiß ich noch nicht. Zwar würde es mich interessieren, was die Anhänger von Loki noch planen, aber irgendwie ist es doch nichts Neues.

Da ich die Reihe rund um Gwen Frost geliebt habe, wollte ich natürlich auch das Spin Off lesen. Leider drückt Rorys Situation auf die Stimmung und viele Ereignisse sind absolut identisch mit denen aus der ersten Mythos Academy Reihe. Obwohl ab der Mitte des Buches dann doch der übliche Charme der Geschichte auftaucht, konnte mich das nicht über die vielen Parallelen hinwegtrösten. Deshalb bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde. 


Von mir bekommt das Buch 3 Punkte von 5.


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